15-09-2008, 11:09
tinka,index.php?page=Thread&postID=55251#post55251' schrieb:also, worum gehts? kurzfristig um ein knüppel zwischen die beine werfen, langfristig wohl eher um das verbot von beißarbeit. und da gilt es dann jetzt schon gegen zu steuern, bevor ein erlaß steht. also möglichst immer einem schritt voraus sein als in der auswirkungen dann hinterher.
Tja Reinhard,
gegensteuern ja, da stimme ich dir zu, aber nicht durch vorauseilenden blinden Gehorsam.
Allein schon den SD als zuchtrelevant in Frage zu stellen, gibt den Gegnern des SD ein kräftiges Argument in die Hand. Seit über 100 Jahren wurde das so gehandhabt, und die Auslese nach PO war nicht die schlechteste, solange man den SD das sein ließ, woher er seinen Namen hatte. Die ersten Abstriche wurden jedoch schon gemacht, als man aus unseren eigenen Reihen den Gegner des SD sagte, dass der SD doch gar nichts mit Schutz zu tun habe, dass es da nur um ein Beutespiel gehe.
Damit wurde dem SD ein wesentliches Kriterium genommen. Und je mehr wir in diese Richtung nachgeben, um so schwieriger wird es, eine plausible Argumentation für den SD aufrecht zu erhalten. Jedes Nachgeben macht den SD überflüssiger.
[Ironie an]Die Argumentation, dass heute niemand mehr sich selbst und sein Hab und gut durch einen Hund schützen muss, tut ein übriges dazu. Es gibt in Deutschland, aber auch in allen anderen Ländern keine Menschen mehr, die anderen etwas Bößes wollen, alle werden durch die staatlichen Organe so gut geschützt, dass wir keine Gefängnisse mehr brauchen, dass niemand mehr wegen kriminellen Vergehen gegen Dritte verurteilt werden muss. Und deshalb brauchen wir auch keine Schutzhunde, ergo auch keinen SD mehr.[Ironie aus]
Erst letzte Woche brüstete sich der Deutschen Alpenverein mit der Bergunfallstatistik für die Jahre 2006/07: "Die Statistik zeigt eine positive Entwicklung: Die Zahl der tödlichen Unfälle in den Bergen sinkt. Alle Unfälle der rund 768.000 DAV-Mitglieder werden in der Bergunfallstatistik erfasst. In den Jahren 2006/07 starben insgesamt 80 (2006: 46, 2007: 34) DAV-Mitglieder bei Aktivitäten in den Bergen."
Und jetzt vergleicht einmal diese Statistik mit der Statistik der tödlichen Beißvorfälle mit derzeit rund 5 000 000 Hunden in Deutschland, darunter rund 500 000 ausgebildete Schutzhunde.
[Ironie an]Vielleicht könnten wir ja das Gefahrenpotential für tödliche Unfälle mit Hunden erhöhen, wenn wir anstatt SD mit ihnen zu machen, lieber in die Berge gehen und mit ihnen abstürzen![Ironie aus]
Ernsthaft gesagt halte ich jedes Nachgeben in Sachen SD für absolut schädlich. Vielmehr sollte unsere Argumentation dahingehend ausgerichtet sein, dass eben gerade der SD für niemanden, weder für Mensch noch Tier, ein messbares Risiko darstellt, sondern dass Beißvorfälle mit Hunden, noch dazu nur in den allerseltenste Fällen mit tödlichen Folgen für den Geschädigten, einzig und allein auf Fehler in der Haltung zurückzuführen sind.
Gefährlich im Sinn von Risiko ist einzig und allein der Hundehalter, niemals der Schutzdienst und schon gar nicht der Hund.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu


