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DSH beißt oberhalb der manschette und schüttelt den ärmel...HILFE!!! - Druckversion

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DSH beißt oberhalb der manschette und schüttelt den ärmel...HILFE!!! - Boone - 03-01-2012

habe ein problem.......
ein vereinsfreund von mir hat einen dsh (3jahre) keine schH-prüfung.
wenn ich ihn figuriere beißt er nicht in die mitte des ärmels auf die manschette, sondern oberhalb der manschette richtung ellenbogengelenk.
falls es mir mal gelingt ihn bisschen "auszutricksen" und er nen den ärmel sauber mittig annimmt, will ich ihn zur bestätigung den ärmel tragen lassen.
sobald der hf mit seinem hund losrennt fängt der hund mit dem ärmel an wie besessen zu schütteln.
hab schon beißkissen probiert, technikarm, ne plastikmanschette übers gelenk, etc. leider ohne erfolg.

hat jemand nen tipp für mich?
würe ihm gerne helfen aber bin mit meinem latein am ende :-(



viele grüße
boone


- Heinz.S - 03-01-2012

Hallo Boone,das ist kein Problem der Technik,sondern des Kopfes.Der Hund versucht den Konflikten zu entgehen,im dem er sich die Enden des Armes sucht,oben ist in jedem Falle noch besser als unten.
Es gibt/ kann 2 Gründe für seine Konflikte geben (Und die hat er ganz sicher).....
Ist der Hund für diese Arbeit geeignet,hat er die Nerven für Schutzdienst,wenn ja.......
wie hetzt du den Hund,belastest du ihn und kannst du ihn raus nehmen,sprich in eine Ruhephase arbeiten?
Bevor du das nicht beantworten kannst,brauchst du nicht weiter zu überlegen.
Arm geben ist nicht immer die Lösung.
LG Heinz


- Boone - 03-01-2012

ich arbeite den hund nur in der beute....keine wehrbereiche...... ich will ih so ruhig wie möglich arbeiten....gerade wegen den defiziten.....
das problem ist, das der hundeführer sein hund nicht wirklich abstellen kann......er bekommt ihn ins platz, aber wirklich ruhig sieht anders aus.


...... nicht aufgeben! - sportsman - 03-01-2012

Moin moin,
mit diesen Problemen kommen sehr viele HF zu mir - hierbei habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wie HeinzS soeben schon andeutete, der Hund mit gewissen Belastungen, vom Helfer ausgehend, nicht zurechtkommt.
Ich will Dir gerne glauben, dass Du alles versuchst, nur Beutereize zu setzen. Es ist aber ein Unterschied, wer und wie Beutereize gesetzt werden.
Deshalb mache ich bei diesen Hunden zunächst Beutereize auf den Ärmel an der Leine, wo der Hund sich zunächst allein mit der Beute auseinandersetzen kann, ohne mir (als Helfer) zu misstrauen.
Vor dem Anbiss wird die Beute fintiert angeboten - heißt: langsamer anbieten und schnell zurückziehen - zwei- bis dreimal nacheinander, bis der Hund nicht mehr bellt, sondern versucht, die Beute zu packen. Hat er die Beute, aussteigen und an der Leine stramm halten, dabei als Helfer noch seitlich stellen - also nicht in Front zum Hund. So fängt es an-bis der Hund mit der Beute wieder zu mir kommt, um weiterzumachen. Dann hat er die richtige Einstellung zur Beute.
Meine Methode ist vielen zu soft, ich erreiche damit jedoch viel mehr als manche andere, die das mit Zwang regeln wollen, dauert bei mir nur etwas länger (macht aber allen mehr Spass - sogar dem Hund).
Soviel bis hierher - Fortsetzung folgt - wenn Du möchtest.
LG
Ralf


- Heinz.S - 04-01-2012

Hallo Boone,du hast das volle Programm gebucht,Streß mit Führer und Streß mit Helfer.
Ihr habt den Hund in Verhalten gezwungen,ohne ihm beizubringen,dort Ruhe zu finden,was den Hund nur noch mehr hoch dreht,weil er die Zwänge durch Nervigkeit abarbeiten muß.
Mein Freund Ralf ist ganz sicher in der Lage,dir weiter zu helfen,bzw zu erklären,was nötig wäre.
Aber aus eigener,leidvoller Erfahrung weiß ich,das es "aufm Platz"ganz anders ist als vor Rechner und wenn zwei über eine Sache sprechen,in der Realität die Sichtweisen weit auseinander liegen.
In sofern ist es schwierig,da Hilfestellung zu geben.Als erstes würde ich aber abklären,wer von euch beiden HF/ HL dem Hund beibringt,wie das Spiel läuft,bzw, wie der Hund sich in den bestimmten Triebbereichen zu verhalten hat.
Das kann schon mal eine der schwierigsten Aufgaben sein,die man sich vorstellen kann.
Die effektivste Lösung wäre,frag Ralf doch mal,ob er Zeit hat,ein Seminar bei euch zu geben.
Ihr würdet es nicht bereuen.
LG Heinz


- Boone - 04-01-2012

was ihr beiden schreibt klingt logisch....danek. im grunde versuche ich genau so zu arbeiten... der hund hat von mir noch nie schlechtes erfahren..... der hund hat keinerlei probleme mit belastung vom softstock...obwohl ich in der letzten zeit die belastung eher weglasse weil ich dem hund ja sicherheit geben will....
mir kommt es vor als ob der hund völlig verwirrt ist... er zieht schon ab dem auto für auf den platz...aufm platz weiß er aber nicht wirklich was er soll und wo er sicher ist.
ich dachte mir es sei vielleicht ein guter anfang dem hund beizubringen ruhig zu sein und erst auf "voran" geht die party ab.....dann einmal im vorsitz bellen und anbiss und ab vom platz...stressfrei für den hund.....ich denke so gehts nur langsam voran, aber dafür strukturiert.
dem hund wurde quasi 3 jahre lang falsches verhalten beigebracht...das problem ist also hausgemacht.......... der hund bekam viel lack ohne zu wissen wofür.

was haltet ihr davon, sofern per ferndiagnose möglich, wenn ich dem hund jetzt ruhe lehre und wenn er abschalten kann, dann anfange mit beutespielchen und sicherheit....... ärmel an 2m leine, helfer dreht sich aus dem hund raus, etc. ??? gute idee???



ps.: ralf von wo kommst du? kannst du mir auch gern per pn beantworten.


viele grüße
boone


meine sicht der dinge - dberensmann - 05-01-2012

Boone,'index.php?page=Thread&postID=126827#post126827' schrieb:im grunde versuche ich genau so zu arbeiten... der hund hat von mir noch nie schlechtes erfahren.....
es kann durchaus sein, das der hund vorher gemachte lernerfahrungen, im zusammenhang einer schd session, sofort auch auf dich überträgt. so gesehen sollte man zumindest im hinterkopf haben das du sehr wohl diese ungünstigen lernverknüpfungen zum vorschein bringst. es geht nicht darum was man macht, sondern darum wie der hund sich fühlt!

Boone,'index.php?page=Thread&postID=126827#post126827' schrieb:der hund hat keinerlei probleme mit belastung vom softstock...obwohl ich in der letzten zeit die belastung eher weglasse weil ich dem hund ja sicherheit geben will....
das weglassen von belastenden reizen muß nicht immer und unbedingt dazu führen das sich ein hund sicherer fühlt. es kann sogar sein, das diese fehlenden reize zu einer verunsicherung des hundes führen. belastung und stress sind ja erstmal völlig wertneutral zu sehen. nur durch die reaktion im verhalten des hundes kann man beurteilen ob es sich im ergebnis positiv oder negativ auswirkt. es kann also durchaus sein das stress und belastung zu einer verhaltensoptimierung führt, ... das schreibe ich mit aller vorsicht!!

Boone,'index.php?page=Thread&postID=126827#post126827' schrieb:ich dachte mir es sei vielleicht ein guter anfang dem hund beizubringen ruhig zu sein und erst auf "voran" geht die party ab.....dann einmal im vorsitz bellen und anbiss und ab vom platz...stressfrei für den hund.
wenn das mal so einfach wäre. tatsache ist das gefestigte unerwünschte verhalten nur sehr schwer zu optimieren sind. es kommt sehr schnell zu einer spontanerholung (die schubladen gehen auf) die besonders bei stress und überlastung bzw in konfliktsituationen stattfindet und sofort das unerwünschte verhalten wieder zum leben erweckt.

Boone,'index.php?page=Thread&postID=126827#post126827' schrieb:ich denke so gehts nur langsam voran, aber dafür strukturiert.
dem hund wurde quasi 3 jahre lang falsches verhalten beigebracht...das problem ist also hausgemacht.......... der hund bekam viel lack ohne zu wissen wofür.
ein strukturiertes und geplantes training ist natürlich etwas das jedem hund gut tut. die große frage ist es welche teilziele man verfolgt, also wie man die sache angeht. ich denke das es von vorteil wäre, wenn der hund (und auch der hundeführer) für ein paar wochen erst mal gar nicht mit der griffproblematik konfrontiert wird. ein hund muß nicht beißen um erfolgreich zu sein. man muß auch nicht immer mit der beute (hetzarm) bestätigen, um ein verhalten zu optimieren. ich würde dem hund erstmal lernen über das ableisten von technik (gehorsam) freigaben in die aggression (der hund ist hier an der leine) einzufordern. der helfer kann hier wunderbar auf die aktivitäten eingehen und dem hund das gefühl der überlegenheit vermitteln. der erfolg für den hund besteht darin den helfer abzuwehren, er flüchtet, der konkurent wird vertrieben. anschließend wird der hund wieder in die technik geführt usw usw.

ich wollte hier keine romane schreiben, es ging mir nur um variationen! :peace:


- Boone - 05-01-2012

hallo detlev,

du denkst das klare triebwechsel dem hund helfen könnten......klingt soweit gut, aber dazu muss der hund in der lage sein runterzufahren und sich zu konzentrieren.... das is ja genau das problem....das kann der hund noch nicht....hat er wohl nie richtig gelernt.
ich denke es ist wirklich schwer mir hier übers forum tipps zu holen....bei dem hund fehlts an allen ecken... leider..... ich dachte ich probiers mal......würde dem HF gerne helfen...will nichts unversucht lassen....
ich denke ich poche jetzt mal weiterhin auf ruhe......wenn der hund in der ruhephase sicher ist, geh ich ne schritt weiter...

vielen dank für diene tipps und deine mühe detlev.....dein beitrag bleibt bestimmt nicht unberücksichtigt.....

viele grüße
boone


- karla - 05-01-2012

Hi Daniel,

pack den Hund mit seinem HF ein und fahr zu Thomas.
Er kann euch helfen.

Ralf hat seinen HuPla in Eckernförde, kleines Stückchen weiter zu fahren.
Wobei sich das allemal lohnen würde.

wauwau
Karla


- Heinz.S - 05-01-2012

Boone,'index.php?page=Thread&postID=126832#post126832' schrieb:du denkst das klare triebwechsel dem hund helfen könnten......klingt soweit gut, aber dazu muss der hund in der lage sein runterzufahren und sich zu konzentrieren.... das is ja genau das problem....das kann der hund noch nicht....hat er wohl nie richtig gelernt.
Durch Unterordnungen in diesem stadium staut sich dein Hund immer mehr,was zu heftigeren Entladungen führt.
Ein Freund von mir hat ein sehr simples,aber ungemein effektives System,Hunde in den ruhigen Griff zu bekommen.
Es hat zwar irgendwann mal Nachteile,die sind aber in der Situation zu vernachlässigen.
Mach eine lange Leine an den oberen Armteil und laß den Hund mit HF im Kreis laufen nach dem Anbiss,dann immer Ruckartig die Beute streitig machen.
Beide Leinen auf Spannung,schnell läßt der HF den Hund nachgreifen und weiterlaufen.
Nix anderes,bis der Hund beim Ruck hält.Nach ein paar mal vom Platz.
So lernt der Hund erstmal die Beute zu sichern,durch laufen Spannungen abzubauen und du als Helfer kannst auf Distanz recht konfliktfrei mit dem Hund deine Beutespielchen in Richtung "Beute ist Ruhe" steuern.

Ich weiß nicht,welchen Thomas die Karla jetzt meint :hallo: gibt ja einige Big Grin ,aber helfen können dir die sicher alle,wahrscheinlich effektiver als auszuprobieren.
LG Heinz