05-09-2008, 10:09
Hallo Thomas,
Deine Ausführungen und Gedanken sind völlig richtig. Aber: wen interessierts? Nur uns!, die wir in der Materie stecken. Aber doch ganz sicher nicht diejenigen, die diese hirnlosen Prüfungsordnungspunkte erstellen. Sicher, es ist nicht einfach, einen Kompromiss zu finden, der einerseits uns unseren Sport ermöglicht, andererseits die Angst der Bevölkerung vor wilden Bestien berücksichtigt.
Der bisher praktizierte Kompromiss ist doch bereits ein fauler! Da wird -belegt durch die vom SV in Auftrag gegebene Studie- unser Schutzdienst als Beutespielchen deklariert! Dass dabei auch Aggressionsbereiche angesprochen werden müssen, wird tunlichst verschwiegen. Der lange Gang war bis vor wenigen Jahren eine lange Flucht kombiniert mit einem Angriff des Helfers vor dem Anbiss, der nach meinem Dafürhalten noch eher auf die psychischen Eigenschaften des Hundes ansprach als das jetzige "Einholen" (was ja keins mehr ist). Es wurde mit der Begründung geändert, dass man keinen Hund auf einen wegrennenden Menschen "hetzen" darf. Es könnte ja auch ein harmloser Jogger sein! Ein Kompromiss? Ich halte das eher für ein Sterben auf Raten.
Dass der Weg der kleinen Kompromisse in eine Sackgasse führt, haben viele begriffen. Noch längst aber nicht alle!
Die Frage, die sich mir stellt: Wie kommen wir aus dieser Misere wieder raus?
Dass Anspruchsdenken (der Hundesportler) und (legale) Möglichkeit im SD auseinanderdriften, haben wir hier im Forum erst kürzlich erlebt.
Einerseits gibt uns die PO vor, dass wir den Hunden im Training unter allen Umständen untersagen, woanders hin zu greifen, als in den Beißarm (da wir ja nur Beutespielchen machen :pf: ), andererseits wird vom Hund erwartet, dass er "ES" denn tun sollte, wenn er den Arm nicht bekommen kann. Hier wird nicht nur mittlerweile die PO ausgehebelt sondern es entstehen richtige Glaubenskriege, die dazu führen, dass eine LGA nicht mehr dem dient, was sie eigentlich mal war - ein Wettkampf der dazu dient, die besten Hundeführer einer Landesgruppe zu finden und jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben herauszufinden, wo er denn steht. (So etwas geht realistisch nur unter gleichen Bedingungen.) Nein! Es geht nur noch darum, ob Du ganz oben bist oder ganz unten. Eine Mitte gibt es nicht mehr! Mit dieser ideologischen Spaltung der Lager schüren wir selbst denen das Feuer, die von zwei Extremen reden: denen, die erfolgshungrig mit allen Mitteln ihre Sportgeräte tunen und denen, die angeblich den Hund als gleichberechtigten Partner betrachten. Dass dies nicht so ist, wird auch tunlichst übergangen.
Diese Polarisierung eignet sich hervorragend dazu, die vermeintlich "Eisenharten", "ewig Gestrigen" einzubremsen.
Thomas, Dein letzter Satz... ich wünschte, man könnte darauf vertrauen.
Deine Ausführungen und Gedanken sind völlig richtig. Aber: wen interessierts? Nur uns!, die wir in der Materie stecken. Aber doch ganz sicher nicht diejenigen, die diese hirnlosen Prüfungsordnungspunkte erstellen. Sicher, es ist nicht einfach, einen Kompromiss zu finden, der einerseits uns unseren Sport ermöglicht, andererseits die Angst der Bevölkerung vor wilden Bestien berücksichtigt.
Der bisher praktizierte Kompromiss ist doch bereits ein fauler! Da wird -belegt durch die vom SV in Auftrag gegebene Studie- unser Schutzdienst als Beutespielchen deklariert! Dass dabei auch Aggressionsbereiche angesprochen werden müssen, wird tunlichst verschwiegen. Der lange Gang war bis vor wenigen Jahren eine lange Flucht kombiniert mit einem Angriff des Helfers vor dem Anbiss, der nach meinem Dafürhalten noch eher auf die psychischen Eigenschaften des Hundes ansprach als das jetzige "Einholen" (was ja keins mehr ist). Es wurde mit der Begründung geändert, dass man keinen Hund auf einen wegrennenden Menschen "hetzen" darf. Es könnte ja auch ein harmloser Jogger sein! Ein Kompromiss? Ich halte das eher für ein Sterben auf Raten.
Dass der Weg der kleinen Kompromisse in eine Sackgasse führt, haben viele begriffen. Noch längst aber nicht alle!
Die Frage, die sich mir stellt: Wie kommen wir aus dieser Misere wieder raus?
Dass Anspruchsdenken (der Hundesportler) und (legale) Möglichkeit im SD auseinanderdriften, haben wir hier im Forum erst kürzlich erlebt.
Einerseits gibt uns die PO vor, dass wir den Hunden im Training unter allen Umständen untersagen, woanders hin zu greifen, als in den Beißarm (da wir ja nur Beutespielchen machen :pf: ), andererseits wird vom Hund erwartet, dass er "ES" denn tun sollte, wenn er den Arm nicht bekommen kann. Hier wird nicht nur mittlerweile die PO ausgehebelt sondern es entstehen richtige Glaubenskriege, die dazu führen, dass eine LGA nicht mehr dem dient, was sie eigentlich mal war - ein Wettkampf der dazu dient, die besten Hundeführer einer Landesgruppe zu finden und jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben herauszufinden, wo er denn steht. (So etwas geht realistisch nur unter gleichen Bedingungen.) Nein! Es geht nur noch darum, ob Du ganz oben bist oder ganz unten. Eine Mitte gibt es nicht mehr! Mit dieser ideologischen Spaltung der Lager schüren wir selbst denen das Feuer, die von zwei Extremen reden: denen, die erfolgshungrig mit allen Mitteln ihre Sportgeräte tunen und denen, die angeblich den Hund als gleichberechtigten Partner betrachten. Dass dies nicht so ist, wird auch tunlichst übergangen.
Diese Polarisierung eignet sich hervorragend dazu, die vermeintlich "Eisenharten", "ewig Gestrigen" einzubremsen.
Thomas, Dein letzter Satz... ich wünschte, man könnte darauf vertrauen.
MfG
Maik
Maik


