17-08-2016, 22:08
Hallo Frank,
ich denke, dass Zwang nicht gleich Zwang ist. Es besteht für mich ein Unterschied, ob ich die Führung übernehme, oder ob ich einfach meine Macht in einer völlig überzogenen Art und Weise demonstrieren will. Beispiel: In dem ersten Hundeplatz gab es einen für für sehr unerfreulichen Vorfall. Gino saß vor der Hürde und hätte springen sollen. Just in dem Moment kommt eine Frau mit ihrem Beagelerüden, welcher mit hoch erhobener Rute außen am Zaun entlang ging. Und eas tat mein junger Mann? Genau - er rannte zum Zaun, stänkerte und kam nicht. Ich wollte ihn zurückholen, doch ein Sportler war schneller. Er rannte zu Gino, hob ihn am Halsband hoch und begann mit ihm über das Gelände zu gehen. Gino zappelte, wie ein Fisch an der Angel, und versuchte, loszukommen. Er versuchte zuzubeißen, was den Mann zur Weißglut brachte. Er begann auf Gino's Maul einzuschlagen, was diesen dermaßen erboste, dass er zubiß. Lange Rede - kurzer Sinn. Der Hund hustete, war außer sich, der Mann zerkratzt und war leicht gebissen worden. Das spielte sich innerhalb von Sekunden ab.
Wenn das Zwang ist, lehne ich es zu absolut ab, denn gebracht hat es Nichts. Ich halte auch Nichts davon, einem Hund das lebensnotwendige Futter zu verwehren oder ihn nur im Zwinger zu isolieren, damit er besser arbeitet, da ich der Überzeugung bin, dass Angst keine gute Trainingsgrundlage ist. Ohne eine Vertrauensbasis klappt die gemeinsame Arbeit nicht. Der Hund darf mich nicht als Gegner für seine eigenes Überleben wahrnehmen, als übergeordnete Person schon.
Doch was ich genauso ablehne ist dieser humane Gedanke, dass der Hund der bessere Mensch sei und deshalb keinerlei Einschränkung erfahren darf. Und genau da liegt der Hase begraben. Der heutige Mensch hat nur noch die Pflicht all das zu tun, damit es seinem Hund 'gut geht': Der Hund, als das bleibende, hilflose Kimd, erfährt im Übermaß all die Liebe und Fürsorge, welche einem Säugling zusteht. Wie wahnsinnig dieses Denken ist begriff ich dadurch, dass meine Vorgängerhunde leider alle nicht gesund waren. Tierärzte sind definitiv Kinderärzte. Die medizinische Betreuung für unsere Hunde ist ein unerreichbarer Traum für sehr viele Menschen in Drittländern. Das beinhaltet auch die 'Psychologische Betreuung' . Es gibt Nichts, was es nicht gibt.
Meiner Meinung nach gibt es deshalb soviele Probleme, da die Hundehalter ihre Tiere nicht artgerecht halten. Ein Herdenschutzhund ist nun einmal kein Retriever. Und ein Jack Rusell kein Zwergpudel. Ein DSH ist kein Labrador und dieser ist kein Cane Corso. Der heutige Hund ist ein Statussymbol wie ein Mercedes Benz. Er muss genauso gut gebildet sein, wie die Kinder, mit Abitur und anschließendem Studium. Das kann nicht gut gehen.
Doch ist es ein erträglicher Wirtschaftszweig geworden. Meine Erfahrungen gehen dahin, dass eine ruhige, konsequente Führung mehr bewirken, als den gesamten Monatslohn zu irgendwelchen Spezialisten zu tragen. Und das das Internet diesbezüglich Gift ist, da nur noch gegoogelt wird, statt an der Mensch-Hund-Beziehung zu arbeiten.
Ich persönlich habe auch meine Erfahrungen gemacht mit diesem völlig verfehlten humanen Denken. Nein, ein Hund muss weder gewürgt, noch geschlagen werden. Doch er muss wissen, wo seine Grenzen sind und das es Konsequenzen gibt, wenn diese überschritten werden.
