15-03-2021, 14:03
Moin zusammen,
mittlerweile finden hier ja fast 3 Paralleldiskussionen statt, die sich eigentlich mit einem, wie ich finde, doch komplexen Thema beschäftigt.
Ausgehend von dem Fernsehbericht in Finnland und schon entsprechenden Rückmeldungen einzelner Verbände, bis hin jetzt zum Rücktritt eines doch sehr prominenten Funktionärs, darüber Fragen über Ausbildung und die Funktion des Hundes für den einzelnen.
Ingrid schrieb von einer Zusammenkunft der nordischen Ländern bzgl. des Gebrauchshundesportes, und auch, dass es in Holland bzgl. des KNVPs einiges durch die Medien geht. Dieses ihrer Meinung nach wohl eher zufällig jetzt in der Summe.
Ich frage mich, warum das eigentlich so ist.
Liegt die Aufgabenstellung der einzelnen Sparten tatsächlich so, dass darüber Hunde erzeugt werden, die dann den gezeigten Umgang und Ausbildungsweg begründen, damit man „oben“ mitmischen kann? Und wo liegt „Oben“? Manchmal habe ich das Gefühl, dass son Welpe schon genetisch 300 Punkte hat und man nur gegen Entwertungen anarbeiten muss. Er wird schnell zu einer Reiz-Reaktionsmaschine, wo man nur bestimmte Hebel bedienen muss.
Sollte man sich nicht mal Gedanken darüber machen, ob, und grade in den Beißarbeiten im IPG dieser Fokus z.B. auf die Aggression nicht auch einen sehr großen Part ausmacht? Im Ergebnis doch sogar oftmals mehr Schein als Sein. Griffe sind zwar oftmals genetisch gefestigt, aber in den Nichtbeißphasen wird der etwas schwächere Hund hochgefeuert. Mit entsprechenden Korsett dann ein doch /Ironie an - vorzügliches - Ironie aus / Ergebnis.( wenn es nicht so traurig wäre)
Manny K schrieb, dass es mittlerweile so ist, dass die Sportler das Zuchtziel bestimmen, nicht die Züchter den Gebrauchwert im Auge behalten. ...Gute Fresser und Spieler...
Gute Fresser und Spieler ist ja aber nicht alles. Wenn dem so wäre, dann würden wir tatsächlich reine Egoisten erzeugen, die nur für Bezahlung arbeiten. Es gibt ja viele, die Hunde so sehen. Ursache und Wirkung. Hier vielleicht auch die Frage nach Moral und Ethik im Umgang.
Würden sich die Aufgabenstellungen der Sparten ändern, dann würde auch ein anderer Typ Hund verlangt werden. Und ein anderer Typ Hund verlangt auch, selbst wenn die Lerngesetze gleich sind, einen anderen Umgang. Hat nichts mit „Klug“, „dumm“, „Befehlsempfänger“ oder „Authist“ bei Hunden zu tun. Man arbeitet einfach am Hund vorbei, wenn es nicht klappt.
Ausbilden muss man trotzdem irgendwie alles, was an Aufgabenstellung gefordert wird, aber über die Furcht des Hundes kann keine Option sein.
Und das, was der IGP zeigt, unabhängig meiner Einstellung dazu, das muss man in dieser Perfektion erstmal ausbilden können. Hut ab, was die Hunde leisten, noch mehr Hut ab vor den Hundeführern, die ihre Hunde dabei auch leben und eine Symbiose erkennen lassen.
Und das gilt für mich für jede Sparte.
Mich würde interessieren, wie andere das sehen.
Langer Text, aber irgendwie liegt m.M. nach hier der Lösungsansatz.
Gruß Reinhard
mittlerweile finden hier ja fast 3 Paralleldiskussionen statt, die sich eigentlich mit einem, wie ich finde, doch komplexen Thema beschäftigt.
Ausgehend von dem Fernsehbericht in Finnland und schon entsprechenden Rückmeldungen einzelner Verbände, bis hin jetzt zum Rücktritt eines doch sehr prominenten Funktionärs, darüber Fragen über Ausbildung und die Funktion des Hundes für den einzelnen.
Ingrid schrieb von einer Zusammenkunft der nordischen Ländern bzgl. des Gebrauchshundesportes, und auch, dass es in Holland bzgl. des KNVPs einiges durch die Medien geht. Dieses ihrer Meinung nach wohl eher zufällig jetzt in der Summe.
Ich frage mich, warum das eigentlich so ist.
Liegt die Aufgabenstellung der einzelnen Sparten tatsächlich so, dass darüber Hunde erzeugt werden, die dann den gezeigten Umgang und Ausbildungsweg begründen, damit man „oben“ mitmischen kann? Und wo liegt „Oben“? Manchmal habe ich das Gefühl, dass son Welpe schon genetisch 300 Punkte hat und man nur gegen Entwertungen anarbeiten muss. Er wird schnell zu einer Reiz-Reaktionsmaschine, wo man nur bestimmte Hebel bedienen muss.
Sollte man sich nicht mal Gedanken darüber machen, ob, und grade in den Beißarbeiten im IPG dieser Fokus z.B. auf die Aggression nicht auch einen sehr großen Part ausmacht? Im Ergebnis doch sogar oftmals mehr Schein als Sein. Griffe sind zwar oftmals genetisch gefestigt, aber in den Nichtbeißphasen wird der etwas schwächere Hund hochgefeuert. Mit entsprechenden Korsett dann ein doch /Ironie an - vorzügliches - Ironie aus / Ergebnis.( wenn es nicht so traurig wäre)
Manny K schrieb, dass es mittlerweile so ist, dass die Sportler das Zuchtziel bestimmen, nicht die Züchter den Gebrauchwert im Auge behalten. ...Gute Fresser und Spieler...
Gute Fresser und Spieler ist ja aber nicht alles. Wenn dem so wäre, dann würden wir tatsächlich reine Egoisten erzeugen, die nur für Bezahlung arbeiten. Es gibt ja viele, die Hunde so sehen. Ursache und Wirkung. Hier vielleicht auch die Frage nach Moral und Ethik im Umgang.
Würden sich die Aufgabenstellungen der Sparten ändern, dann würde auch ein anderer Typ Hund verlangt werden. Und ein anderer Typ Hund verlangt auch, selbst wenn die Lerngesetze gleich sind, einen anderen Umgang. Hat nichts mit „Klug“, „dumm“, „Befehlsempfänger“ oder „Authist“ bei Hunden zu tun. Man arbeitet einfach am Hund vorbei, wenn es nicht klappt.
Ausbilden muss man trotzdem irgendwie alles, was an Aufgabenstellung gefordert wird, aber über die Furcht des Hundes kann keine Option sein.
Und das, was der IGP zeigt, unabhängig meiner Einstellung dazu, das muss man in dieser Perfektion erstmal ausbilden können. Hut ab, was die Hunde leisten, noch mehr Hut ab vor den Hundeführern, die ihre Hunde dabei auch leben und eine Symbiose erkennen lassen.
Und das gilt für mich für jede Sparte.
Mich würde interessieren, wie andere das sehen.
Langer Text, aber irgendwie liegt m.M. nach hier der Lösungsansatz.
Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...

