20-03-2021, 10:03
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190981#post190981 schrieb:Hallo Uwe,Moin,
ich finde, mit einer solchen Aussage lehnst Du Dich aber sehr weit aus dem Fenster. Der HF muss sich sehr wohl kümmern, denn wir reden hier nicht über ein Auto, sondern über ein Lebewesen, das einem auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Die wichtigste Aufgabe des HF ist es, sich um seinen Hund bzw. sein Wohlergehen zu bemühen, will heißen, er hat die Pflicht, Ansagen von außen zu reflektieren und für sich selbst zu bewerten.
natürlich muss sich der HF kümmern, gar keine Frage. Aber je höher die Ausbildungsqualität kommt, je höher das Ziel ist umso mehr muss man jemanden haben, als Anfänger, der einem sagt wie man das regelt und welche Schritte folgen. Natürlich muss sich der HF damit auseinandersetzen und versuchen die Wege zu verstehen! Deshalb bei uns immer reden über das Ziel und über einzelne Schritte....aber gerade viele Anfänger verstehen das doch zumindest anfänglich überhaupt nicht!
Wie sieht denn die Praxis aus?
Da kommt HF Anton auf den Platz und möchte wissen wie sein Hund "hört" oder HF Anton kommt zum "Erfolgreichen" weil sein Hund völlig verkorkst ist (haben sich schon einige daran versucht) und möchte zur LGA. Nun will er die Probleme gefixt haben.
Schön wäre es ja, wenn der HF sich bildet bevor er einen Hund hat! Dazu hat man es ja auch nicht immer mit angehenden "Professoren" zu tun, die alle Ansagen relektieren und bewerten. Schön wäre es
Ich habe da in über 40 Jahren einiges erlebt
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190981#post190981 schrieb:Es irritiert mich an der gesamten Diskussion ein wenig, dass sich wie ein leicht rosa Faden immer wieder der "echte" Hund durch die Debatte zieht und als Grund dafür angeführt wird, dass man ohne gewisse Mittel eben doch nicht zum Ziel kommt. Zum Diensthundebereich fehlt mir da der Zugang, das ist nie meine Baustelle gewesen. Aber wir sprechen ja doch hier über den GebrauchshundeSPORT, und da, denke ich, sollte man sich sehr genau überlegen, ob der Zweck (in dem Moment die Befriedigung des eigenen Ehrgeizes) die Mittel (tierschutzwidrige Ausbildung) heiligtLetztendlich muss man ja diese Mittel anwenden, die im jeweiligen Land legal sind um sich nicht im Gesetz zu verfangen! Über alles andere brauchen wir nicht reden...Natürlich sollte im Idealfall jeder HF und sein Team überlegen, ob man mit jedem Hund um jeden Preis etwas erreichen will? Letztendlich trifft der HF die finale Entscheidung dazu. Aber wo fängt das an, wo hört es auf?
1. den verkorksten Hund zu richten?
2. seinen Ehrgeiz über den Hund befriidigen?
3. dem "Ausstellungshund" überhaupt zum Sport zu zwingen, weil man eine Prüfung braucht?
Bei mir hört es da auf, wo ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann oder wo es tierschutzrelevant für mich wird!
