21-02-2014, 09:02
Andreas, es kann Dir und mir doch egal sein wo andere Züchter ihre Prioritäten setzen. Die Mehrzahl der Züchter setzen sie sowieso ganz anders als ich, was soll ich mich denn darüber aufregen? Ich z.B. würde nie auf die Idee kommen einen VA-Rüden zur Zucht einzusetzen, viele andere tun aber genau das. Ja und? Ich muss doch von denen keinen Hund kaufen... Und letztendlich ist es mir lieber ein Züchter achtet darauf keine DM/DM-Hunde zu produzieren als dass er darauf achtet dass seine Hunde auf der Hauptzuchtschau möglichst weit vorne plaziert werden. Da werden weitere (wichtige) Eigenschaften nämlich auch oft vernachlässigt.
Kannst Du Dich noch an die Zeiten erinnern als in der SV-Zeitung zwischen den Verkaufs- und Deckanzeigen immer so ein fett eingekasteltes Sprüchlein stand? Sinngemäss hiess es dass mit den Hüftbefunden der Elterntiere der Welpen und Deckrüden keine reisserische Werbung gemacht werden darf und jegliche Angaben zu den HD-Befunden von der Redaktion in "a-zuerkannt" geändert werden. D.h. der Leser sollte im Unklaren gelassen werden ob z.B. angebotene Welpen aus einer Verbindung stammen, in der beide Elternteile den Befund "normal" hatten, oder ob sie z.B. aus einer Verbindung stammten in der beide Elterntiere den Befund "noch zugelassen" hatten. Ein (für damals viele SV-Mitglieder) kleiner, aber mit Sicherheit kein feiner Unterschied...
Ich bin zu diesem Zeitpunkt in den SV eingetraten, und mein erster DSH war gerade im Alter von 7 Monaten aufgrund einer Hüftgelenksluxation eingeschläfert worden. Und Du kannst Dir sicherlich vorstellen dass ich für die Vorgehensweise der SV-Redaktion damals keinerlei Verständniss gehabt habe und auch heute noch nicht habe. Denn schon damals warb der SV, wie jeder andere VDH-Zuchtverband auch, damit gesunde Hunde zu züchten.
Von daher kann ich es absolut nachvollziehen, dass z.B. ein Hundehalter, der einmal einen DM-Hund selbst oder in seinem Umfeld gehabt hat, heute beim Kauf eines Welpen darauf achtet dass dieser aus einer Verbindung stammt aus der keine DM/DM-Hunde kommen können. Ja selbst wenn er künftig nur noch einen N/N-Hund haben möchte ist das doch sein gutes Recht und völlig O.K.
Wenn man versucht möglichst gesunde Hunde zu züchten, bedeutet dass doch nicht dass man andere Parameter ausser Acht lässt. Natürlich kann man sein Augenmerk nicht mehr nur ausschliesslich auf die Arbeitsveranlagung richten. Was nützt denn ein guter Hund wenn man Glück haben muss dass man mal einen gesunden erwischt? Und ja, wenn man gleichzeitig auf mehrere gesundheitliche Parameter in der Zucht achtet, fallen manche Rüden weg, die man züchterisch im Auge gehabt hat. Aber hallo, über welche Populationsbreite diskutieren wir hier denn? Was bitte schön sollen denn dann z.B. ein Riesenschnauzer- oder Airedale- Leistungszüchter sagen? Und letztendlich tut es der Rasse nur gut wenn man gezwungen wird auch mal über züchterische Alternativen nachzudenken. Dadurch kommt vielleicht der eine oder andere züchterisch wertvolle Rüde mehr in die Zucht.
Und Du weisst doch wie das läuft mit der Mund-zu-Mund-Propaganda: Wenn ein oder mehrere kranke Hunde aus einer Linie stammen, wird die züchterisch oft gemieden. Und DM wird in der Praxis auch oft mit dem CES verwechselt! Man kennt einen oder mehrere Hunde, die "Rücken" hatten, und lässt deswegen eine ganze Zuchtlinie künftig links liegen. Obwohl Wurfgeschwister genetisch völlig unbelastet sein können. Von daher sind derartige DNA-Tests doch nur positiv, weil subjektive Beurteilungen, die oft falsch sind, durch sie ersetzt werden. Und dann kann ich z.B. den selbst nicht betroffenen Wurfbruder züchterisch nutzen, auch wenn der Bruder genetisch betroffen ist.
