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Hallo,
es mag sein, daß dieses hier schon mal THema war, ABER: durch die Krankheit meines Hundes (Thema: Rippe gebrochen) habe ich überlegt, ob ich beim BARFEN vielleicht auch was verkehrt gemacht habe, ob ich ihn wirklich mit allem versorgt habe, damit sein Wachstum, seine Knochen und der gesamte Hund richtig versorgt sind. Nun überlege ich, ihm vielleicht doch ein hochwertiges Trockenfutter zu geben - ORIJEN - das wär vielleicht was...
Er ist der erste Hund, den ich BARFE und habe das gemacht, damit er gut versorgt ist und nicht durch die "Gifte" in diversen Futtermitteln was falsches in den Hals bekommt.
Gedanken, die ich mir jetzt mache sind: ist es auch wirklich gesünder als TroFu? Woher will ich wissen, wie gesund die Tiere ernährt werden, von denen mein Frischfleisch kommt?
Wisst ihr immer ganz genau, daß die Kühe, Hühner etc. nicht durch irgendwelche "Beigaben" (z.B. zum Milch geben oder Eier legen oder was auch immer) belastet sind?
Ich bin immer noch SEHR unsicher, ob ich das frisch füttern wirklich richtig mache ... und ob "ORIJEN" eine sehr gute Alternative ist?
Ja, ich weiß, wahrscheinlich hatten wir in diesem Forum schon solche Themen, ich kann sie aber nicht wirklich finden und möchte doch meinen Hund , gerade jetzt zum gesund werden, wirklich OPTIMAL versorgen...
Ich danke wie immer vorab für sachliche Antworten...
LG Petra
P.S.: Vielleicht morgens ORIJEN und abends Fleisch... hmmm ???
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Hallom Petra,
es gibt unzählige Hunde, die Knochenprobleme haben und ausschließlich mit Fertigfutter ernährt wurden. Wenn Fertigfutter wirklich der Stein der Weisen wäre, dann dürfte es ja damit keine kranken Hunde geben. Die Realität sieht anders aus...
Natürlich spielt die Ernährung und die Belastung der Schlachttiere mit Antibiotika, Wachstumshormonen etc. eine Rolle, wenn man die Qualität der tierischen Nahrungsbestandteile beurteilt. Allerdings wirst Du im Fertigfutter keine unbelasteteren Bestandteile finden als im Frischfleisch. Ob z.B. der Pansen eines Rindes aus Massentierhaltung frisch verfüttert wird oder ins Fertigfutter kommt spielt in Bezug auf dessen Belastung mit z.B. Medikamentenrückständen keinerlei Rolle.
Natürlich gibt es einige wenige Futtersorten die diesbezüglich strenger kontrolliert werden. Wenn man z.B. ein Futter aus Schweden verfüttert, in dem alle Komponenten Lebensmittelqualität besitzen, entspricht das EU-Bioqualität. Enthält ein Fertigfutter z.B. Fisch aus Wildfang, dürfte der nicht so antibiotikabelastet sein wie der Fisch aus Fischfarmen. Durch die Verunreinigung der Weltmeere ist er aber ebenso hoch mit Schwermetallen etc. belastet wie der Fisch, der auf unseren Tisch kommt. Von der Überfischugn der Wildbestände mal ganz abgesehen.
Wenn Du Dich halbwegs an die Fütterungsvorgaben gehalten hast denke ich nicht daß das Frischfutter schuld daran war daß sich Dein Hund eine Rippe gebrochen hat. Der Calciumbedarf des Hundes wurde vor gar nicht so langer Zeit von Wissenschaftlern halbiert. D.h. jahrzehntelang hat das angeblich optimal ausbalancierte Fertigfutter die doppelten Menge an Calcium enthalten als es nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen gut ist. Und nicht selten wurden zusätzlich noch Calciumpräparate verabreicht. Und trotzdem gab es viele knochengesunde Hunde. Das zeigt daß die Toleranzgrenzen unserer Hunde diesbezüglich doch relativ hoch sind und auch eine nicht so optimal ausbalancierte Fütterung in denmeisten Fällen toleriert wird.
