22-02-2008, 10:02
Hallo Ludger,
prinzipiell spricht nix dagegen daß Bänder, die teilweise angerissen bzw. wo abgerissen sind, von selbst wieder zusammen- bzw. anwachsen. Der Organismus besitzt auch für solche Verletzungen, wie z.B. auch bei Knochenbrüchen, eine enorme Selbstheilungskraft. Inzwischen operiert man ja auch beim Menschen nicht mehr jeden Bänderriss/-anriss, sondern läßt den Körper teilweise selbst diese Reparaturarbeit erledigen. Wichtig ist wohl in jedem Fall, wie der Schaden im Einzelfall ausschaut. Von daher spielt in so einen Fall die Erfahrung des Tierarztes auf diesem Gebiet eine große Rolle. Ich war mit meiner Hündin in einer privaten Kleintierklinik, in welcher mehrere Ärzte arbeiten mit relativ großer Erfahrung auf diesem Gebiet. Ein Tierarzt, der sich nicht so stark mit Erkrankungen/Verletzungen des Skelettapparates bei Hunden beschäftigt oder der schon lange praktiziert und deswegen aufgrund seiner Ausbildung auf dem Stand der Behandlungstechniken von vor 15 oder 20 Jahren steht, wird möglicherweise andere Behandlungsmethoden empfehlen als einer, der auf dem neusten Stand der Behandlungstechnik steht. Von daher würde ich den Hund einem Tierarzt ioder vielleicht sogar besser noch einem Physiotherapeuten vorstellen der sich mit so etwas wirklich gut auskennt. Und es kommt in Bezug auf den Erfolg der Behandlungen (egal ob der Hund operiert wird oder nur 2 bis 3 Monate strikte Ruhe verordnet bekommt) immer auch auf die begleitende Physiotherapie an!
Meine Hündin wurde nicht operiert. Da sie sehr lebhaft ist mußte sie 2 Monate strikt in die Box, um jegliches hektische Springen etc. zu vermeiden (im Haus geht sie über Tische und Bänke und im Zwinger macht sie am Tag ihre 20 bis 30 km, und das meisten davon hüpfend). Anfangs durfte sie nur an der kurzen Leine im Schritt laufen und pieseln, nach 4 Wochen habe ich sie zusätzlich 3 x am Tag für ca. 5 Minuten in Auslauf und Zwinger gelassen, aber ohne jegliche Anreize zum springen und hüpfen in der Nähe (= andere Hunde, die Katze etc. waren alle "unter Verschluß" in dieser Zeit). Und dann hab ich beim Schritt-Training halt darauf geachtet daß sie wirklich lange Schritte macht und das betroffene Bein genau so belastet wie die anderen drei. Und dabei nach Möglichkeit den natürlichen Bewegungsradius voll ausnutzt (damit sich nachwachsenden Körperfasern, die die fehlenden Teile vom Band ersetzen sollen, nicht an den falschen Stellen an- bzw. zusammenwachsen).
Ich hab erst mal jegliche Arbeit mit der Hündin zurückgestellt. Sie war 9 1/2 Monate alt als es passierte und ich wollte eigentlich gerade mit der Unterordnung beginnen. Nun ist sie so weit daß sie wieder am "normalen Leben" teilnimmt (= Aufenthalt im Zwinger, spazierengehen, wobei ich ganz wüstes Herumtoben mit den anderen Hunden bisher noch vermieden habe, sie läuft erst mal zusammen mit ihrer ruhigeren Großmutter). Der Unfall ist jetzt knapp 2 1/2 Monate her.
Grüße
Antje
prinzipiell spricht nix dagegen daß Bänder, die teilweise angerissen bzw. wo abgerissen sind, von selbst wieder zusammen- bzw. anwachsen. Der Organismus besitzt auch für solche Verletzungen, wie z.B. auch bei Knochenbrüchen, eine enorme Selbstheilungskraft. Inzwischen operiert man ja auch beim Menschen nicht mehr jeden Bänderriss/-anriss, sondern läßt den Körper teilweise selbst diese Reparaturarbeit erledigen. Wichtig ist wohl in jedem Fall, wie der Schaden im Einzelfall ausschaut. Von daher spielt in so einen Fall die Erfahrung des Tierarztes auf diesem Gebiet eine große Rolle. Ich war mit meiner Hündin in einer privaten Kleintierklinik, in welcher mehrere Ärzte arbeiten mit relativ großer Erfahrung auf diesem Gebiet. Ein Tierarzt, der sich nicht so stark mit Erkrankungen/Verletzungen des Skelettapparates bei Hunden beschäftigt oder der schon lange praktiziert und deswegen aufgrund seiner Ausbildung auf dem Stand der Behandlungstechniken von vor 15 oder 20 Jahren steht, wird möglicherweise andere Behandlungsmethoden empfehlen als einer, der auf dem neusten Stand der Behandlungstechnik steht. Von daher würde ich den Hund einem Tierarzt ioder vielleicht sogar besser noch einem Physiotherapeuten vorstellen der sich mit so etwas wirklich gut auskennt. Und es kommt in Bezug auf den Erfolg der Behandlungen (egal ob der Hund operiert wird oder nur 2 bis 3 Monate strikte Ruhe verordnet bekommt) immer auch auf die begleitende Physiotherapie an!
Meine Hündin wurde nicht operiert. Da sie sehr lebhaft ist mußte sie 2 Monate strikt in die Box, um jegliches hektische Springen etc. zu vermeiden (im Haus geht sie über Tische und Bänke und im Zwinger macht sie am Tag ihre 20 bis 30 km, und das meisten davon hüpfend). Anfangs durfte sie nur an der kurzen Leine im Schritt laufen und pieseln, nach 4 Wochen habe ich sie zusätzlich 3 x am Tag für ca. 5 Minuten in Auslauf und Zwinger gelassen, aber ohne jegliche Anreize zum springen und hüpfen in der Nähe (= andere Hunde, die Katze etc. waren alle "unter Verschluß" in dieser Zeit). Und dann hab ich beim Schritt-Training halt darauf geachtet daß sie wirklich lange Schritte macht und das betroffene Bein genau so belastet wie die anderen drei. Und dabei nach Möglichkeit den natürlichen Bewegungsradius voll ausnutzt (damit sich nachwachsenden Körperfasern, die die fehlenden Teile vom Band ersetzen sollen, nicht an den falschen Stellen an- bzw. zusammenwachsen).
Ich hab erst mal jegliche Arbeit mit der Hündin zurückgestellt. Sie war 9 1/2 Monate alt als es passierte und ich wollte eigentlich gerade mit der Unterordnung beginnen. Nun ist sie so weit daß sie wieder am "normalen Leben" teilnimmt (= Aufenthalt im Zwinger, spazierengehen, wobei ich ganz wüstes Herumtoben mit den anderen Hunden bisher noch vermieden habe, sie läuft erst mal zusammen mit ihrer ruhigeren Großmutter). Der Unfall ist jetzt knapp 2 1/2 Monate her.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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