23-12-2013, 04:12
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=153566#post153566' schrieb:... es ist ja immer noch gängige praxis hunde für ein unerwünschtes verhalten zu bestrafen, auch wenn ihnen noch gar nicht gelernt wurde was das erwünschte verhalten eigentlich ist. aber wenn sie jetzt auch noch für fehlendes verhalten bestraft werden, oh je oh je. ein teufelskreis.
detlef, detlef, neulich hattest du die variante schonmal UND tust es wieder, pfui :nope:
wenn du einen aspekt nicht richtig deuten kannst frag doch erstmal nach BEVOR du solche falschen schlüsse aus gemachten aussagen ziehst, DANKE
erstens, bei uns wird kein hunde IM SPORT für unerwünschtes verhalten bestraft, wenn wir nicht absolut sicher sind das er das richtige verhalten zum abrufen parad hat, sondern im höchstfall durch einen neg. verstärker provoziert das erwünschte verhalten zu erreichen !!!
les dir mal das durch, dann verstehst du was ich meine:
Zitat:Negative Verstärkung heißt: Man tut etwas häufiger, weil etwas Unangenehmes dadurch beendet oder vermieden wird (Bsp: Ein Schüler macht seine Hausaufgaben vollständig und ein zuvor bestehendes Fernsehverbot wird aufgehoben; er macht seine Hausaufgaben in Zukunft häufiger vollständig).zweitens, das sog. "fehlende verhalten", hiermit ist der einsatz der wehrhaltung gemeint, wird natürlich anfangs nur mit einer gegenreaktion provoziert (neg. verstärker). hier verlangt keiner vom hund das er das sofort umsetzt, sondern der hund bekommt genügend zeit sich dahin zu entwickeln. zusätzlich bekomt der hund für die einnahme der wehrhaltung einen erfolg, er darf anbeißen und sich richtig austoben, dem helfer etwas von seiner "frust" zurück geben. die hunde die aus der nicht schädlichen wehrhaltung heraus anbeißen machen hier natürlich auch weit mehr aggression in den beutekampf, und genießen es sichtlich den helfer rumzuschleudern und ihm quasi das teil aus dem leib zu reißen
Bestrafung (Typ I, auch „direkte Bestrafung“) heißt: Man tut etwas seltener oder gar nicht mehr, weil einem dann etwas Unangenehmes widerfahren würde und bereits einmal widerfahren ist (Beispiel: Ein Kind lügt, wird dafür geschimpft und lügt in Zukunft seltener; oder: ein Kind berührt eine heiße Herdplatte und verbrennt sich die Finger, das Kind berührt in Zukunft die heiße Herdplatte nicht mehr).
das wiedrum gibt ihnen pos. bestärkung das provozierte verhalten erneut anzunehmen, und selbstbewußtsein das ihre wehrhaltung als stärke zum sieg dient...
erst wenn das der hund verinnerlicht hat lassen wir ihm nicht mehr die wahl darüber diese haltung beim verbellen einzunehmen oder nicht !!! macht er es wird er unversehrt als überragener sieger den helfer im anschl. beutekampf zerpflügen dürfen... macht er es nicht wird er durch eine urplötzliche, ansatzlose wehrreaktion des helfers überfallen / in dem sinne bestraft...
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=153566#post153566' schrieb:meine eigene idee der ausbildung mit dem hund ist es vor allem vorhandenes potential im hund zu fördern, aber die natürlichen grenzen eines hundes nicht zu überschreiten, sie zu akzeptieren.
detlef, denkst wir machen das anders
wir arbeiten doch ausschließlich hunde in wehrhaltung die für eine ausscheidung angedacht sind. und auch dann nur wenn der hund das potential dafür so deutlich mitbringt das wir kein zu dünnes eis damit betreten...
dazu haben wir bei den reinen ortsgruppenhunden alle facetten an hundetypen, und stellen uns auf jeden hund methodisch ein.
NUR gibt es nunmal auch hunde die das psychische potential haben eine provozierte wehrhaltung einzunehmen, dadurch nicht meidig und defensiv zu werden, sondern sie für sich AKTIV gewinnbringend einzusetzen.
ich glaube die "natürliche grenze" liegt viel öfters beim hf als beim hund :whistling: er kann es sich nicht vorstellen, weil er selber dazu keinen bezug hat und annimmt das eine solche konfrontation ihn als person überlasten würde, also auch der hund so empfinden müßte.......
mensch leute, nicht wenige hunde haben das potential eine kleintier (ratte, hase, huhn, katze) hemmungslos, ohne eine millisekunde der abwägung der eigenen versehrtheit zu töten !!!
wie geht denn der hund hier vor
ich drohe jetzt mal... reicht das nicht bin ich gefrustet und erhöhe meine absichtsbereitschaft bis das tier sich beeindruckt zeigt und sich ergibt zum liquidieren bla, bla...NÖ, der hund schaltet "vorsorglich" seinen extremsten level ein und geht aufs ganze. und weil er mit einer gegenwehr des tieres rechnen muß nimmt der hund ebenfalls eine wehrhaltung im angriff ein um ggf. unmittelbar aufs äusserste reagieren zu können...
das kleintier ist dem hund gegenüber vor dem angriff auf jeden fall passiv, und stellt für ihn keine bedrohung da, aber er wehrt es trotzdem zu tode !
und nicht selten tragen hunde, gerade auch bei ratten, selber verletzungen davon. sind sie deshalb überlastet, psychisch kaput und unwiederufbar geschädigt ? nicht die bohne, nächste ratte, nächster versuch zu töten.......
und solch einem lebewesen traut ihr nicht zu dem helfer gegenüber eine zielführend verknüpfte wehrhaltung zu entwickeln, ohne das er daran seelisch zu grunde geht ?????
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!

