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Operantes Arbeiten im SD - Druckversion

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- Jupp - 01-12-2006

sorry, gemeint war Thomas


- Akira - 01-12-2006

Hi Jupp
Mit vielem was Du sagst, kann ich absolut Deine Meinung teilen, nur lege doch mal die Karten auf den Tisch.
Wer bist Du?
Es ist wirklich mühsam, wenn jemand alle belehren will, aber nie sagt wer er ist und was er ausbildet ect.
Ich glaube auch die Diskussion wäre dann einfach auch ein bischen friedlicher und man hat wirklich einen Ansprechpartner, wie mit einem Pseudonym zu reden.
Gruss Denise


- Sabine Jüdes - 01-12-2006

Hi, Thomas,

endlich mal wieder.......danke.


Sabine Jüdes


- Giuseppe - 01-12-2006

Jupp, ich habe deine Antwort nicht verstanden.

Was ist für dich Wehrtrieb bei einem Hund?


- Crazy - 01-12-2006

@ Thomas

geiles Posting :dh: :dh: :dh: :ja

@ den Rest

Habt ihrs immer noch net gemerkt ????
Jupp = Zottfix Rolleyes

Sissy, die sich nu wieder zurückzieht ;:


- Detko - 01-12-2006

Hallo Crazy,

wie wäre es mit mKaker nebst Zottfix!

Beide erzählen gerne von der Theomantie. Big Grin


- Walter Schmidt - 01-12-2006

Zitat:Original von Jupp
Schon das erste Verbellen des Welpen oder Junghundes aus einer wie immer gearteten Belastung heraus zu entwickeln, weil man meint, daß es sonst mal nichts als Beutebettelei wird statt „ehrlichem Fight“, ist falsch, genauso wie den Hund in eine Situation von „fight or flight“ zu bringen. Der „ehrliche Fight“ des „stolzen“ Hundes ist reine Hundeführerromantik von Martin und widerspricht der Verhaltensbiologie.

Das operante Lernen ist zwar unromantisch, weil es Reize nutzt, um Reaktionen hervorzurufen, und diese zu bestätigen, aber für den Hund ist das immer auch emotional angenehm. Das Lernen mit begleitenden guten Emotionen ist bekanntlich besonders erfolgreich.

Tja, ich würde einmal sagen, dass du Thomas nicht verstanden hast. Es geht bei der von Thomas beschriebenen Schutzdienstausbildung nicht um eine "wie auch immer geartete Belastung". Aber das weiß man nur, wenn man diese Art der Ausbildung kennt. Es geht nicht darum, dass man "meint, dass es sonst mal nichts als Beutebettelei wird", sondern es geht um das Nutzen von natürlichen Ressourcen. aber das weiß man nur, wenn man solche Hunde kennt. Und es geht hier nicht um Hundeführerromantik, sondern es geht um eine Ausbildung, die als erfolgsorientiert zigfach den Nachweis geliefert hat. Aber das weiß man nur, wenn man solche Hunde schon bei der Arbeit gesehen hat.

Und für den Hund ist diese Art der Ausbildung absolut emotional angenehm und stets selbstbestätigend, und deshalb gebe ich dir da auch recht, diese Art des Lernens ist besonders erfolgreich.

Servus Walter


- Anke - 01-12-2006

Hallo Walter,

dumme Frage am Rande: ist das die Ausbildung, die Edgar Scherkl in seinen "Back to nature" Seminaren vermittelt?

Gruß
Anke


- Walter Schmidt - 01-12-2006

Hallo Anke,

das weiß ich nicht, ich habe kein Seminar von Edgar besucht. Wir arbeiten schon seit vielen Jahren auf den jeweiligen Hund abgestimmt so oder so ähnlich.

Aber ich könnte mir ohne weiteres vorstellen, dass Edgar diese Art der Ausbildung im Schutzdienst ebenfalls bevorzugt.

Servus Walter


- roland - 01-12-2006

Zitat:Original von Jupp
Natürlich hat auch ein junger Hund, der operant gearbeitet wird, den Eindruck, daß er den Helfer beherrscht, insofern er mit dem Bellen die Bestätigung auslösen kann. Der Hund lernt, daß er mit seinem Verhalten den Helfer aktivieren kann.Aber erst ab einer bestimmten Reifeentwicklung kann er Ernsthaftigkeit als Antwort auf steigende Belastungen entwickeln.

Das wir uns im klaren sind operantes Lernen ist nichts anderes als die instrumentelle Konditionierung. Wenn wir uns die Ausbildung des jungen Hundes beim verbellen anschauen, so ist der erste Bellton reines Konfliktverhalten . Der Hund hat somit nicht das Gefühl das er den Helfer beherscht. Zu diesem frühen Zeitpunkt hat der Hund auch nicht das Gefühl das er den Helfer beherrscht , sondern er folgt seinem Beutetrieb. Beutetrieb hat jedoch eher einen spielerischen Charakter , der Helfer wird somit eher zum Spielkameraden. Wie soll da Ernsthaftigkeit daraus entstehen ?

Das mit der Reifeentwicklung selber sind leere Floskeln . Ich hatte eine Hündin bei mir auf dem Platz , die über ein Jahr in der Beute gearbeitet wurde. Diese Beutearbeit wurde jedoch immer schlechter , die Folge war ein Hund der mit über einem Jahr immer noch am Lappen gearbeitet wurde. Ich packte gleich den Schutzarm aus, und habe den Hund im Wehrtrieb gearbeitet. Die Folge war , das ich diesem Hund über das Wehrverhalten die Beutebereiche geöffnet habe. Die Realität auf dem Übungsplatz sieht meist anders aus, als Helfer musst Du innert Sekundenbruchteilen instinktiv richtig handeln. Da bleibt nicht viel Zeit um zu überlegen ob dies der Theorie der instrumentellen Konditionierung entspricht. Wehrtrieb wiederum hat auch einen Schlüsselreiz, und ein Triebziel und somit widerspricht Wehrtrieb in keiner Weise der Theorie des operanten Lernens. Die instrumentelle Konditionierung , beschreibt doch lediglich ein Lernverhalten mit dem ich das angeborene Verhalten modifizieren kann.
Wer glaubt das seine Lernmethode die einzig richtige sei, der wir irgend wann mal vor einem Dilema stehen, bei dem er nicht mehr weiter weiss. Es ist nicht so das jeder Hund das Verbellen auf die gleiche Art lernen wird. Es gibt Hunde die sind schon im frühen Alter so sicher das sie , bevor sie auf das sperren mit bellen reagieren, erst einmal denjenigen "nageln" der sie sperrt nämlich den Hundeführer.