13-09-2008, 23:09
hallo tim,
natürlich hast du für die zuchtauslese recht. die gebrauchhunderassen sollten ihren gebrauchswert dann auch dahingehend demonstrieren, aus welchem ursprung und aufgaben sie einmal ins leben und in auslese gebracht wurden. und das durchsetzungsvermögen und belastbarkeit muß prüfbar bleiben. trotzdem weiß ich nicht, ob nun die lange flucht als solches tatsächlich dieses beweisen kann.
es gibt genügend hunde, die über den langen gang nur ihre ruhe finden wollen, viele, bei denen diese situation zum abschluß als der jackpot von klein auf konditioniert wird, daß es eigendlich für den hund überhaupt keine belastung mehr darstellt, eher eine externe bestätigung im beutebereich, die schnellstmöglich vom hund erreicht werden will. und da der hund hier dann bei einem guten aufbau keinerlei negativerfahrung hat, im gegenteil, hier mal richtig den dampfdrucktopf entkorken kann, der zimmert dann da rein. ich denke, das läßt sich von außen, ohne daß man den hund und dessen aufbau kennt, wirklich schwer erkennen. sagt also dies wirklich etwas über den zuchtwert aus? ich denke nein, denn nicht umsonst werden doch ausgesuchte zuchttiere nochmal privat überprüft. und hier entscheidet doch der züchter, der wirklich gebrauchwerthunde züchten will und nicht die "zwei-zähne-einhaker".
andersrum muß man sich natürlich auch fragen, ob kompromislosigkeit nicht mit übermotivation verwechselt wird. was nützt mir ein langer gang, wenn ich immer damit rechnen muß, daß dieser das ende seiner sportlichen laufbahn sein kann. damit hilft man der zucht auch nicht weiter, sollte das genetisch veranlagt sein. du kannst natürlich argumentieren, daß der prozentsatz vielleicht nicht so hoch wäre. aber stelle dir vor, genau dein hund gehört zu diesem prozentbereich.
viele der zucht negativen charakterlichen eigenschaften lassen sich doch heutzutage über eine perfekte ausbildung verschleiern. und will man wirklich den gebrauchswert erhalten, so sollten tatsächlich nur hunde zur zucht zugelassen werden, die dann in der höchsten prüfungsstufe laufen und dies nicht nur einmal bewiesen haben. der lange gang selbst ist nicht das maß der zucht, wie ich finde. da gibt es durchaus andere und bessere meßbare parameter. und ob der hund dann gekört ist, wäre mir egal. ich würde dann entscheiden, wenn ich oder jemand meines vertrauens den hund selbst im arm hab. denn der hund muß meinen ansprüchen genügen, nicht denen der po.
gruß reinhard
natürlich hast du für die zuchtauslese recht. die gebrauchhunderassen sollten ihren gebrauchswert dann auch dahingehend demonstrieren, aus welchem ursprung und aufgaben sie einmal ins leben und in auslese gebracht wurden. und das durchsetzungsvermögen und belastbarkeit muß prüfbar bleiben. trotzdem weiß ich nicht, ob nun die lange flucht als solches tatsächlich dieses beweisen kann.
es gibt genügend hunde, die über den langen gang nur ihre ruhe finden wollen, viele, bei denen diese situation zum abschluß als der jackpot von klein auf konditioniert wird, daß es eigendlich für den hund überhaupt keine belastung mehr darstellt, eher eine externe bestätigung im beutebereich, die schnellstmöglich vom hund erreicht werden will. und da der hund hier dann bei einem guten aufbau keinerlei negativerfahrung hat, im gegenteil, hier mal richtig den dampfdrucktopf entkorken kann, der zimmert dann da rein. ich denke, das läßt sich von außen, ohne daß man den hund und dessen aufbau kennt, wirklich schwer erkennen. sagt also dies wirklich etwas über den zuchtwert aus? ich denke nein, denn nicht umsonst werden doch ausgesuchte zuchttiere nochmal privat überprüft. und hier entscheidet doch der züchter, der wirklich gebrauchwerthunde züchten will und nicht die "zwei-zähne-einhaker".
andersrum muß man sich natürlich auch fragen, ob kompromislosigkeit nicht mit übermotivation verwechselt wird. was nützt mir ein langer gang, wenn ich immer damit rechnen muß, daß dieser das ende seiner sportlichen laufbahn sein kann. damit hilft man der zucht auch nicht weiter, sollte das genetisch veranlagt sein. du kannst natürlich argumentieren, daß der prozentsatz vielleicht nicht so hoch wäre. aber stelle dir vor, genau dein hund gehört zu diesem prozentbereich.
viele der zucht negativen charakterlichen eigenschaften lassen sich doch heutzutage über eine perfekte ausbildung verschleiern. und will man wirklich den gebrauchswert erhalten, so sollten tatsächlich nur hunde zur zucht zugelassen werden, die dann in der höchsten prüfungsstufe laufen und dies nicht nur einmal bewiesen haben. der lange gang selbst ist nicht das maß der zucht, wie ich finde. da gibt es durchaus andere und bessere meßbare parameter. und ob der hund dann gekört ist, wäre mir egal. ich würde dann entscheiden, wenn ich oder jemand meines vertrauens den hund selbst im arm hab. denn der hund muß meinen ansprüchen genügen, nicht denen der po.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...


