15-05-2014, 12:05
Uwe Junker,'index.php?page=Thread&postID=157365#post157365' schrieb:ist es denn nicht auch so, dass bei der Auswahl nach genetischen Merkmalen, die nicht Krankheitsbehaftet sind, die Leistungsmerkmale dabei in den Hintergrund treten müssten?
Ein "toller" Rüde, leider genetisch belastet....sein nicht "toller" Bruder, genetisch ok......was bedeutet dies dann ??????
Es gibt doch aber nicht nur die Kombination " "toller" Rüde, leider genetisch belastet....sein nicht "toller" Bruder, genetisch ok". Ist es nicht manchmal so dass tolle Hunde auch tolle Geschwister haben? Die man nur nicht kennt? Weil ein Hund z.B. bei einem nicht so talentierten HF steht und nur Prüfungen auf Ortsgruppenebene gelaufen ist?
Dadurch, dass ein Rüde für meine Hündin genetisch nicht passt, werden ich, wenn mich dessen Blutführung trotzdem interessiert, dazu animiert mich in seinem familiären Umfeld näher umzusehen und mir vielleicht auch mal einen IPO1-Rüden anzugucken, für den ich ansonsten nicht 500 km gefahren wäre. Weil ich überhaupt nicht auf ihn aufmerksam geworden wäre wenn ich seinen Bruder zum Decken genommen hätte.
Und selbst wenn ein Hund wirklich spitzenmässige Veranlagungen besitzt, während ein Bruder vielleicht nur ein "normaler" Hund ist mit soliden Gebrauchshundeigenschaften: Wer der bessere Vererber der beiden sein wird, das wird erst deren Nachzucht zeigen.
Zudem gibt es keine genetisch unbelasteten Hunde. Es geht immer um die jeweilige Kombination eines ganz bestimmten Rüden mit einer ganz bestimmten Hündin. Dass dabei nach Möglichkeit verhindert wird dass gravierende, einen Hund gesundheitlich stark beeinträchtigende Erkrankungen mit genetischem Hintergrund bei der Nachzucht auftreten. Welche Mutationen im Erbgut ich bei einem Rüden tolerieren kann hängt somit auch immer davon ab was meine Hündin in dieser Hinsicht genetisch mitbringt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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