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Wo liegt die Identität des Gebrauchshundesportes in Bezug auf die Zukunft
Vielleicht stellen wir die Frage einmal etwas anders. Vorschlag: Fragen wir doch mal, was für Hunde wir durch unsere Ausbildung und durch eine an ihr orientierte Zucht gern hervorbringen würden? Welche Möglichkeiten des Hundes würden wir gern erhalten und fördern? De facto kann man den Eindruck haben, uns sei ganz besonders an konfliktbeladenen, nervösen Tieren gelegen, weil sich die Suche des Tiers nach Konfliktentlastung ausbilderisch besonders spektakulär instrumentalisieren lässt. Wenn man diesen Eindruck gewinnt, läuft dann nicht etwas schief? Sollte unser Streben nicht vielmehr dahin gehen, besonders selbstsichere Tiere hervorzubringen, die trotzdem kooperativ sind? Sören hat völlig richtig darauf hingewiesen, dass sehr intrinsisch selbstsichere Tiere durchaus gewissermaßen "stumpf" wirken können. Wenn es eine Leistung unserer Ausbildung für die Entwicklung des Lebewesens Hund geben könnte, dann die, Selbstsicherheit und Kooperationsfreude aufrecht und beisammen zu halten, was, wie Sören richtig sieht, nicht selbstverständlich ist. Noch dazu wäre die Förderung einer gewissen Grundgesundheit und Fitness wünschenswert. Wie gesagt: Wir lösen diese guten Ziele zur Zeit eher nicht ein und unsere Reglements sind so beschaffen, dass Erfolg durch die geradezu kunstvolle Umgehung solcher Ziele erreicht werden kann. Und das gefährdet unsere Identität bzw. verleiht uns eine, die wir nicht wirklich wollen können.
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WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:Vielleicht stellen wir die Frage einmal etwas anders. ...
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:Wenn es eine Leistung unserer Ausbildung für die Entwicklung des Lebewesens Hund geben könnte, dann die, Selbstsicherheit und Kooperationsfreude aufrecht und beisammen zu halten,
Dafür möchte ich fünf Daumen nach oben geben.

Zitat: "Der Polizei sind ruhige und ausgeglichene Hunde auch lieber." Der Mann hat privat keinen Mali.
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WoWi es ist ja nichts neues, dass viele hoch geführte und hoch bewertete Sporthunde als „normale Familienhunde“ nicht (mehr) geeignet sind. Da stellen sich mir mehrere Fragen : sind sie das wegen ihrer Genetik nicht ? Oder sind sie so geworden durch die Art der Haltung und Aufzucht ? Und muß / sollte ein „top Sporthund“ gleichzeitig auch als Familienhund geeignet sein ? Vielleicht hinkt der Vergleich, aber mit einem Formel 1 Wagen fahre ich ja auch nicht im normalen Straßenverkehr .....
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Beim DSH ist das so,bei den anderen Rassen weniger...
Alle sagten,es geht nicht,da kam einer der das nicht wusste-und tat es....
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@ Dumbledore: Ein Formel-1-Wagen, um Deinen Vergleich aufzugreifen, ist eben gerade KEIN Gebrauchswagen. Uns geht es aber darum, Eigenschaften bei Hunden zu fördern, die sie brauchbar machen. Vorläufig heißt es ja noch nicht "Unbrauchbarkeitshund". Und da, wo Hunde "gebraucht" werden, sind keineswegs nur Koryphäen am Werk, sondern nur zu oft Anfänger, die auch Ergebnisse erzielen müssen.

Aber meine Fragestellung war eigentlich eine andere: Um welche Eigenschaften bei Hunden soll es uns überhaupt gehen, welche positiven Möglichkeiten an Hunden erhalten und fördern wir?
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WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:Fragen wir doch mal, was für Hunde wir durch unsere Ausbildung und durch eine an ihr orientierte Zucht gern hervorbringen würden? Welche Möglichkeiten des Hundes würden wir gern erhalten und fördern?
Also bei meiner Rasse gibt es davon eigentlich noch genug "Brauchbare"...wir sollten nicht immer alles verändern oder "verschlimmbessern" wollen!
Zeitweise geht die Zucht ins extreme nach hinten los.
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:De facto kann man den Eindruck haben, uns sei ganz besonders an konfliktbeladenen, nervösen Tieren gelegen, weil sich die Suche des Tiers nach Konfliktentlastung ausbilderisch besonders spektakulär instrumentalisieren lässt
Absolut nicht...solche Hunde braucht niemand
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:Noch dazu wäre die Förderung einer gewissen Grundgesundheit und Fitness wünschenswert.
Ja...aber da wird ja bei einigen Rassen sehr viel gemacht
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191027#post191027 schrieb:m welche Eigenschaften bei Hunden soll es uns überhaupt gehen, welche positiven Möglichkeiten an Hunden erhalten und fördern wir?
All diese, die einen guten "dualen" Diensthund ausmachen..der passt auch in den Sport und meist sogar in die Familie..Die Auswüchse sind dann für Spezialisten