Kannst Du Dich noch an die Zeiten erinnern als in der SV-Zeitung zwischen den Verkaufs- und Deckanzeigen immer so ein fett eingekasteltes Sprüchlein stand? Sinngemäss hiess es dass mit den Hüftbefunden der Elterntiere der Welpen und Deckrüden keine reisserische Werbung gemacht werden darf und jegliche Angaben zu den HD-Befunden von der Redaktion in "a-zuerkannt" geändert werden. D.h. der Leser sollte im Unklaren gelassen werden ob z.B. angebotene Welpen aus einer Verbindung stammen, in der beide Elternteile den Befund "normal" hatten, oder ob sie z.B. aus einer Verbindung stammten in der beide Elterntiere den Befund "noch zugelassen" hatten. Ein (für damals viele SV-Mitglieder) kleiner, aber mit Sicherheit kein feiner Unterschied...
Ich bin zu diesem Zeitpunkt in den SV eingetraten, und mein erster DSH war gerade im Alter von 7 Monaten aufgrund einer Hüftgelenksluxation eingeschläfert worden. Und Du kannst Dir sicherlich vorstellen dass ich für die Vorgehensweise der SV-Redaktion damals keinerlei Verständniss gehabt habe und auch heute noch nicht habe. Denn schon damals warb der SV, wie jeder andere VDH-Zuchtverband auch, damit gesunde Hunde zu züchten.
Von daher kann ich es absolut nachvollziehen, dass z.B. ein Hundehalter, der einmal einen DM-Hund selbst oder in seinem Umfeld gehabt hat, heute beim Kauf eines Welpen darauf achtet dass dieser aus einer Verbindung stammt aus der keine DM/DM-Hunde kommen können. Ja selbst wenn er künftig nur noch einen N/N-Hund haben möchte ist das doch sein gutes Recht und völlig O.K.
Wenn man versucht möglichst gesunde Hunde zu züchten, bedeutet dass doch nicht dass man andere Parameter ausser Acht lässt. Natürlich kann man sein Augenmerk nicht mehr nur ausschliesslich auf die Arbeitsveranlagung richten. Was nützt denn ein guter Hund wenn man Glück haben muss dass man mal einen gesunden erwischt? Und ja, wenn man gleichzeitig auf mehrere gesundheitliche Parameter in der Zucht achtet, fallen manche Rüden weg, die man züchterisch im Auge gehabt hat. Aber hallo, über welche Populationsbreite diskutieren wir hier denn? Was bitte schön sollen denn dann z.B. ein Riesenschnauzer- oder Airedale- Leistungszüchter sagen? Und letztendlich tut es der Rasse nur gut wenn man gezwungen wird auch mal über züchterische Alternativen nachzudenken. Dadurch kommt vielleicht der eine oder andere züchterisch wertvolle Rüde mehr in die Zucht.
Und Du weisst doch wie das läuft mit der Mund-zu-Mund-Propaganda: Wenn ein oder mehrere kranke Hunde aus einer Linie stammen, wird die züchterisch oft gemieden. Und DM wird in der Praxis auch oft mit dem CES verwechselt! Man kennt einen oder mehrere Hunde, die "Rücken" hatten, und lässt deswegen eine ganze Zuchtlinie künftig links liegen. Obwohl Wurfgeschwister genetisch völlig unbelastet sein können. Von daher sind derartige DNA-Tests doch nur positiv, weil subjektive Beurteilungen, die oft falsch sind, durch sie ersetzt werden. Und dann kann ich z.B. den selbst nicht betroffenen Wurfbruder züchterisch nutzen, auch wenn der Bruder genetisch betroffen ist.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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