![]() |
|
Frage zum Thema verschlucken - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Ernährung / Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forum-23.html) +--- Forum: Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forum-25.html) +--- Thema: Frage zum Thema verschlucken (/thread-4914.html) |
Frage zum Thema verschlucken - Barbara Seiler - 23-08-2008 Hallo Leute , Nach dem traurigen Beitrag über Yocca von der Mohnwiese und schon viel zu vielen Fällen dieser Art , habe ich mir heute auf dem Spaziergang folgende Frage gestellt : In den Erste-Hilfe-Kursen für Menschen gibt es eine Technik ... wenn ich mich richtig erinnere nennt man es den "Heimmlich-Griff" ( benannt nach einem Arzt der Heimlich hiess) . Dabei wird bei Fremdkörpern im Hals die Person von hinten umgriffen und mit einem Ruck nach oben wird versucht einen Gegendruck vom unteren Körperbereich herzustellen, um das Teil aus dem Hals zu "katapultieren" . Beim Menschen bringt dieser Griff oftmals den rettenden Erfolg . Aber wie sähe das Ganze jetz aus, wenn man den Griff bei einem Hund anwenden würde ??? Wäre das eventuell eine Option um zu Helfen ?? Könnte man den Griff beim Hund nicht in ähnlicher Weise ansetzen ?? Vielleicht ist hier ja auch jemand der Tierarzt ist und könnte sagen wo und wie dies am effizientesten sein kann ...... Versteht mich bitte richtig : Ich bin überzeugt das jeder der betroffenen hundeführer ihr menschen möglichstes getan haben , ich stelle diese Frage lediglich ,..... es geht mir nur darum, ob dies eventuell eine möglichkeit sein könnte, falls einem meiner Hunde mal sowas passiert oder irgendjemandem der dies liest. grüsse - Beate Rominger - 23-08-2008 http://www.catgirly.de/Krankheiten/heimlich_griff.htm hab mal was drüber gelesen, aber das finde ich gerade nicht. Aber der Link liest sich ziemlich ähnlich Gruß Beate - vombaphomet - 23-08-2008 Hallo Barbara aus eigener Erfahrung kann ich folgendes bzgl Grifftechnik sagen. In dem Moment den Hund an der Lendengegend rechts links ruckartig hochreissen und den Kopf nach untenhalten, eine zweite Person muss versuchen den Ball zu greifen , das ist bei einem Hund in Panik und im Fall von einem ca 40 kg Rüden kein leichtes. Von Vorteil ist auch ein in dem Moment enganliegendes Halsband bzw den Hals mit der Hand zudrücken das der Hund nicht schlucken kann , so nun braucht man eigentlich schon ne dritte Person. Diese asozialen Gumminoppenbälle entwickeln mit dem Speichel eine Art Sogwirkung und ohne Schnur ist es so gut wie unmöglich den Ball herauszubekommen Im Fall von Jocca und Regine kann ich auch nur mein vollstes Mitgefühl aussprechen, sie war alleine mit einem ausgewachsenen Rüden und dem zufällig gefunden Ball und chancenlos,trotzdem hat sie alles erdenkliche versucht dem Hund das Leben zu retten. Wir hatten damals einfach mehr Glück , mit diesen Bällen spielt seither allerdings keiner meiner Hunde mehr !!! Grüsse Jutta - Trine - 24-08-2008 besteht eigentlich bei einem Hund die Möglichkeit einen Luftröhrenschnitt zu machen ? - Copain - 25-08-2008 Wir hatten das gleiche Erlebnis und unsere Hündin hatte Glück. Sie kaute gerne auf Ihrem Ball herum und bewegte ihn im Maul hin und her. Sie bekam den Ball auch nur, wenn wir im Haus waren und er ist ihr eines Tages beim Hin-und Herbewegen plötzlich in den Schlund gerutscht. Es saß im Hals fest, wir konnten ihn von außen fühlen. Was macht man da? Sie versuchte ihn ja schon rauszuwürgen und spukte bereits Blut. Auch sie hinten hochheben nutzte nichts (wir waren schon zu zweit) und an den Ball selbst kam man nicht ran. Panik! Tierarzt angerufen ( wir sollten sofort kommen ), Schuhe an, Schlüssel geschnappt und sie stand in der Küche und hatte den Ball vor sich liegen. Totale Erleichterung, da fällt einem mehr als ein Stein vom Herzen. Es ist monatelang gutgegangen und es war nie ein Gedanke, dass der Ball in den Hals rutschen könnte, denn so klein war er nicht. Sie hat jetzt einen, der garantiert nicht hinten reinpaßt. Grüßle Helga - Regina - 25-08-2008 Hallo, es ist alleine unmöglich einen 40kg Rüden zu heben. Einen Luftröhrenschnitt, wie man es bei 1. Hilfe am Hund gehört hat, ist viell. möglich. Nur womit??? Wo schneidet man?? Schneidet man im Schockzustand seinem eigenen Hund die Kehle auf, wenn man was dabei hätte??? Ich denke NEIN!!! Bei dem Noppenball hatte ich niemals eine Chance ihn heraus zu bekommen, obwohl ich ihn von der 1. Sekunde umschlossen hatte. Ich konnte nur verlängern, indem ich den Ball mit den Fingern zur Seite geschoben habe und somit immer mal Luft in ihn dringen konnte, Nase habe ich auch beatmet. Jocca hat mir total vertraut, daher blieb er oft recht ruhig, dann verdrehte er die Augen und bekam Panik, Zunge blau, zubeissen. Und das 1 Std lang. Ich wurde in den letzten 2 Wochen über viele ähnliche Unglücke informiert. Einige Hunde haben nur überlebt, weil sie entweder nah beim Auto und TA waren oder weil der Hund von mind. 4 Leuten gehalten wurde. 