1. Hoher Beutetrieb
2. natürliche Aggression
3. Griffverhalten
4. Führigkeit
5. gewisses Selbstbewusstsein
6. stabiles Nervenkostüm
7. Begehungssicherheit
8. gute Nase
und natürlich Gesundheit
beste Grüße

Uwe
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Ich denke, da kann man in der Entwicklung Einfluss drauf nehmen.

Wenn man einen Hund hat, der sehr erregbar ist, dann macht es m.M. nach Sinn seinen Schwerpunkt auf die Impulskontrolle zu legen.

Über die Ruhe in die Aufgabe, aus der Aufgabe in die Ruhe. Den Schalter kann man später umlegen.

High-Drive von Anfang nimmt aufgeregten Hunden die Übersicht und macht sie noch aufgeregter. Und da reichen dann geringe Reize aus, nicht nur im Sport.

Was ich persönlich schade finde ist, dass viele DSH sich schon in den Bereichen bewegen, die man bei den IPG Malis als Nervenschwäche auslegt. Stimmlich bekommen die sich teilweise kaum oder gar nicht mehr unter Kontrolle.

Und ja, das ist ein Ergebnis des IPG - Sportes.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Dumbledore,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191025#post191025 schrieb:dass viele hoch geführte und hoch bewertete Sporthunde als „normale Familienhunde“ nicht (mehr) geeignet sind.
kannst Du das bitte einmal näher erläutern?
was verstehst Du denn unter "normale Familienhunde"
Bye Uwe
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@WoWi
welche Eigenschaften bei Hunden soll es uns überhaupt gehen, welche positiven Möglichkeiten an Hunden erhalten und fördern wir?


@doghunter
All diese, die einen guten "dualen" Diensthund ausmachen..der passt auch in den Sport und meist sogar in die Familie..Die Auswüchse sind dann für Spezialisten


1. Hoher Beutetrieb
2. natürliche Aggression
3. Griffverhalten
4. Führigkeit
5. gewisses Selbstbewusstsein
6. stabiles Nervenkostüm
7. Begehungssicherheit
8. gute Nase
und natürlich Gesundheit


——


Für michSad ohne jetzt die Zahl als Wertigkeit)
1.Territorialität ( in Verbindung von Heimbezirk 1er und 2 Ordnung, nicht übersteigert)
2.Ressourcenwerte ( Spiel, Beute, Futter)
3.Kooperationswillen
4.Finderwillen
5.Coolness (Impulskontrolle und Beruhigungsvermögen)
6.Gesundheit


Das Thema Aggression, dann offensiv, läßt, aber muss sich aber nicht über 1. erzeugen. Darin gehen auf jeden Fall Selbstsicherheit ( was ja nichts anderes als ein stabiles Nervenkostüm beschreibt) und auch Begehungssicherheit auf. Ich differenziere hier mittlerweile, da ich über das Mondio erfahren habe, was Hunde auch ohne Aggression am Helfer leisten.

Coolness ist für mich ein großer Faktor für den Allrounder Gebrauchshund ( auch mit Schutzhundeigenschaft), Griffe hier, wenn nicht schon genetisch gefestigt auf jeden Fall erlernbar.

Kooperationswillen sollte in der Symbiose Mensch/Hund jeden Hund in der heutigen Zeit auszeichnen. Für mich eine Selbstverständlichkeit.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191012#post191012 schrieb:
Manny K,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190990#post190990 schrieb:Vor der Ausbildung des Hundes steht die des HF ! Marionetten gibts schon genug...
Selbstverständlich kann man sich Hilfe holen aber Entscheidungsträger und Verantwortlicher bleibt der HF innerhalb seines Teams alleine
Ja, absolut richtig...aber Praxisfremd!
Naja, das hat man als Verein / Ausbilder ja nun selber in der Hand bzw. Dort ist das einfachste Potential zur Optimierung. Ich habe eh nie verstanden, warum es so viele Ausbilder gibt, die lieber Puppenspieler als Lehrer sind.

