22-12-2013, 20:12
Nochmal zusammenfassend in Bezug auf das Ausgangsthema:
Für mich - also für die Ausbildung, die ich mit meinen Hunden betreibe - wird von Anfang an immer nur über Beutemotivation das Verbellen gelernt.
Die Beutemotivation ist der "Motor" im Hund, der voll und ganz ausreicht. Mit zunehmendem Alter und zunehmender Selbstsicherheit wird mit allen möglichen Tricks und Belastungen der Weg zum Triebziel erschwert. Hierbei wird auch die "Wut" und der Frust des Hundes durch den Helfer so geschickt gesteigert, dass er sich ganz stark ins Zeug legen muss, um ans Triebziel zu kommen.
Ein Beispiel:
Der Hund bellt vor dem Helfer - der HF sichert den Hund mit der Leine oder mit dem Griff ins Halsband ab - jetzt wirft der Helfer das Beutestück möglichst dicht vor den Hund (er darf es aber nicht packen können) - jetzt duckt sich der Helfer - unsicher - und greift vorsichtig nach dem Beutestück - der Hund wird durch druckvolles Bellen gegen den Helfer versuchen, diesen vom Griff an das Beutestück abzuhalten - nach 1-2 Griffversuchen schnappt sich der Helfer das Beutestück und verharrt wieder unbeweglich in der Verbellposition - jetzt gibt der HF den Hund wieder mit Kommando - Voran zum Verbellen frei - Ergebnis: Ein besonders intensives und druckvolles Verbellen - Jetzt fliegt die Beute und der Hund kann Beute machen. Vorsicht: Die guten Hunde steigern sich derart in die Sache hinein, dass sie durchbrechen und ohne Freigabe durch den HF Beute am Helfer machen.
(Die Helfer, die vom Rauswerfen nichts halten, lassen den Hund einbeissen - ich mache es nach Heuwinkl)
Die Motivation im Verbellen hole ich mir ausschließlich über die Beutemotivation - das Wort - Wehrtrieb - habe ich aus meinem Vokabular in der Hundeausbildung gestrichen. Alles, was Unsicherheit und Angst beim Hund anspricht, hat bei mir nichts verloren. Belastungen, Frust auch physische Einwirkungen - im richtigen Mass - die der Hund durch Steigerung seiner Aktivität überwinden muss, sind willkommen und zielführend.
Ich will damit nicht sagen, dass es Ausbilder gibt, die auch und gerade starke Hunde durch Verunsicherung zum Bellen bringen. Die Kunst dabei ist, das richtige Mass um über ein gezielt herbeigeführtes Meideverhalten den Hund ins Verbellen zu bringen - aber dann auch den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und den verunsicherten, bellenden Hund wieder auzubalancieren und das Ganze wieder in Beute zu kanaliesieren. Leider habe ich schon viele dieser Experten gesehen, bei denen nur ein armer, verunsicherter Hund übrigblieb - vom frustrierten HF mal ganz zu schweigen.
Ich mache es nicht so - ich mache -------Hundesport.....!!
Grüße
Gerhard
Für mich - also für die Ausbildung, die ich mit meinen Hunden betreibe - wird von Anfang an immer nur über Beutemotivation das Verbellen gelernt.
Die Beutemotivation ist der "Motor" im Hund, der voll und ganz ausreicht. Mit zunehmendem Alter und zunehmender Selbstsicherheit wird mit allen möglichen Tricks und Belastungen der Weg zum Triebziel erschwert. Hierbei wird auch die "Wut" und der Frust des Hundes durch den Helfer so geschickt gesteigert, dass er sich ganz stark ins Zeug legen muss, um ans Triebziel zu kommen.
Ein Beispiel:
Der Hund bellt vor dem Helfer - der HF sichert den Hund mit der Leine oder mit dem Griff ins Halsband ab - jetzt wirft der Helfer das Beutestück möglichst dicht vor den Hund (er darf es aber nicht packen können) - jetzt duckt sich der Helfer - unsicher - und greift vorsichtig nach dem Beutestück - der Hund wird durch druckvolles Bellen gegen den Helfer versuchen, diesen vom Griff an das Beutestück abzuhalten - nach 1-2 Griffversuchen schnappt sich der Helfer das Beutestück und verharrt wieder unbeweglich in der Verbellposition - jetzt gibt der HF den Hund wieder mit Kommando - Voran zum Verbellen frei - Ergebnis: Ein besonders intensives und druckvolles Verbellen - Jetzt fliegt die Beute und der Hund kann Beute machen. Vorsicht: Die guten Hunde steigern sich derart in die Sache hinein, dass sie durchbrechen und ohne Freigabe durch den HF Beute am Helfer machen.
(Die Helfer, die vom Rauswerfen nichts halten, lassen den Hund einbeissen - ich mache es nach Heuwinkl)
Die Motivation im Verbellen hole ich mir ausschließlich über die Beutemotivation - das Wort - Wehrtrieb - habe ich aus meinem Vokabular in der Hundeausbildung gestrichen. Alles, was Unsicherheit und Angst beim Hund anspricht, hat bei mir nichts verloren. Belastungen, Frust auch physische Einwirkungen - im richtigen Mass - die der Hund durch Steigerung seiner Aktivität überwinden muss, sind willkommen und zielführend.
Ich will damit nicht sagen, dass es Ausbilder gibt, die auch und gerade starke Hunde durch Verunsicherung zum Bellen bringen. Die Kunst dabei ist, das richtige Mass um über ein gezielt herbeigeführtes Meideverhalten den Hund ins Verbellen zu bringen - aber dann auch den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und den verunsicherten, bellenden Hund wieder auzubalancieren und das Ganze wieder in Beute zu kanaliesieren. Leider habe ich schon viele dieser Experten gesehen, bei denen nur ein armer, verunsicherter Hund übrigblieb - vom frustrierten HF mal ganz zu schweigen.
Ich mache es nicht so - ich mache -------Hundesport.....!!
Grüße
Gerhard

