18-03-2021, 18:03
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190946#post190946 schrieb:Dann kommen wir zu unseren Vorzeigesportlern, die überall weltweit Seminare gegen gutes Geld geben. Fuchs, Scherk, Scherkl, Buss, Zank, yni. Hier hat sich doch schon ein regelrechter Erfolgsdruck eingestellt, da diese Ausbilder doch längst ihre normale Tätigkeit zum Broterwerb aufgegeben oder zurückgeschraubt haben, da sie mit dem Geben von Seminaren nicht nur weltweit herumkommen und den Arsch gepudert bekommen, sondern darüber hinaus ein nettes Auskommen beziehen. Ich weiß ja nicht, was derzeit von den Seminarleitern für Kurse aufgerufen werden, aber vor 10 Jahren waren das auch mal schnell 2 bis 3k Euro für ein Zweitagesseminar. Und wenn sich hier erstmal ein Automatismus eingestellt hat, möchte man sicher nicht auf diesen doch recht wenig aufwendigen Nebenerwerb verzichten. Ergo ist man nun gezwungen Erfolg zu haben, da die Seminare doch nur für teures Geld besucht werden, wenn man entsprechend im Rampenlicht steht.
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190946#post190946 schrieb:Für mich sind Zucht und Sport und damit eben auch das liebe Geld derzeit sehr eng (um nicht zu sagen viel zu eng) miteinander verstrickt. Das führt manchmal zu komischen auswüchsen, wo Züchter als Richter dann ihre eigne Nachzucht beurteilen, wo Hunden Titel von Richtern zugesprochen werden und genau dieser Hund plötzlich alle Zuchthündinnen und in Zuchtmiete genommenen Hündinnen (min. 6 an der Zahl) des züchtenden Richters deckt, wo Freitags unter striktem Videografierverbot mit Zuschauerausschluss Zuchttauglichkeitsprüfungen abgehalten werden. Weist man den VDH auf eine solche Ämterkollision und in Ansätzen Korruption hin, negiert man die eigene Zuständigkeit und verweist an den Rassehundverband, wo (oh Wunder) diese unsägliche Person natürlich im Präsidium sitzt und damit über das eigene Wohl und Wehe entscheidet. Geld und Macht.das ist ja an Pauschalitäten kaum zu überbieten.
Was spricht denn dagegen, wenn Hundler ihr Wissen gegen Geld weitergeben?
Es scheint ja so zu sein, dass diese Hundler eingeladen werden und dies aus bestimmten Gründen. Kein Seminargebender kann sich ja letztlich selbst einladen.
Wie war es denn vor zig Jahren; da wurde ein Hundler als Seminarist für kleines Geld eingeladen, die Vereine nahmen dann richtig Kohle vom Teilnehmenden, der Seminargebende wurde ausgelutscht und der Verein machte Kasse. Das dies bei den Seminargebenden nicht auf Zustimmung stieß, ist doch wohl klar.
In anderen Bereichen verdienen auch Menschen Geld, die ihr Wissen weiter geben; sogar deutlich mehr. Ich finde, dass da überhaupt nichts anrüchiges dabei ist und jeder die Möglichkeit hat, es ebenso zu tun. Nur fehlt da meist das Wissen.
Seien wir doch froh, dass Wissen weiter gegeben wird und so auch andere davon profitieren können. Jeder kann sich doch freiwillig aussuchen bei wem er ein Seminar besuchen möchte.
Auch denke ich nicht, dass nun jeder Hundler, der seinen Hund sehr gut ausbildet und sehr gute Resultate und Platzierungen erzielt, seinen Hund schlecht behandelt oder gar als "Gerät" betrachtet.
Und ja, es gibt natürlich auch negative Aspekte, wie wir ja gerade sehen. Das sollte allerdings nicht pauschal über alle guten Hundesportler ausgeschüttet werden.
Wer kann mir denn mal erklären, wann eine positive Strafe (wir sagen ja immer, dass es nicht ohne geht) im Hundesport in welchem Maße am Hund gerechtfertigt ist?
Ist sie überhaupt zu rechtfertigen?
Wo ist dann die Grenze zu dem nicht mehr akzeptablem?
Bye Uwe