Margit M,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190985#post190985 schrieb:Wenn es um die Ausbildung des eigenen Hundes geht, erwarte ich von jedem, dass er sich auch selbst Gedanken macht. Klar kann der Anfänger nicht von Anfang alles selbst wissen, aber wenn er sich nicht selbst Gedanken macht, wird er es auch nicht lernen.Ja, 100% Zustimmung! Leider sieht die Praxis anders aus! Glaube es mir. Wissen muss man sich erarbeiten über Jahre und dann kommt es trotzdem immer wieder anders! Ideal wäre 1 Jahr Theorie, bevor man einen "Sporthund" / Jagdhund kauft
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190988#post190988 schrieb:Aber wer braucht denn einen Hundeolatz, wenn er sowieso schon gut vorgebildet ist? Der Platz dient m.M. nach eher zur Kontrolle. Ausgebildet wird zu Hause. Was sind 10 Minuten pro Sparte 2x die Woche gegen 7/24?So ist es im Idealfall
Margit M,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190989#post190989 schrieb:An dem Punkt erwarte ich, dass auch ein Anfänger den Mumm hat das auszusprechen und von den Ausbildern erwarte ich, dass sie die Bedenken ernst nehmen und mit dem Neuling ein für ihn und den Hund passendes Konzept erarbeiten.Hmmm...hohe Erwartungen! Also wenn der Professor etwas in den Raum stellt was der Student im 1. Semester nicht versteht dann soll er "gegen" den Prof votieren? Wäre toll, ist aber lebensfremd. Wissen ist ein Prozess, der sehr langsam wächst
Wie sieht das in der Praxis aus? Kommt der anfänger zum "Profi" und arbeitet und diskutiert dann stundenlang über den "Ausbildungsweg" des "Profis" wird man sich meist eher trennen, als das zu reflektieren. Aber jeder, auch der Profi sollte ein offenes Ohr für jeden haben...bis zu einem bestimmten Punkt! Denn Zeit ist ein wichtiges Kriterium. Und wenn man mit jeden stundenlang diskutieren soll, anstatt zu arbeiten ist die Übungszeit schnell um
Manny K,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190990#post190990 schrieb:Vor der Ausbildung des Hundes steht die des HF ! Marionetten gibts schon genug...Ja, absolut richtig...aber Praxisfremd!
Selbstverständlich kann man sich Hilfe holen aber Entscheidungsträger und Verantwortlicher bleibt der HF innerhalb seines Teams alleine
Idealerweise kommt HF anton im Vorfeld des Hundekaufs zu verschiedenen Vereinen schaut sich die Leute und Konzepte an und rdet über seine Ziele und Vorstellungen...findet er den richtigen Verein empfielt ihm dort ein "Gelehrter" noch einen Züchter, wo er seinen Welpen kauft. Dann baut man das Ding von anfang an zusammen auf.
In der Praxis kommt Anton mit einem "Junghund" und will das der "hört", dass der eine Prüfung macht usw. sein Wissen ebschränkt sich meist auf die Seite wo das Futter rein und raus kommt!
Oder er kommt mit einem verbogenen Hund der schon in 3 Vereinen und bei 7 Seminaren war und möchte das du das Tier fixt
Margit M,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190993#post190993 schrieb:Ich setze da zuallererst mal gesunden Menschenverstand voraus, den muss man ja nicht zwangsläufig vor dem Vereinsgelände im Auto lassen.Menschenverstand ersetzt aber nicht erarbeitetes Wissen
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190996#post190996 schrieb:Anders herum wird doch ein Schuh draus: Warum wehrt man sich im IGP Hundesport so sehr gegen ein Hinterfragen von außén / von Anfängern?Man wehrt sich nicht...aber langjährig erarbeitetes Wissen, dass auch funktioniert, muss man sich von "Anfängern" auch nicht zerreden lassen. Weil es meist nichts bringt...allerdings sollte jeder ein offenen Ohr haben
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191000#post191000 schrieb:Kannst du mir nun noch einmal konkret erklären an welchen Hürden die "kleinen Mädchen" in Sport und Dienst scheitern und wie man diese dann "gerade biegt"? Die Diensthundeführerinnen, die ich so kenne, stehen in Durchsetzungsfähigkeit gegenüber Mensch und Hund ihren männlichen Kollegen in keinster Weise nach.Also wir haben da schon manchmal Probleme mit manchen Diensthundeführern*innen, die sich nicht durchsetzen können / wollen. aber das hat mit dem Sport nichts zu tun. Ist ja schon körperlich oft schwierig, wenn Hund 40 Kg und HF´in 45 kg hat und "Hundchen" nicht so möchte wie HF!
Aber sind halt Ausnahmen und wir werden das Diensthundewesen jetzt hier nicht reinbringen
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191000#post191000 schrieb:Bzw. erhoffe ich mir immernoch eine konkrete Antwort auf die Frage, was ein "kleines Mädchen" nun abgesehen der körperlichen Voraussetzung zur physischen Gewalt nun vom "alten weißen Mann" in der Fähigkeit mit den "echten" Hunden umzugehen unterscheidet.Erfahrung / Wissen...etwas um das es seit 1 Million Jahren geht und nicht nur im Hundesport!
Das Küken weiß i.d.R. weit weniger als die Henne. deshalb ist der "alte weise Mann" im Vorteil, auch wenn das viele Beginner nicht hören wollen. es ändert nichts an den Tatsachen
beste Grüße
Uwe
Uwe

