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Verbellen nach Klaus Glöckner
#4
NinaD,index.php?page=Thread&postID=73771#post73771' schrieb:Ich meine, dass dann, wenn der Hund die geistige Reife mitbringt und die Lernphase hinsichtlich des Beutebellens abgeschlossen ist, schon auch die Aggressionsbereiche angesprochen werden sollten.

Die Frage ist nur wie. Durch Helferaktivität (Peitsche, Anschreien, Provozieren, Schmerzverursachung etc.) wird beim Hund ja ausschließlich Beuteverhalten ausgelöst und er wird sofort Griff machen. Wenn der HF oder der Helfer den Hund dann sperren und ihn für gezeigtes Aggressionsverhalten mit dem Ärmel oder auch mit einem anderen Beuteobjekt bestätigen, wird das Gelernte (aktiver Helfer=beißen; passiver Helfer=immer nur verbellen) doch wieder in Frage gestellt und die ganze Ausbildung ruiniert... Huh

Wie machst du das bzw. würdest du das machen?
Aggressionsförderung durch Helferaktivität ist etwas das ich im VPG Sport überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt anwende. Aus meiner Sicht ist die Förderung von Aggression (wen man das so überhaupt bezeichnen möchte, da vom Gesetzgeber verboten) schon durch das Brechen von Wiederständen gegeben. Aggressionsverhalten kann also sehr vielfältig sein und äußert sich nicht nur durch Knurren oder Zähne fletschen oder ähnliches. Um nicht aneinander vorbeizureden möchte ich unterscheiden zwischen:
  1. Konkurrenzbedingte Sozialaggressivität
    Schlüsselreiz: Konkurrenzverhalten, Konflikt, Frust
  2. Wehrtrieb
    Schlüsselreiz: Physische & psychische Belastung
Ich favorisiere für den im Sport geführten Hund die erste Variante, und hier im besonderen den Konflikt und die Möglichkeiten der Frustration.
Letztendlich geht es doch darum, ... wie kann ich ein Lernverhalten (Stellen & Verbellen) intensivieren?
Die vielerorts übliche Einstellung, Intensität nur über Belastung oder Bedrohung (was durchaus sehr gut funktioniert) zu produzieren, ist aus meiner Sicht und in der heutigen Zeit keine gute Wahl, .... und mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und dem Wissen über Konfliktmanagement auch nicht mehr nötig. Um Deine Frage (Wie machst du das?) gezielt zu Beantworten:
  1. Positive Verstärkung von Verhalten
  2. Unregelmäßige Bestätigung von Verhalten
  3. Lernfixierung durch Konflikt
Der Helfer bzw die Helfertätigkeit hat nur einen begleitenden Charakter, das heißt er Antwortet auf das hundliche Verhalten mit leichten unterschwelligen Signalen. Die Abhängigkeit zur Helfertätigkeit wird so auf ein Minimum reduziert. Ängste das ein Hund nicht genügend Intensität zeigt, oder er nicht genügend Belastbar ist oder wird, habe ich einfach nicht!
NinaD,index.php?page=Thread&postID=73771#post73771' schrieb:Die Variabilität beim Bestätigen zwecks Lernfixierung finde ich einleuchtend. Am Ende bestätigt aber ausschließlich der HF mit den verschiedenen Beuteobjekten (Ausnahme Hetzärmel), um zu vermeiden, dass der Hund komplett helferabhängig wird, oder?
Eine Abhängigkeit zur Helfertätigkeit ist immer eine Einbahnstraße und natürlich so gut es geht zu vermeiden. Ein "AUSSCHLIEßLICH" oder "GRUNDSÄTZLICH" gibt es bei der Ausbildung von Hunden meiner Meinung nach nicht. Dafür ist Lernverhalten mit all seinen Möglichkeiten zu komplex und anspruchsvoll. Im übrigen glaube ich das eine Lernfixierung alleine durch die variable Bestätigung nicht möglich ist. Fixierung von Lernverhalten ist erst dann gegeben, wenn der Hund trotz eines Konfliktes das erlernte Verhalten, zur Lösung des Konfliktes einsetzt.
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Verbellen nach Klaus Glöckner - von NinaD - 05-08-2009, 12:08
[Kein Betreff] - von NinaD - 08-08-2009, 13:08
[Kein Betreff] - von dberensmann - 08-08-2009, 16:08

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