Und der Mensch muss begreifen, dass ein Hund niemals ein Mensch wird sein können.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
ich denke, dass Zwang nicht gleich Zwang ist. Es besteht für mich ein Unterschied, ob ich die Führung übernehme, oder ob ich einfach meine Macht in einer völlig überzogenen Art und Weise demonstrieren will. Beispiel: In dem ersten Hundeplatz gab es einen für für sehr unerfreulichen Vorfall. Gino saß vor der Hürde und hätte springen sollen. Just in dem Moment kommt eine Frau mit ihrem Beagelerüden, welcher mit hoch erhobener Rute außen am Zaun entlang ging. Und eas tat mein junger Mann? Genau - er rannte zum Zaun, stänkerte und kam nicht. Ich wollte ihn zurückholen, doch ein Sportler war schneller. Er rannte zu Gino, hob ihn am Halsband hoch und begann mit ihm über das Gelände zu gehen. Gino zappelte, wie ein Fisch an der Angel, und versuchte, loszukommen. Er versuchte zuzubeißen, was den Mann zur Weißglut brachte. Er begann auf Gino's Maul einzuschlagen, was diesen dermaßen erboste, dass er zubiß. Lange Rede - kurzer Sinn. Der Hund hustete, war außer sich, der Mann zerkratzt und war leicht gebissen worden. Das spielte sich innerhalb von Sekunden ab.
Wenn das Zwang ist, lehne ich es zu absolut ab, denn gebracht hat es Nichts. Ich halte auch Nichts davon, einem Hund das lebensnotwendige Futter zu verwehren oder ihn nur im Zwinger zu isolieren, damit er besser arbeitet, da ich der Überzeugung bin, dass Angst keine gute Trainingsgrundlage ist. Ohne eine Vertrauensbasis klappt die gemeinsame Arbeit nicht. Der Hund darf mich nicht als Gegner für seine eigenes Überleben wahrnehmen, als übergeordnete Person schon.
Doch was ich genauso ablehne ist dieser humane Gedanke, dass der Hund der bessere Mensch sei und deshalb keinerlei Einschränkung erfahren darf. Und genau da liegt der Hase begraben. Der heutige Mensch hat nur noch die Pflicht all das zu tun, damit es seinem Hund 'gut geht': Der Hund, als das bleibende, hilflose Kimd, erfährt im Übermaß all die Liebe und Fürsorge, welche einem Säugling zusteht. Wie wahnsinnig dieses Denken ist begriff ich dadurch, dass meine Vorgängerhunde leider alle nicht gesund waren. Tierärzte sind definitiv Kinderärzte. Die medizinische Betreuung für unsere Hunde ist ein unerreichbarer Traum für sehr viele Menschen in Drittländern. Das beinhaltet auch die 'Psychologische Betreuung' . Es gibt Nichts, was es nicht gibt.
Meiner Meinung nach gibt es deshalb soviele Probleme, da die Hundehalter ihre Tiere nicht artgerecht halten. Ein Herdenschutzhund ist nun einmal kein Retriever. Und ein Jack Rusell kein Zwergpudel. Ein DSH ist kein Labrador und dieser ist kein Cane Corso. Der heutige Hund ist ein Statussymbol wie ein Mercedes Benz. Er muss genauso gut gebildet sein, wie die Kinder, mit Abitur und anschließendem Studium. Das kann nicht gut gehen.
Doch ist es ein erträglicher Wirtschaftszweig geworden. Meine Erfahrungen gehen dahin, dass eine ruhige, konsequente Führung mehr bewirken, als den gesamten Monatslohn zu irgendwelchen Spezialisten zu tragen. Und das das Internet diesbezüglich Gift ist, da nur noch gegoogelt wird, statt an der Mensch-Hund-Beziehung zu arbeiten.
Ich persönlich habe auch meine Erfahrungen gemacht mit diesem völlig verfehlten humanen Denken. Nein, ein Hund muss weder gewürgt, noch geschlagen werden. Doch er muss wissen, wo seine Grenzen sind und das es Konsequenzen gibt, wenn diese überschritten werden.
Und der Mensch muss begreifen, dass ein Hund niemals ein Mensch wird sein können.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy


