19-10-2006, 12:10
Hallo!
Ironie an: Bekommt man eigentlich Punktabzug, wenn man dem Hund das Verweisen der Gegenstände nicht mit Clicker gelernt hat, sondern auf ganz konventionelle alte Art über z.B. "Platz" und Lob? Ironie aus.
Spaß beiseite. Wenn ich das mit dem Clickern richtig verstanden habe, ist ein wesentliches Merkmal des Clickertrainings, dass der Hund in seinem Verhalten nicht verbal und manuell beeinflusst, nicht berührt oder korrigiert wird. Er kann jedes Verhalten zeigen, wird aber nur für ein bestimmtes Verhalten bestärkt. Diese Bestärkung besteht aus dem Click und der folgenden Belohnung. Dabei erhält der Click eine ganz bestimmte Bedeutung, er stellt den sogenannten konditionierten Bestärker dar. Durch unmittelbares Clicken vor der eigentlichen Belohnung erfährt der Hund exakt, wofür er die Belohnung erhält. Der Click vermittelt dem Hund eindeutig, dass er für das, was er gerade tut, eine Belohnung bekommt.
Das heißt nun für das Verweisen eines Gegenstandes in der Platzlage, dass ich jedes Verhalten mit einem Click und einer Belohnung bestätige, das mich dem Platz näher bringt. Zeit darf hierbei keine Rolle spielen. Wann der Hund schließlich richtig verweist, ist deshalb nicht definiert. Es könnte rein theoretisch auch sein, dass der Hund dieses Verhalten nie zeigt.
Weil jedoch niemand so lange Zeit hat, wandeln die meisten das "Lernen am Erfolg" mehr oder weniger leicht ab, indem sie dem Hund die Möglichkleit des Erfolgs in irgend einer Form vorgeben.
Na ja, und ich wandle das halt für meinen Hund dahingehend ab, dass ich mich bei seinem allerersten Gegenstand vor ihn und den Gegenstand hinknie, meine mit Futter gefüllten Hände geschlossen ganz tief am Boden halte, und dem Hund damit zeige, dass er das Futter bekommt, wenn er mit seinem Kopf ganz tief zu meinen Händen runterkommt. Da diese statische Haltung - Schnauze tief am Boden, Hintergestell oben - auf Dauer für den Hund nicht angenehm ist, wird , bzw. hat sich bisher auch der hintere Teil nach unten bewegt. Diese Bewegeung habe ich mit einem Kommando "Platz", das er schon kannte, verbunden und dann gab es den ganzen Haufen Futter aus meinen Händen.
Bisher hat das immer ganz gut geklappt, und ich werde auch in Zukunft nicht darauf warten, dass mir mein Hund irgendwann einmal zeigt, dass er geneigt ist, sich am Gegenstand hinzulegen.
Aber jeder kann das natürlich halten, wie er will.
Servus Walter
Ironie an: Bekommt man eigentlich Punktabzug, wenn man dem Hund das Verweisen der Gegenstände nicht mit Clicker gelernt hat, sondern auf ganz konventionelle alte Art über z.B. "Platz" und Lob? Ironie aus.
Spaß beiseite. Wenn ich das mit dem Clickern richtig verstanden habe, ist ein wesentliches Merkmal des Clickertrainings, dass der Hund in seinem Verhalten nicht verbal und manuell beeinflusst, nicht berührt oder korrigiert wird. Er kann jedes Verhalten zeigen, wird aber nur für ein bestimmtes Verhalten bestärkt. Diese Bestärkung besteht aus dem Click und der folgenden Belohnung. Dabei erhält der Click eine ganz bestimmte Bedeutung, er stellt den sogenannten konditionierten Bestärker dar. Durch unmittelbares Clicken vor der eigentlichen Belohnung erfährt der Hund exakt, wofür er die Belohnung erhält. Der Click vermittelt dem Hund eindeutig, dass er für das, was er gerade tut, eine Belohnung bekommt.
Das heißt nun für das Verweisen eines Gegenstandes in der Platzlage, dass ich jedes Verhalten mit einem Click und einer Belohnung bestätige, das mich dem Platz näher bringt. Zeit darf hierbei keine Rolle spielen. Wann der Hund schließlich richtig verweist, ist deshalb nicht definiert. Es könnte rein theoretisch auch sein, dass der Hund dieses Verhalten nie zeigt.
Weil jedoch niemand so lange Zeit hat, wandeln die meisten das "Lernen am Erfolg" mehr oder weniger leicht ab, indem sie dem Hund die Möglichkleit des Erfolgs in irgend einer Form vorgeben.
Na ja, und ich wandle das halt für meinen Hund dahingehend ab, dass ich mich bei seinem allerersten Gegenstand vor ihn und den Gegenstand hinknie, meine mit Futter gefüllten Hände geschlossen ganz tief am Boden halte, und dem Hund damit zeige, dass er das Futter bekommt, wenn er mit seinem Kopf ganz tief zu meinen Händen runterkommt. Da diese statische Haltung - Schnauze tief am Boden, Hintergestell oben - auf Dauer für den Hund nicht angenehm ist, wird , bzw. hat sich bisher auch der hintere Teil nach unten bewegt. Diese Bewegeung habe ich mit einem Kommando "Platz", das er schon kannte, verbunden und dann gab es den ganzen Haufen Futter aus meinen Händen.
Bisher hat das immer ganz gut geklappt, und ich werde auch in Zukunft nicht darauf warten, dass mir mein Hund irgendwann einmal zeigt, dass er geneigt ist, sich am Gegenstand hinzulegen.
Aber jeder kann das natürlich halten, wie er will.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu

