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Gehorsam im Schutzdienst - Druckversion

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Gehorsam im Schutzdienst - wildwolf - 28-12-2006

Hallo zusammen,
vielleicht könnt ihr mir ein paar Tips geben.
Ich habe zwei DSH in Ausbildung die im Schutzdienst so triebig sind, dass es am Gehorsam happert.
Der Rüde ist wenigstens noch einigermassen zu kontrollieren. Er "erinnert" sich auch noch dass das einer am Ende der Leine ist.
Aber bei der Hündin ist es so, als ob sie in Trance ist. Solange du eine bestimmte Entfernung vom Arm hast -geht es aber dann ist sie einfach weg. Ich hoffe ihr versteh was ich meine.
Der könntest du in dem momentan den Schädel einschlagen und sie würde es nicht merken.

habt ihr da irgendwelche Erfahrungen, wie ich das in der Griff bekommen?

Danke & Grüßle

Caro


- Claudia Ph. - 29-12-2006

Hallo,
solange sich deine Hunde aufgrund Ihres Triebes einfach "abmelden" ist und sollte ! an Schutzdienst nicht zu denken sein.
Der Hund lernt so nur, durch deine Inkonsequenz, doch zum Ziel Beißen zu kommen.
Wenn sich dein Hund nur durch Einwirkung an Gehorsam erinnert, sehe ich einer vernünftigen Prüfung düster gegenüber!!!

Beherrschung, Konzentrationfähigkeit und Begreifen des undirekten Weges sind Grundvorraussetzungen für einen gehorsamen aber auch selbstsicheren Schutzdienst!

Ich möchte dir durch diese klaren Worte nicht zu nahe treten, sondern dich anregen, die Gedanken zu machen, über Einheit HF und Hund. !!!

...wenn dein Hund dein Freund ist, dann sei auch fair zu Ihm, lerne ihm klare Situationen!!!
Wenn er ein klares Bild bekommt, wir er mit Eifer dabei sein, und Ihr seit ein Team...so momentan kämpft ihr nur miteinander, :je:... er kann es nicht richtig machen, wenn er dich nicht versteht.

Geschriebende Tips sind meist nicht optimal, so beginne einfach mit Gehorsam und niedriger Reizlage (Ärmel liegt am Platz) er muß ruhig sitzen und dich anschauen, mit dir komunizieren, tut er es, gib ihn frei zum Beißen und Bringen des toten Arms, wenn das konzentrierte Sitzen klappt, fordere ein Schritt Fuß, (ich meine 1 Schritt) uns so steigerst du das Ganze, wie gesagt zu schreiben ist es langwierig vielleicht sieht man sich mal :pf:

ich schreib auf dein Mail, weil ich aus Erfahrung weiß, das es sehr viele gute Hunde gibt, die aber einfach keine Möglichkeit haben, dies zu beweisen, ... :i: mach dir mal eine "Kopf" drüber...

Tschüü


- Giuseppe - 29-12-2006

Bitte teile noch mit wie alt deine Hunde sind.
Die Ausführungen von Claudia Ph. finde ich auch soweit anwendbar, nur würde ich nicht einfach auf den Boden legen, sondern in quasi am toten Helfer lassen, denn beim Arm auf dem Boden sehe ich aufkommende Griffprobleme.
Der Hund sollte lernen, er muß sich beruhigen und auf dein Kommando zum Anbiß warten. Hiebei ist insbesondere die Rute zu beachten. Als SDH achte ich eigentlich bei allen hochtriebigen Hunden auf die Beruhigung der Rute ab, erst dann sollte der HF sein Kommando geben.
Bei meinem eigenen Hund arbeiten wir mit Hetzarm in Ruhephase (grundsätzlich kein Anbiß) und Arm in Anbeißhaltung (hier nur mit Reizwort).
Dein Hund sollte ruhig neben dir sitzen und erst auf den Kommando darf er in Aktion treten und aktiviert so den SDH. Nicht der SDH aktiviert den Hund.


- Claudia Ph. - 29-12-2006

...Griffprobleme :?: ich glaub nicht das, , diese sich aus einem liegenden Arm ergeben und zweites ein Arm am Helfer, eine zu hohe Reizlage birgt, wo der HF wieder verleitet wird, zu sehr einzuwirken und er Hund wieder passiv wird, sprich, nicht lernt was Ihn zu seinem Erfolg bringt. Es gibt auch Beißkissen die mal hinstellen kann... :deal:

... es soll Helfer geben, die ohne Reizlage auf dem Platz stehen können :w:

...es gibt Hunde die haben super Griffe, aber kommen durch keine Prüfung :pf:

..Fakt ist, das man nur ein Team ist, wenn Mensch Priroritäten setzt und sie gedankenvoll vermittelt und der Hund seine Arbeit als Mutivation sieht, sein Ziel zu erreichen.

Tschüü


- Giuseppe - 29-12-2006

Ich hatte bezüglich dem späteren Griff ja nur Bedenken geäußert. Es muß nicht so sein.
In den weiteren Punkten gebe ich dir ja schon recht. Ein "toter SDH" ist für mich u.a. auch der, welcher sich in den Gehorsamsbereichen Fuß nicht ständig dreht und den Hund fixiert. Das Kommando muß nur so laut kommen, daß es auch der SDH hört.


- wildwolf - 29-12-2006

Hallo zusammen,

die Hündin ist vier.
Der Hund darf auch momentan nicht beißen.
Nach der Methode gehen wir auch schon vor. Aber es ist der reinste Kampf- und das kann ja nicht sein.
Die Hündin steht so hoch in Beute, dass sie wie gesagt nicht mehr klar denken kann.
Sie gehört zu der Sparte, die nicht mal mehr bellen konnte wegen der Beute.

Das es ein Team sein muss, ist mir klar.
Würde ich keine Probleme haben, würde ich hier auch keinen Threat reinstellen

Gruß,
Caro


- BonnieH - 29-12-2006

Könnte Dir da die Arbeit am Pfahl behilflich sein?
Dadurch hast Du nicht das Problem, daß sie evtl. durch einen extremen Ruck durchgehen kann und der Helfer kann ganz genau den Abstand festlegen, so daß der Hund nur dann, wenn der Helfer es auch will zum Anbiss kommt. Solange der Hund rumhampelt, gibt's überhaupt nichts, erst wenn sie kurz still hält, gibt's die Bestätigung ... und der Zeitpunkt wird immer weiter heraus gezögert, bis sie kapiert hat, daß sie nur über die Ruhe zum Ziel kommt. Erst wenn das am Pfahl einwandfrei funktioniert, würde ich weiter gehen ...

Viele Grüße und toi, toi, toi!
BonnieH


RE: Gehorsam im Schutzdienst - surani - 29-12-2006

Hallo Wildwolf,

dieses Problem hatte mein Bruder mit seiner Hündin auch.

Wir haben so geübt:

Mit Hund in Grundstellung Aufmerksamkeit mit steigender Ablenkung üben.
Erst wenn Ihr es schafft, daß dein Hund ;trotz Ablenkung, mindestens 30 Sekunden voll auf dich konzentriert ist würde ich weitergehen.

Nun zum SD.
Zunächst muss dein Hund lernen, daß er mit "Ausflippen" keinen Erfolg hat.Er darf in diesem Zustand keine Bestätigung durch Anbiss bekommen.
Such dir einen guten SDH, der den Hund "lesen" kann. Die Aufmerksamkeit zum HF beim SD haben wir folgendermaßen trainiert: Ohne sichtbaren SDH auf den Platz gehen. Erst jetzt tritt der SDH in Erscheinung.Hund bekommt kein Kommando. Wenn Hund sich aufregt, ganz Ruhig stehen bleiben.K e i n Kommando vom HF. Weder Fuss, sitz,platz o.a. . Einfach nur r u h i g stehen bleiben. Nach einiger Zeit wird dein Hund dich fragend anschauen- nach dem Motto:Was soll denn das jetzt.Genau in diesem Moment ,und wenn es nur eine Sek. ist,musst du b l i t z s c h n e l l reagieren und deinem Hund seine Bestätigung durch Anbiss geben.
Bei jeder weiteren Übung die Aufmerksamkeit des Hundes einige Sekunden
mehr abfordern.

Wir haben für die Aufmerksamkeitsübung, mit Helfer in Sicht, 3 Übungseinheiten a. 10 Min. gebraucht
Nach einigen Wochen gab es noch mal einen "Rückfall",den wir dann mit
einem Abbruchkom. überstanden haben.
Zu bemerken wäre noch, daß mein Bruder und auch ich in dieser Übungsstunde unkonzentiert und nervös, also einfach Sch....e drauf waren.

Jetzt werden sicher einige sagen,daß der Hund in den Gehorsam gezwungen werden muss. Das sollte er aber erst, wenn er gelernt hat, was von ihm verlangt wird.

Wichtig!
Ich denke jeder SDH wird mir Zustimmen, daß der Hund keinen Anbiss kriegen darf, wenn er "ausflippt".

Such dir einen guten Helfer, der auch erkennt,wann dein Hund erwünschtes Verhalten zeigt.

Viel Erfolg!

Schnusi Smile


RE: Gehorsam im Schutzdienst - Sven Kronfoth - 29-12-2006

Hy,

wenn deine Hunde schon 4 Jahre alt sind, ist im Vorfeld etwas versäumt worden!
"Trieb macht Blöd" ist kein Spruch sondern Tatsache.
Hole deine Hunde erst einmal komplett runter indem du die Hose anziehst und den Hunden "sagst" was getan wird.
Dene Hunde müssen erst einmal die Treibwechsel lernen, um dann beim Schutzdienst das richtige Verhalten zu zeigen.
Ich empfehle Dir das Ausbildungsvideo "Aristo" von Dr Raiser empfehlen.
Habe mit das selbst gekauft und auf Grund der kompletten Arbeitsstunden, die auf dem Video sind, ist der Begriff "Triebwechsel" schnell begreiflich und erlernbar vom Hundeführer.

Sind deine Hunde dann soweit Grau, Blau, Grün zu unterscheiden, gibt es auch kein rumjaulen, heulen und überdrehen bei Schutz mehr.


- Giuseppe - 29-12-2006

Ich meine, daß sich die Auffassung und die Vorschläge von Schnusi und mir in die gleiche Richtung gehen.
Vier Jahre ist natürlich schon ein entsprechendes Alter, aber nicht zu spät.
Ruhe und Konsequenz sind ganz wichtig. Wenn das Kommando Platz sicher funktioniert, würde ich den Hund ablegen, warten bis er sich trotz dem ruhig stehenden SDH beruhigt und dann bei stillstehender Rute auf Kommando von dir bestätigen.
Dies dann auch auf Sitz usw. ausbauen. Der Hund darf nur in Aktion treten,wenn du es willst. Als weiteres würde ich den Hund ohne Stachel führen und mal bei so hohem Beutetrieb überlegen, ob ich den Hund nicht schon einmal außerhalb des Platzes (ebenfalls in ruhigem Zustand auf Kommando) anbeißen und tragen lasssen würde.
Wir hatten auf dem Hupla auch bei zwei Hunden das gleiche Problem und haben dies über diese Arbeitsweise in den Griff bekommen. Beide sind nun innerhalb schon kurzer Zeit soweit, daß sie ohne Leinenabsicherung zwischen HF und SDH im Platz liegen und sich vom HF abrufen lassen. Sie haben gelernt, daß der Beuteerfolg nur über den HF erfolgen kann.