01-07-2009, 12:07
Jetzt muss ich mich auch mal einklinken.
Ich habe in Gießen Tiermedizin studiert und war auch während eines Praktikums bei Dr. Tellhelm.
Zum einen ist es weitaus schwieriger einen Ellenbogen zu beurteilen wie eine Hüfte, da ein nicht ganz so erfahrenes Auge kleine Veränderungen, die aber durchaus weitreichende Folgen haben können, schlichtweg nicht sieht. Wenn die Bilder nicht perfekt und in mehreren Lagerungen geschossen werden ist eine korrekte Beurteilung fast nicht möglich.
Zum anderen ist Dr. Tellhelm ein sehr kompetenter Mann, der wirklich alles sieht und auch die Konsequenzen der Veränderungen kennt, und wenn er sagt "Die ist vorne nicht in Ordnung" hat er ganz sicher Gründe und ICH würde dann auch mit einem solchen Tier nicht züchten. Denn auch die Auswirkungen bei Veränderungen im Ellenbogen sind oft gravierender wie bei der Hüfte, und wenn da nicht alles 100% ist sollte kein Zuchteinsatz erfolgen.
Eine strenge Auslese ist da meines Erachtens das einzige was wirklich langfristig der Gesundheit der Rasse dient.
Desweiteren würde ich persönlich mich da durchaus eher auf das Urteil des Obergutachters verlassen wie auf das eines Kollegen in einer normalen Kleintierpraxis, wo eben nicht jeden Tag ( wie in Gießen der Fall ) massig HD und ED Befunde sämtlicher Rassehunde erhoben werden. Abgesehen davon ist es durchaus möglich, ein Röntgenbild, absichtlich oder unabsichtlich, durch Lagerung, Druck aufs Gelenk, Halten usw so zu "modifizieren" dass ein besserer Befund herauskommt.
Ich denke da müssen wir hier nicht groß drüber reden, solche Fälle wird jeder kennen. Da werden 20 "Probeaufnahmen" geschossen und dann kommt ein a-normal raus was vorher in z.B. Gießen als noch zugelassen gewertet wurde.
Ob das clever und im Sinne der Rasse und auch des eigenen Hundes ist sei ja mal dahingestellt...
jedenfalls denke ich der Züchter braucht sich nicht ärgern, irgendwas scheint ja nicht gestimmt zu haben vorne ( und auch fast normal heißt FAST normal, und das hat im Ellenbogen MEHR GEWICHT wie bei einer Hüfte, denn bei der Hüfte ist es dann meistens nur der Winkel der geringgradig abweicht, im Ellenbogen heißt es dann es besteht eine Veränderung, abweichend vom Normalzustand, das ist ernster zu nehmen! ) und insofern wäre es sicher sowieso nicht ratsam gewesen mit der Hündin zu züchten. Abgesehen davon, da die Hündin ja nun geröntgt und eingetragen ist besteht ja sicher, sollte er das wollen, die Möglichkeit der Zuchtmiete...
LG
Ich habe in Gießen Tiermedizin studiert und war auch während eines Praktikums bei Dr. Tellhelm.
Zum einen ist es weitaus schwieriger einen Ellenbogen zu beurteilen wie eine Hüfte, da ein nicht ganz so erfahrenes Auge kleine Veränderungen, die aber durchaus weitreichende Folgen haben können, schlichtweg nicht sieht. Wenn die Bilder nicht perfekt und in mehreren Lagerungen geschossen werden ist eine korrekte Beurteilung fast nicht möglich.
Zum anderen ist Dr. Tellhelm ein sehr kompetenter Mann, der wirklich alles sieht und auch die Konsequenzen der Veränderungen kennt, und wenn er sagt "Die ist vorne nicht in Ordnung" hat er ganz sicher Gründe und ICH würde dann auch mit einem solchen Tier nicht züchten. Denn auch die Auswirkungen bei Veränderungen im Ellenbogen sind oft gravierender wie bei der Hüfte, und wenn da nicht alles 100% ist sollte kein Zuchteinsatz erfolgen.
Eine strenge Auslese ist da meines Erachtens das einzige was wirklich langfristig der Gesundheit der Rasse dient.
Desweiteren würde ich persönlich mich da durchaus eher auf das Urteil des Obergutachters verlassen wie auf das eines Kollegen in einer normalen Kleintierpraxis, wo eben nicht jeden Tag ( wie in Gießen der Fall ) massig HD und ED Befunde sämtlicher Rassehunde erhoben werden. Abgesehen davon ist es durchaus möglich, ein Röntgenbild, absichtlich oder unabsichtlich, durch Lagerung, Druck aufs Gelenk, Halten usw so zu "modifizieren" dass ein besserer Befund herauskommt.
Ich denke da müssen wir hier nicht groß drüber reden, solche Fälle wird jeder kennen. Da werden 20 "Probeaufnahmen" geschossen und dann kommt ein a-normal raus was vorher in z.B. Gießen als noch zugelassen gewertet wurde.
Ob das clever und im Sinne der Rasse und auch des eigenen Hundes ist sei ja mal dahingestellt...
jedenfalls denke ich der Züchter braucht sich nicht ärgern, irgendwas scheint ja nicht gestimmt zu haben vorne ( und auch fast normal heißt FAST normal, und das hat im Ellenbogen MEHR GEWICHT wie bei einer Hüfte, denn bei der Hüfte ist es dann meistens nur der Winkel der geringgradig abweicht, im Ellenbogen heißt es dann es besteht eine Veränderung, abweichend vom Normalzustand, das ist ernster zu nehmen! ) und insofern wäre es sicher sowieso nicht ratsam gewesen mit der Hündin zu züchten. Abgesehen davon, da die Hündin ja nun geröntgt und eingetragen ist besteht ja sicher, sollte er das wollen, die Möglichkeit der Zuchtmiete...
LG