Bei uns machen wir in der Regel, wenn neue Leute mit "vorgearbeiteten" Hunden kommen, eine Bestandsaufnahme des Ist Zustand. Wir schauen darauf, wo die offensichtlichen Schwächen und Stärken des Hundes wie auch des Hundeführers liegen und dann wird der Hund erstmal wieder weggepackt. Dann wird dem "neuen (völlig egal ob erfahren oder nicht)" durch irgendwen an der Arbeit mit unseren Hunden unsere Ausbildungsphilosophie veranschaulicht. Ebenso wird der Neue durchaus ermutigt Dinge zu hinterfragen. Entweder kommt man dann zusammen oder eben nicht. Das ist der große Vorteil, den man hat, wenn man finanziell nicht auf Wachstum angewiesen ist.

Das Hinterfragen hat zwei Vorteile. Zum einen merkt man recht schnell, welche Art Verständnis zur Hundeausbildung und auch welche Intensität von Interesse beim Neuen vorliegt. Zum Anderen wird so mit einem externen Blick ohne Betriebsblindheit die eigene Ausbildung hinterfragt.

Als meine Mutter mir früher bei den Hausaufgaben in Mathe geholfen hat, hat sie zB immer darauf bestanden, dass ich nicht nur Rechenwege reproduziere, sondern ihr erklären kann, was ich dort rechne und warum. Denn nur dann wäre ich in der Lage zu verstehen, was ich da tue. Dafür bin ich sehr dankbar und diese Herangehensweise kann man eigentlich auf alle Lern- und Lehrprozesse übernehmen.

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191012#post191012 schrieb:
Margit M,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190993#post190993 schrieb:Ich setze da zuallererst mal gesunden Menschenverstand voraus, den muss man ja nicht zwangsläufig vor dem Vereinsgelände im Auto lassen.
Menschenverstand ersetzt aber nicht erarbeitetes Wissen.
Aber auch erarbeitetes Wissen sollte regelmäßig hinterfragt und hinsichtlich Schwachstellen und Optimierungsbedarf überprüft werden. Nicht umsonst gibt es in vielen Bereichen Profis für Prozessentwicklung und -optimierung wie Unternehmensberater, die auch tatsächlich gut laufende Firmen beraten. Das sind zumeist auch externe, die kaum Kenntnis vom tatsächlichen Inhalt haben, sondern ihr Augenmerk auf Logikfehler und Lücken im Prozess legen. Warum sollte das im Hundesport nicht funktionieren?

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191012#post191012 schrieb:
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=190996#post190996 schrieb:Anders herum wird doch ein Schuh draus: Warum wehrt man sich im IGP Hundesport so sehr gegen ein Hinterfragen von außén / von Anfängern?
Man wehrt sich nicht...aber langjährig erarbeitetes Wissen, dass auch funktioniert, muss man sich von "Anfängern" auch nicht zerreden lassen. Weil es meist nichts bringt...allerdings sollte jeder ein offenen Ohr haben
Es spricht ja niemand von Zerreden. Aber wenn ein Anfänger etwas anmerkt es per se damit abzutun, dass der Anfänger ja keine Ahnung hat ohne sich selbst und die kritisierte Handlung zu hinterfragen, ist eben nicht richtig und ich empfinde dies als Ablehnung von externem Input. Und zumeist beziehen sich diese Fragen eben doch auf die Anwendung von Zwängen (meist Leinenruck am Stachel).

Es gibt unzählige Ausbildungsmethoden und jede Ausbildungsmethode hat ihre Vor- aber auch seine Nachteile. Will man das eine, bekommt man das andere dazu. Die ganze Ausbildung ist ein Prozess auch Abwägen von Risiken ob der Wahrscheinlichkeit des Erfolgseintritts oder ob eine Nebenfolge eintritt, die mir andere Baustellen beschert. Als jemand, der schon sehr viel Erfahrung hat, ist man dem, der eben nicht über diese verfügt, doch schon allein deshalb im Vorteil beim Zerreden, dass man das Gegenüber argumentativ recht schnell an die Wand stellt, in dem man allein durch die entsprechende Prognose durch Risikoabwägung und Einschätzung verdeutlichen kann, warum der gewählt Weg in der bestehenden Situation zu gehen ist.