2 um den Hund zu halten, 1 um die Maulsperre zu halten und dann eine kräftige Hand, die heraus holt. Aber...bei einem Noppenball hat man keine Chance. Ich finde gut, dass darüber geredet wird, traurige Grüsse, Regina - Kirsten - 25-08-2008 Hallo, also Luftröhrenschnitt sollte man laut unserem TA tunlichst unterlassen (wenn man keine veterinärmedizinischen Kenntisse hat)! An den Hinterläufen hochheben und Ball versuchen zu greifen hat bei uns auch schon mal geklappt. Aber wir waren zu dritt! Auch eine Schnur am Ball kann im Notfall helfen. Habe auch schon gehört, dass jemand eine lange Schraube durch den Ball gedreht hat und den Ball so rausziehen konnte. Was ich jedoch nicht verstehe, ist dass im Speziellen Noppenbälle verteufelt werden. Bälle ohne Noppen, wie diese gelben, die gerne mit den Ballwesten verkauft werden, halte ich für viel gefährlicher. Diese Bälle sind nicht hohl, sehr leicht und für den Hund knautschbar. Wenn diese vom Hund eingespeichelt werden, werden sie so klitschig, dass sie im Nu nach hinten in den Schlund rutschen. Man hat kaum eine Chance, diesen glatten, glitschigen Ball überhaupt zu greifen. Und eine Schnur ist grundsätzlich nicht an diesen Bällen. Gruß Kirsten - Megan - 25-08-2008 bei meiner Hündin war es ein Vollgummiball mit dem sie schon seit langer Zeit gespielt hatte. An besagtem Tag warf ich den Ball wie 1000 mal vorher auch, die Hündin rannte hinterher und kam sogar zurück. Sie schluckte nur so komisch.....Ich riß ihr den Fang auf und dachte, "Gott sei Dank, da ist er ja", ich konnte den Ball berühren, ihn drehen, aber nicht zur Seite schieben oder geschweige denn herausholen....Ich versuchte alles, auch Stöcke als Hebel dahinterzuklemmen nichts half. Sie starb mir unter den Händen.... Ich glaube auch nicht, dass eine Schnur am Ball sicher hilft! So fest wie das Ding im Rachen sitzt reißt man eher die Schnur aus dem Ball! Mein Mann hat später den Ball aus dem toten Hund herausgeholt, ging auch nur mit Werkzeug und beim Herausziehen verformte sich sogar das Vollgummi! Ich kann auch nur appellieren, keine zu kleinen Bälle zu werfen, was man leider immer wieder sieht. Wir waren in Köln bei "jetzt geht`s los" und die Bälle in der Ballmaschine von Bart Bellon sind meiner Meinung nach auch viel zu klein! Da konnte ich gar nicht hingucken.... Ich wünsche niemanden solch ein Erlebnis! Im Falle von Regina war es ja leider ein unglücklicher Zufall, bei mir war es Unwissenheit..... Barbara - vombaphomet - 25-08-2008 hier ein Artikel allerdings in englisch http://thechaistory.blogspot.com/2008/08/chai-story.html - Regina - 25-08-2008 Hallo, auch ich habe diese Bälle 1000x vorher über die Schulter, nach ner tolle Sitzübung, geworfen und Jocca schnabte sie im Flug. Mir hätte das schon viel früher passieren können. Eine Schnur hätte auch nichts genützt, der Ball saß zu fest im Schlund, die Schnur wäre gerissen! Nicht umsonst hat der TA 10 Min gebraucht, mit Maulsperre und 3 versch. Instrumenten, ihn heraus zu bekommen. Für mich gilt für alle Zeit, wenn, dann nur noch Maulsperrenbälle!!!!! Ich denke, mit diesen gelben Bälle, die so glatt sind, wäre viell. die Chance größer gewesen, da sie keinen Wiederstand wie die Noppen haben, die sich sozusagen festsaugen im Schlund. Aber alles Wenn und Aber nützt nichts, ein Tennisball hätte man vielleicht zusammen drücken können. Wenn man jedoch alleine in einem Feld/Wiese ist und weit und breit kein Mensch, keinen Stock und nur ein untaugliches Handy, weil Blut verschmiert, hat man nie eine Chance. Wir, denen so etwas passiert ist, können die Zeit nicht zurück drehen und müssen damit leben, so tragisch und unfassbar es auch ist. Wir können nur aus unserer Situation lernen und sie zur Warnung aller erzählen! Regina |