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Fütterung bei körperlicher und geistiger Beanspruchung - Druckversion

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Fütterung bei körperlicher und geistiger Beanspruchung - Petra Janke - 02-10-2006

Hallo an alle,

mich interessiert, was Ihr bei relativ hohem Trainingspensum füttert (stetiger Anstieg der körperlichen und auch geistigen Anforderungen), um

a) den gestiegenen Energiebedarf zu decken

b) den Muskulaturaufbau zu unterstützen

Gibt es zudem Mittel/Hausrezepte (keine Medikamente!!!), die ihr kennt/verwendet, um kurzfristig nach einer körperlichen Anstrengung die Regeneration eines Hundes zu unterstützen ?

Wie wirken sie und welche Erfahrung habt ihr damit gemacht?

Danke
Petra


- Conni - 02-10-2006

Ich füttere meine Hündin ganz "normal" weiter - auch wenn wir anstrengende Trainingstage oder Einsätze (ich führe sie als Rettungshund in der Fläche) hatten. Gibt dann höchstens mal "einen Schlag extra", soll heißen eine etwas großzügigere Portion und gut is.
Nach Prüfungen kriegt sie von mir immer einen Quark mit Honig (aber das läuft glaub ich eher unter "Belohnung" als unter "Energiebedarf decken"...).
Ich meine, wenn ein Hund artgerecht und mit vernünftigem Futter versorgt wird, dann braucht's (zumindest bei einem gesunden HUnd) nix extra.


- Trine - 03-10-2006

Bei körperlicher Anstrengung verändert sich der pH-Wert im Körper und das Immunsystem wird dadurch (kurzfristig) geschwächt; deshalb solltest Du nach der Belastung etwas basisches füttern, um den pH-Wert zu normalisieren - dies unterstützt die Regeneration und stabilisiert das Immunsystem.


- Petra Janke - 03-10-2006

@ Conni
Ja, grundsätzlich hast Du sicherlich recht. Genau so, wie ein gesunder, sich ausgewogen ernährender Mensch sicherlcih sportlich zu einigen Leistungen in der Lage ist, ohne dass er seine Ernährung umstellen muss, so ist es sicherlich auch bei den Hunden.
Bei Leistungssportlern sieht dies jedoch in der Regel schon anders aus. Und genau darauf wollte ich hinaus. Mit der Erhöhung der Futtermenge allein kann man sicherlich ein wenig bewirken, aber mir ging es eher um eine gezielteUnterstützung in Form von verstärktem Füttern bestimmter Nahrungsmitteln. Dies zum Thema mittel-, langfristiger Aufbau von Muskulatur und Unterstützng der Fittness (Kondition, Konzentration, schnellere Regeneration).
Das Thema kurzfristige Regeneration und wie dies zu erreichen, bzw. zu verbessern wäre, ist da noch ein weiteres Thema, das mich interessiert.

@ Trine
vielen Dank!! Ich habe mittlerweile einige Tipps und "Rezepte" persönlich und per Mail bekommen, da werde ich gleich mal Deine Empfehlung abgleichen und mit einfließen lassen.

An alle vielen Dank und Gruß

Petra


- Dürken - 03-10-2006

Wir haben eine Triathlon-Athleten im Verein.

Wenn ich das nun auf den Hund umsetze, dann würde ich dem Hund VOR der Belastung vermehrt Kohlehydrate zuführen und ausreichend Flüssigkeit.

Gruß Dürken


- Bine DSH - 03-10-2006

Hallo Dürken,

Du kannst es aber nicht auf den Hund umsetzen, weil der ein Fleischfresser ist, im Gegensatz zum Menschen, der zu den Allesfressern zählt.

Ein Canide nimmt vor der Jagd keine Kohlenhydrate zu sich. Tatsächlich ist der Bauch eher leer... Dafür gibt's hinterher eine Riesenportion tierischer Proteine... Big Grin

LG

Bine


- Highlander - 03-10-2006

Wir hatten vor einigen Wochen eine Unterhaltung mit einem Windhundsportler. Diese schwören zur Leistungssteigerung auf FRUCHTzucker. Traubenzucker hat wohl den negativen Nebeneffekt --> schnell hochgepowert und genausoschnell wieder runter. Fruchtzucker steigert über einen längeren Zeitraum....


- Gilette - 03-10-2006

Mittlerweile geben auch immer mehr Windileute Elektrolyte ins Wasser. Obs was bringt wird von der Mehrheit der TÄ allerdings bezweifelt. Von Schlittenhundetouren her kenne ich Power-Packs, so ähnlich wie die Energieriegel für Ausdauersportler.


- Dürken - 03-10-2006

Hallo Petra,

mal eine ganz andere Frage, wozu brauchst Du diese Energie??

Gruß Dürken


- Petra Janke - 04-10-2006

Hallo Dürken,

der Anlass meiner Frage ist zum Teil persönlicher und konkreter, zum Teil allgemeiner Natur.

Zum Allgemeinen:

Ich habe mich Folgendes gefragt: Trockenfutterhersteller bieten verschiedene Futtersorten für unterschiedliche Lebensalter / Belastungssituationen des Hundes an, mit der Begründung, dass die Zusammensetzung des Futters sich halt genau diesen unterschiedlichen Lebensbedingungen anpassen sollte. Daraus ergab sich für mich die Überlegung, wie es sich bei einer Barf-Fütterung damit verhält.
Ich persönlich denke zwar, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Fütterung bestimmt schon einmal nicht verkehrt ist und man über die Menge der Rationen dann auch darüber hinaus etliches steuern kann.
Aber ist das wirklich alles? Bzw. das Optimale? Ich weiß, ich bin da wahrscheinlich übergenau, aber mich interessieren halt die Erfahrungen anderer Barfer, die sie in unterschiedlichen Lebensphasen ihres Hundes gemacht haben.
So ist ja auch z.B. bekannt, dass im Welpen-, Junghundalter darauf geachtet werden sollte, den notwendigen Calziumbedarf –der in dieser Phase höher ist- durch dementsprechende Fütterung zu decken. Mich interessiert derzeit speziell die nächste und übernächste Phase im Leben eines Sporthundes, die des jungerwachsenen Tieres, mit dem mit dem Training begonnen wird (Konditions-, Muskulaturaufbau) und dem dann im „vollen Saft“ stehenden Hund, der kontinuierlich, über einen längere Zeitraum abrufbare Leistung bringen sollte, aber dann ebenfalls zu bestimmten, konkreten Zeiten auch zu „Peaks“ in der Lage ist.
Wie man das Training adäquat gestalten kann, darüber findet man im Netz (auch hier im Forum) einiges, aber über die Optimierung der Fütterung habe ich bislang wenig erfahren.

Konkret:
Ich habe einen jungen Rüden, mit dem ich seit ca. 3 Monaten kontinuierlich das Trainingspensum angezogen habe (das volle SchH-Programm und zeitgleich Ausdauertraining (Fahrrad), beides recht intensiv + sonstiges Krafttraining). Sicherlich nichts Außergewöhnliches, aber ich habe dabei für mich einige interessante Beobachtungen gemacht, als ich anfing, ein klein wenig an der Art seiner Futterzusammensetzung „zu drehen“. Und genau diese Erfahrungen / Empfehlungen, die vielleicht auch andere Barfer gemacht haben, interessieren mich.

Sorry, das Ganze ist etwas lang geworden, aber ich hoffe, die Intention meiner Fragen ist nun deutlicher.
Gruß
Petra