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191012#post191012 schrieb:Also wir haben da schon manchmal Probleme mit manchen Diensthundeführern*innen, die sich nicht durchsetzen können / wollen. aber das hat mit dem Sport nichts zu tun. Ist ja schon körperlich oft schwierig, wenn Hund 40 Kg und HF´in 45 kg hat und "Hundchen" nicht so möchte wie HF!Aber sind halt Ausnahmen und wir werden das Diensthundewesen jetzt hier nicht reinbringen
Vielleicht solltet ihr an der Auswahl der Bewerber auf die Stellenausschreibungen mehr wert legen, wenn das so ein eklatantes Problem ist.

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191012#post191012 schrieb:
HIla1610,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191000#post191000 schrieb:Bzw. erhoffe ich mir immernoch eine konkrete Antwort auf die Frage, was ein "kleines Mädchen" nun abgesehen der körperlichen Voraussetzung zur physischen Gewalt nun vom "alten weißen Mann" in der Fähigkeit mit den "echten" Hunden umzugehen unterscheidet.
Erfahrung / Wissen...etwas um das es seit 1 Million Jahren geht und nicht nur im Hundesport!
Das Küken weiß i.d.R. weit weniger als die Henne. deshalb ist der "alte weise Mann" im Vorteil, auch wenn das viele Beginner nicht hören wollen. es ändert nichts an den Tatsachen
Irgendwer hat hier sinngemäß in seiner Signatur stehen: Alle sagten immer, dass etwas nicht gehe, dann kam einer, der wusste es nicht besser, und machte es einfach. Manchmal bewahrt Wissen einen davor Schaden zu nehmen, aber manchmal ist Wissen auch Ballast, wenn die Angst vor Schaden einen so weit hemmt, dass der Erfolg gar nicht eintreten kann.

Ich glaube auch, dass viele Beginner gar nicht die zweifellos bestehende Erfahrung, dass bestimmte Sachen funktionieren, in Frage stellen, sondern die Intention eher darin liegt, ob es nicht auch anders gehen kann. Und im Bezug auf viele Zwänge hat uns die durchaus positive Entwicklung in der Ausbildung doch klar aufgezeigt, dass es eben anders gehen kann. Warum sollten wir schon am Ende der Fahnenstange angekommen sein? Und ich denke jede kritische Auseinandersetzung mit Schmerzreizen um deren Notwendigkeit oder Möglichkeit der Vermeidung ist gut, denn nur so kann Entwicklung stattfinden. Geben wir uns damit zufrieden, wenn wir sagen, dass "die echten" das eben "brauchen", da man ansonsten nicht gerade über die Straße kommen kann, sollte man eben hinterfragen, ob es "die echten" in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch geben muss, wenn ich diese eben nur dazu bringen kann sich gesellschaftskonform zu verhalten, wenn ich dazu Mittel anwenden muss, die unsere Gesellschaft eigentlich nicht akzeptiert.

WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191023#post191023 schrieb:De facto kann man den Eindruck haben, uns sei ganz besonders an konfliktbeladenen, nervösen Tieren gelegen, weil sich die Suche des Tiers nach Konfliktentlastung ausbilderisch besonders spektakulär instrumentalisieren lässt. Wenn man diesen Eindruck gewinnt, läuft dann nicht etwas schief? Sollte unser Streben nicht vielmehr dahin gehen, besonders selbstsichere Tiere hervorzubringen, die trotzdem kooperativ sind?
Die Frage ist eher wie viel Veranlagung und wie viel "gemacht" ist und dann noch einmal wie viel einfach herbeigeredet ist, um die eigenen Ausbildungsunzulänglichkeiten zu kaschieren.

Dumbledore,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191025#post191025 schrieb:WoWi es ist ja nichts neues, dass viele hoch geführte und hoch bewertete Sporthunde als „normale Familienhunde“ nicht (mehr) geeignet sind.
Ist das so? Ich habe eher den Eindruck, dass viele Hunde überglorifiziert oder kaputtgeredet werden. Bzw. was zeichnet einen "normalen Familienhund" denn aus? Ich meine, wir sprechen hier über Gebrauchshunderassen, die allein aufgrund ihres Rassestandards nicht dem Idealbild des Familienhundes mit eingebautem Wohlverhalten entsprechen.
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