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Enges Revieren (+kein "Ausbrechen")? - Druckversion

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Enges Revieren (+kein "Ausbrechen")? - Tommy - 27-11-2006

Hallo

Hintergrund: Mein Hund hat (wie vermultich viele Hunde) die Tendenz das 4. Versteck (vor dem Helfer) sehr weiträumig zu umlaufen und er neigt dann auch dazu (insb. bei der Prüfung wenn nicht passieren kann) das "Hier" zu verweigern und direkt zum Helfer zu gehen.

Wie bringt man (ihr) enges Revieren und den nötigen Gehorsam an dieser Stelle bei?
(Helfer in verschiedene Verstecke, über Gehorsam (TIG?), ...)

Danke für Tipps.


RE: Enges Revieren (+kein "Ausbrechen")? - Destiny - 27-11-2006

Hallo Tommy,

du kannst einen Helfer reinstellen. Das ändert aber nichts daran, dass dein Hund weiterhin versuchen wird zum Verbellversteck zu kommen und dich ignoriert.

Ich hab das aber über Bestätigung korrigiert. Laut PO sollen die Hunde ja nicht selbstständig revieren, sondern sich am HF orientieren. Bestätigung heißt, ich habe eine Beißwurst dabei. Wenn der Hund ums Versteck rumkommt, rufe ich ihn und wenn er kommt, bestätige ich ihn. Danach schicke ich ihn direkt zum Helfer. Hat bei meinem bestens funktioniert. Er umläuft das Versteck eng und läuft in meine Richtung bis ich ihn weiterschicke.

Gruß, Katja


- Andi - 27-11-2006

Hallo Tommy,

ich mache es so, dass ich von Anfang an die Verstecke auf der li. Seite gegen den Uhrzeigersinn und die auf der rechten mit dem Uhrzeigersinn umlaufen lasse.Abgesichert wird das durch eine lange Leine und eine zweite Person.Der Helfer steht im Rücken des HF.Habe da die Erfahrung gemacht,das er durch den Drang zum Helfer enger um die Verstecke läuft.Ich rufe ihn immer zu mir zurück und er muß vorsitzen.Dann bekommt er seine Bestätigung.Erst danach schicke ich ihn zum nächsten.
So arbeite ich Versteck für Versteck ab.

Gruss, Andreas


- Mayu84 - 27-11-2006

Was das enge Abrevieren angeht, kann ich nix sagen, da ich grad meinen ersten Hund führe und in dem Punkt "gesegnet" bin!


Aber das "Hier" habe ich ganz gut dadurch hinbekommen, das ich mich, wenn sie rankommen sollte, "hingehockt" (also irgendwie kleiner, nicht ganz hocken!) habe, denn Ball und Beißwurst interessierten sie in dem Moment nicht.
Hat sie interessiert und sie kam hocherfreut an.
Zumal ich, wenn sie ganz dicht vor mir war, direkt weitergeschickt habe, dabei aufgestanden, den Arm ausgestreckt und bisschen "Power" gemacht und da ist sie natürlich rasend ins nächste Versteck gelaufen...

Und nach und nach meine "Ausgangsposition" angenommen... solange halt, bis der Hund die "Routine" reinbekommen hat!


- Manni - 27-11-2006

Hallo Andi,
Zitat:Original von Andi
ich mache es so, dass ich von Anfang an die Verstecke auf der li. Seite gegen den Uhrzeigersinn und die auf der rechten mit dem Uhrzeigersinn umlaufen lasse.
...
So arbeite ich Versteck für Versteck ab.

... und woher weiss der hd, og er gerade ein "linkes" oder ein "rechtes" Versteck vor sich hat, wenn ich ihn im Aufbau aus der Grundstellung schicke? (bewust provokant gefragt)

Für mich hat ein Hd das Revieren erst verstanden, wenn er jedes Versteck, in das ich ihn einweise, in gleicher Richtung umläuft. Dies zeigt sich dann vor allem auf für ihn fremden Plätzen. Ob gegen oder im Uhrzeigersinn ist Ansichtssache, wobei ich gegen den Uhrzeigersinn bevorzuge.


Was das enge Umlaufen angeht: wie von dir beschrieben sicher eine sehr gute Methode; den Helfer beim Einweisen hinter den Hf zu stellen, umlaufen, Hd vorsitzen lassen und dann am Helfer bestätigen.


Manni


- Jupp - 27-11-2006

Lassen wir mal weg, daß ein sehr schneller Hund keine so enge Kurve nehmen kann, wie ein etwas langsamerer.
Was motiviert den Hund den kürzesten Weg, das ist die enge Kurve, zum HF zu nehmen?


- Andi - 27-11-2006

Hallo,

Zitat:Original von Jupp
Was motiviert den Hund den kürzesten Weg, das ist die enge Kurve, zum HF zu nehmen?
@Jupp: Vieleicht ein Click ? :?:

@Manni:
Sicher weiß der Hund nicht was re. od. li. ist.Weißt du, unser Platz verläuft ein wenig berauf.Ich hätte also auch schreiben können, ich lerne ihm die Verstecke immer von oben her anzulaufen.Abgesichert wird das durch eine Leine und eine zweite Person.Auch auf anderen Plätzen hatte der Hund damit kein Problem.

Gruss, Andreas


- Manni - 27-11-2006

Hi Andi,

mir ist dabei nicht ganz klar geworden, warum der Hd die Verstecke verschieden umlaufen soll.

Für mich gibt es aus "Hundesicht" nur ein klares Bild: entweder immer rechts, oder immer links. Alles andere wäre in meinen Augen "grau" und in der "Entscheidung des Hundes"


Manni


- Mayu84 - 28-11-2006

Ich habe schon beobachtet, das einige Hunde das mit "links" und "rechts" ganz locker handhaben.

Mal rechts, mal links wird "umkurvt".

Ist das ein Problem?
Man kriegt doch keine Punkte dafür abgezogen, oder?

@Jupp

Meine Hündin ist schnell und sie schafft dennoch die enge Kurve.
Okay, sie ist auch nicht besonders groß, muss man auch anmerken.
Ist nicht vergleichbar mit einem großen DSH.


- AndreaR - 28-11-2006

Bei Hunden, die zum Durchbrechen neigen, bleibt unser Helfer während des Revierens unerreichbar außerhalb des Platzes und betritt erst das Versteck, wenn der Hund alle vorherigen Blenden ordnungsgemäß umlaufen hat. Während der Helfer ins Versteck geht, wird der Hund vom HF auf der Mittellinie angehalten und abgesichert.

Stellen und Verbellen trainieren wir grundsätzlich an wechselnden Verstecken. Und wir stellen zur Provokation auch mal ein paar Leute vor ein leeres Versteck, während der Helfer sich in einem anderen befindet.

Ich habe mir angewöhnt, meinen DSH im Training nach jedem Umlaufen eines Verstecks vorsitzen zu lassen. Je schneller er bei mir ist und sitzt, desto schneller darf er weiter. Für die Erlaubnis zum Weiterlaufen – das bringt ihn schließlich seinem Ziel näher - strengt er sich mächtig an und so nimmt er den kürzesten Weg um die Blende. Das leidige Durchbrechen ist seither „vergessen“.

Gruß von Andrea