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Operantes Arbeiten im SD - Druckversion

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- luca - 30-11-2006

Zitat:Original von Giuseppe
Es geht doch darum, gemeinsam mit den vorhandenen Triebanlagen jedes einzelnen Hundes eine gemeinsame Leistung abzugeben.

...und außerdem ist die Prüfung ein Selektionskriterium für die Zucht und keine (ausschließliche) Plattform für Selbstdarsteller, die nur gewinnen wollen.

Man sieht die Unterschiede zwischen Bällchenbellern und echten Hunden schon sehr gut und es schadet auch nicht, wenn es beides gibt, aber wenn es nur noch Bällchenbeller gibt, dann kann man auch einen Strich durch das Thema Gebrauchshund machen und trifft sich ganz locker zum Dogdancing....

Schöne Grüße,
Andreas


- martin - 30-11-2006

Na Andreas, wenn das so einfach wäre.

Schon mal überlegt, dass es auch bei Bällchenbellern richtig gute Hunde geben kann. Und - schon mal gesehen, wie sickig so ein Guter werden kann, wenn man das Teil nicht rausrückt?

Für die Einen ist diese Übung eben anzeigen einer stillstehenden Person - für Andere die erste Dominanzhandlung an einem suspekten SD - Helfer.

= reine Einstellungssache - beides leicht auszubilden.

Gruß
Martin


- luca - 30-11-2006

Zitat:Original von martin
Schon mal überlegt, dass es auch bei Bällchenbellern richtig gute Hunde geben kann

Ich habe kein Problem mit guten Hunden, die auch Bällchenbellen können. Ich meine Bällchenbeller so abwertend, wie es zum Vergleich nötig ist. Tolle Sporthunde, die alles können und gleichzeitig den ursprünglichen Inhalt verloren haben, um den es mal ging.

Schöne Grüße,
Andreas


- Jupp - 30-11-2006

Die Art der Ausbildung verändert die Gene, die ein Hund vererbt, nicht.

Die Überprüfung eines Hundes in einem anderen Rahmen als auf einer Sportprüfung ist ja nicht ausgeschlossen.

Ein Züchter ist nicht verpflichtet, nur nach Sporterfolgen zu entscheiden.


- peter.stehr - 30-11-2006

Zitat:Original von luca
Man sieht die Unterschiede zwischen Bällchenbellern und echten Hunden schon sehr gut und es schadet auch nicht, wenn es beides gibt, aber wenn es nur noch Bällchenbeller gibt, dann kann man auch einen Strich durch das Thema Gebrauchshund machen und trifft sich ganz locker zum Dogdancing....

Schöne Grüße,
Andreas

@ andreas,

dem ist nichts mehr hinzuzufügen -a: -a: -a:

wenn wir noch von Gebrauchshunden reden wollen, dann sollten wir sie sowohl ausbildungstechnisch als auch züchterisch erhalten.
Ich denke, dass wir mit den "Bällchenbellern" eine Einbahnstraße befahren.
Wohin Inkonsequenz in der Zucht von Gebrauchshunden führen kann, dass beweisen uns gerade Leute, welche nur noch nach Schönheit züchten.
Diese Hunde haben in der Regel die SchH III und sind doch wohl als "Gebrauchshund" kaum mehr geeignet.
Mir persönlich ist der Hund, der gelernt hat Konflikte am Helfer zu lösen und dabei auch mal eine "Sauerei" losläßt lieber, als der "Bällchenbeller".
Wenn ich meinen Diensthund gegen einen Straftäter einsetze, dann kommen dort keine Bälle geflogen sondern Knüppel und anderes.

Und Jupp, wir rekrutieren unsere Diensthunde zum größten Teil von Züchtern oder Sportlern

Gruß Peter


- Mayu84 - 30-11-2006

Zitat:Wenn sie die PO ändern, kein Problem: ich kann auch das ausbilden.


Hahahahahahahaaaa, der war gut! Big Grin


Im Ernst mal Jupp, solltest du dich nicht entscheiden, welchen Kurs du fährst?

Du bildest für Punkte aus?
Du willst Punkte?
Du bringst deinem Hund auch Männchen bei, wenn es dafür Punkte gibt?

Du bist für mich einfach nur noch lächerlich, der nächste Clown auf der Geburtstagsparty meines Neffen!
Bring deinen Hund mit, der kann ja Männchen machen...meine macht das nicht, war wohl zu aggressiv mit ihr! Rolleyes
Wozu hast du überhaupt deinen Hund?


Ist es nicht das Wichtigste, das man mit seinem vierbeinigen KUMPEL, gemeinsam eine tolle Zeit verbringt, selbst wenn die Prüfung für Lacher sorgt?
Aus was für Gründen auch immer?
Und andere bezichtigst du, sie würden den Hund nicht mehr als Hund sehen!!! Rolleyes
Oder sie bräuchten eine "Deutschstunde"!
(KiGa lässt grüßen!)

Punkte sagen nichts über die vererbbaren Gene aus...stimmt schon, TEILWEISE!
Aber sie können definitv viel über die QUALITÄT der zukünftigen Welpen sagen...
Man muss schon abschätzen, was gut zusammenpasst...wenn man nun schwer führigen Rüden x schwer führige Hündin zusammensetzt, beide extreme "Triebschweine", ist die Gefahr groß, das die Welpen auch /noch schwer(er) zu händeln sind...

Man will doch den guttriebigen, "harten" und dennoch führigen Hund, oder etwa nicht?


Was den SD angeht...also ich bin zu einem Ergebnis gekommen...man kann soviel planen wie man will, letzten Endes kann man nur das Ziel im Auge behalten.
Die Wege dorthin ändern sich manchmal "fast jede Woche"!
Denn unsere Hunde erleben verschiedene Gemütslagen und reagieren dementsprechend mal härter/mal weicher.

meine Hündin war am Anfang so extrem hoch geschraubt, sie fiepte ständig während dem SD...und zwar immer dann, wenn es ihr nicht schnell genug ging...was tun?
Arbeite ich schneller, wird sie schwerer zu händeln, tue ich es nicht, strapaziert sie Trommelfelle!

Als sie nicht sauber verbellen wollte, wurd sie schön angeleint und dann wurd für Frust gesorgt...Fazit: sie wurd richtig aggressiv, drehte sich um, schnappte mir ins Knie und hampelte rum...
So schnell ging das, was hätt ich tun können?

Im Versteck, Hund wird frei reingeschickt...soll ebenfalls verbellen, tut es nicht richtig, ist man für eine Sekunde unaufmerksam, hängt sie dem SDH fast im Gesicht.


Es kann soviel passieren...man kann vorausplanen, meistens bringt es jedoch nicht viel, weil der Hund immer irgendwann etwas zeigt, auf das man nicht vorbereitet war.

Man sollte das Ziel im Auge behalten und sich auf neue Wege einstellen...vor allen Dingen bei Hunden, die für die Kampfhandlung alles tun würden, denen es egal ist, ob sie sich dabei verletzen oder ob sie extremen Druck aushalten müssen...
bei solchen Hunden könnt ein Schaf auf den Platz laufen, egal...der SDH ist ja noch da...

Für mich zählt nur der Spass an der Ausbildung, der Reiz, dem Hund "gewachsen" zu sein, Potenzial voll auszuschöpfen...

Und nicht die Punkte, Pokale oder Urkunden... Rolleyes


- luca - 30-11-2006

Jupp,

Zitat:Original von Jupp
Die Art der Ausbildung verändert die Gene, die ein Hund vererbt, nicht.

Die Überprüfung eines Hundes in einem anderen Rahmen als auf einer Sportprüfung ist ja nicht ausgeschlossen.

Ein Züchter ist nicht verpflichtet, nur nach Sporterfolgen zu entscheiden.

erspar es uns doch bitte, Banalitäten zum Besten zu geben - es reicht doch schon, wenn Du Buchwissen rezitierst.

Siegerhunde oder allgemein Hunde aus höheren Punkterängen können überproportional am zukünftigen Genpool beteiligt sein. Insofern werden die Gene des Siegerhundes nicht durch die Ausbildung verändert, aber die Gene vieler anderer Hunde eventuell schon. Es macht also sehr wohl einen Unterschied.

Schöne Grüße,
Andreas


- Thomas Schmitt - 30-11-2006

Es gibt Leute, die haben anderen, die es hier vom Stapel lassen, gezeigt, dass es reicht wenn der Hund "Hasen jagen" geht.

Und Helfer mit 'nem "Puschel" am Popo rennen sich zu Hauf die Hacken ab, um das Hasi zu sein. Reicht das dem Hund noch nicht (oh Mann -w-), packt der Hasi noch ein paar Bällchen in die Tasche, die er dann bei "Wau Wau" freudig von sich schmeißt.

Und dann kommen da noch die Typen, die meinen, dass nur das zu vereinbaren ist mit einer "modernen" Ausbildung.

Versuchen hypothetisch zu untermauern mit subjektiven Einstellungen wie:

Zitat:Da es aber Verhalten aus dem Bereich Jagd ist, spielt Beute eine Rolle für den Hund.

Wenn dies die ursprüngliche und vor allem natürliche Motivation darstellt, müsste ich den Hund für den SD grundsätzlich hungern lassen. Smile

Wo bleibt die Bereitschaft Ressourcen zu verteidigen, die einen SD zu dem machen was er eigentlich sein sollte?

Die Bereitschaft

- sich auseinander zu setzen (mit der Person)
- Belastungen stand zu halten (nicht in erster Linie physischen)
- zu dominieren
- zum ehrlichen Fight
- zum Focusieren

Sicher kommen jetzt einige und behaupten zu Recht - das sieht doch auch bei vielen Häschenhunden so aus - aber es sieht halt nur so aus.

Weil einige Beschöniger und Schlauredner unter dem Deckmantel "Der SD im Wandel der Zeit" meinen, den Hund solange verarschen zu müssen, bis diese gottverdammte "Ärmeltragerei" (natürlich mit ruhigem Griff Big Grin), zu seinem einzigsten und ursprünglichen Ziel geworden ist.

Das man ihn zur häschenfangenden Lachnummer degradiert hat, ist doch egal - die PO sieht dafür jede Menge Punkte vor.

Ich hoffe, dass sich das wirklich nochmal ändert. Und man erkennt, dass gerade ein Hund mit einem ehrlichen Aggressionspotential der so wichtige Sozialpartner im Umfeld bedeutet. Und dieses auch nach außen in der Lage ist zu vertreten.

Grüße Thomas


- Heinz.S - 30-11-2006

@ Luca -a: -a: -a: -a: -a: -a: -a:
genau da sehe ich auch eine Zeitbombe,die tickt,und keiner,sorry,wenige hörens.
Man sollte wirklich Sperma von Hunden einfrieren,die noch diese Gene tragen, die wir zum arbeiten brauchen.
Auch wen sie nicht mainstraem ausgenildet werden(können),wie diese Marionetten,die ich in den meisten Fällen eher als trainingsweltmeister kenne.
Aber man wird warscheinlich die PO dahin ändern,das es dann wieder passt,ebenso wie die ganzen Führerhilfen,die fast überall gemacht werden,nicht mehr mit Punktabzug geahndet werden.


- Thomas Steen - 30-11-2006

@ Thomas

Besser kann man es nicht mehr Ausdrücken.
-a:
Gruß Thomas