Natürlich kann man Fehler machen bei der Frischfütterung. Fehler kann man aber auch durch den falschen Umgang mit Fertigfutter machen.
Wenn Du Dir unsicher bist kannst Du natürlich auch "gemischt" füttern, d.h. sowohl frisch als auch Fertigfutter. Abwechselnde Rationen (z.B. Morgens Fertigfutter und Abends Frischfutter oder einen Tag Fertigfutter und den anderen Frischfutter) sind O.K. Und ein Futter wie Orijen ist bestimmt nicht schlecht.
Grüße
Antje
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Zitat: Gedanken, die ich mir jetzt mache sind: ist es auch wirklich gesünder als TroFu? Woher will ich wissen, wie gesund die Tiere ernährt werden, von denen mein Frischfleisch kommt?
Hallo Petra, Teil 2 dieser Frage hat Dir ja Antje schon beantwortet. Zu Teil 1 würde ich sagen: Ja, Rohfutter ist gesünder als Trofu. Du siehst, was Du Deinem Hund fütterst, und wenn Du die Sachen frisch gibst, enthalten sie noch Vitamine, Mineralstoffe etc., also alles, was beim Trofu durch die Verarbeitung längst vernichtet wurde und zugemischt werden muss. Wenn Du Dir unsicher bist, warum lässt Du nicht ein großes Blutbild machen? Daran erkennt man ziemlich genau, ob Mängel vorliegen und ein guter TA weiß auch, wie diese behoben werden können.
Viel Glück, ich drück die Daumen, dass die Rippe bald heilt!
Gruß Gaby
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Hallo Petra,
meine Hündin hatte sich im April 2008 das rechte Schienbein gebrochen...ganz blöd, einfach hochgesprungen und blöd aufgekommen und schon wars passiert.
Ich hatte sie mit 8 Monaten im Mai 2007 bekommen und in dem Sommer auch auf Frischfutter umgestellt.
Nun hab ich mir nach dem Unfall genau die gleiche Frage gestellt und im Zuge der OP und der ganzen Untersuchungen den Tierarzt gefragt. Der war bei der Aussage Frischfütterung zwar ziemlich schockiert, konnte mich aber anhand der Röntgenbilder und seiner Erfahrung bei der OP beruhigen. Er meinte die Knochen sehen sehr gut aus und fühlten sich auch so an (...hört sich blöd an, aber naja) also alles im grünen Bereich. Ich sollte während des Heilungsprozesses nur darauf achten, nicht zu viel Calcium mehr zu füttern.
Mittlerweile füttere ich auch immer mal wieder trofu...aber meistens nur, wenn mein Mann füttert oder ich vergessen hab aufzutaun.
Ansonsten kann ich mich nur Antje und Gaby anschliessen.
LG Ramona
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Also erstmal wieder vielen lieben Dank für eure Antworten.
Ich bin jetzt wieder ein wenig beruhigter, hab mir halt so meinen Kopf gemacht.
Gerade was die Calziumzugabe angeht, war ich mir nicht sicher, weil der Hund ja im Wachstum war. Allerdings hat er fährtentechnisch TroFu eigentlich auch genug bekommen und bekommt er noch.
Mein TA wär auch nicht glücklich über Frisch füttern, er ist da wohl nicht so für - ansonsten ein Guter...
>Ich sollte während des Heilungsprozesses nur darauf achten, nicht zu viel Calcium mehr zu füttern.<
Warum muß ich darauf achten? Kann es negativ auf die Heilung wirken?
Ein Blutbild wurde in Hannover gemacht,hab gesagt, der Hund wird gebarft, und das Blut war ok - sollte ich noch ein weiteres machen?
Weiter liebe Grüße
Petra
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Hallo Petra,
weil der Calciumbedarf zwar erhöht ist, aber wenn zuviel zu schnell eingelagert wird, sind die "neuen" Knochen nicht stabil genug. Ich hoffe, ich konnte das verständlich ausdrücken. So hat der TA es erklärt, das mehr an Calcium wird also mit eingelagert, ist aber quasi so, als wenn ein junger Hund zu schnell wächst...so grob
LG Ramona
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