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Malimix, guter Junge... - Druckversion

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- Big Ben - 23-06-2015

@Carmen Kreft

danke, genau das ist es was ich so verabscheue: Ich will, ich muss, ich, ich, ich!

Egoismus pur, genau das macht die Idee von "Sport" kaputt.
Schon einmal was von Fairplay gehört?
Wie gesagt, ich hoffe dir geht es im Alter genauso, vielleicht sagt dann dein Lebenspartner auch er nimmt sich eine Jüngere und hat keinen Bock mehr auf dich. Dann würdest du vielleicht verstehen wie sich das anfühlt. Aber diese Attitüde passt in die heutige Zeit. Für mich ist ein Hund oder eine Katze ein Familienmitglied, egal wie gesund oder krank oder sportlich erfolgreich er,sie ist.

Ich halte mich beileibe nicht für einen Gutmenschen aber für einen der hohe Ansprüche auch an sich selber und sein Verhalten gegenüber seinen Schützlingen hat.
Wenn du Sport treiben willst, geh Laufen oder Schwimmen und sei dort erfolgreich aber lass den Hundesport bitte sein.

Übrigens, besser kann man die Vorurteile gegenüber dem Hundesport gar nicht bestätigen.
Mal sehen was passiert, wenn diese Haltung von einem der Hundeverbände so in ihren Vereinszeitungen oder in ihren Webauftritten publiziert würde.




- Clint1 - 23-06-2015

Big Ben,genau so sehe ich das auch.
Ich liebe den Hundesport aber mehr noch meine Hunde. :!:


- Carmen Kreft - 23-06-2015

Moin BigBen,

aus meinem Post kannst Du auch sicherlich lesen, dass ich nicht erwarte, dass jemand meine Einstellung versteht oder gut findet.

Muss ja auch nicht, ist schliesslich mein Leben und nicht das der Anderen...

Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.

Sicherlich gibt es aber auch ganz viele Hundesportler, die meine Meinung teilen, es aus Angst vor "Dir" oder Deinesgleichen und der Bündnis90/Grünen*wasauchimmer*-Fraktion nur nicht trauen, laut auszusprechen.

Lieber ehrlich einem Hund eine passende Lebensstellung suchen, als ihn auszusetzen oder unter einem Vorwand im Tierheim abzugeben.

ICH verurteile niemanden, der seinen Hund behält oder aber auch weggibt.

Mit dem Hundesport sollten doch lieber die aufhören, die hier im Forum fragen, ob es schlimm ist, wenn der Hund auf der einen Seite mehr sabbert als auf der Anderen...

Im Reitsport wird übrigens nicht anders gehandelt. Sind auch alles nur Egoisten und ganz Schlimme, stimmt's?

Mach's gut, BigBen; auch wenn Du mir egal bist...

LG
Carmen
http://www.quincys-home.de


- Big Ben - 23-06-2015

@Carmen Kreft
Ich glaube eher, dass es nicht offen ausgesprochen wird, da man genau ja sehr genau weiss, das diese Einstellung nicht mehrheitsfähig ist. Aber auch das ist ja das bekannte Muster, genau wie trotz Verbot mit Tele weitergearbeitet wird, weil man es ja als Hundesportler eh besser weiss.
Nur Mehrheiten wird man damit nicht gewinnen und somit kommt man immer mehr in eien Verteidigungs- und Trotzposition. Die wird aber nicht helfen, da jeder sich auf den Hundeplätzen sehr schnell ein Bild machen kann. IPO Hundesport wird immer mehr zur Randerscheinung, die Zuwächse passieren eher in Sparten wie Agility und THS. Wenn ich solche Beiträge lese weiss ich auch warum. Vor mir hat sicher Niemand Angst, vielleicht hast du und andere ja noch so etwas wie ein Gewissen und wenigstens bei eurem Tun ein schlechtes.

https://www.schaeferhunde.de/site/rasse/der-deutsche-schaeferhund/test/




- Feuerteufel - 23-06-2015

Würde mich mal interessieren, was macht ihr wenn es mit einem Jahr heißt HD oder ED nicht ok?
Ich wollte gerne züchten, und hatte dann ziemlich viel Pech, habe wohl die Gabe immer den falschen Welpen auszusuchen.
Konnte mich dann von meinen "Babies" nicht trennen und das Ende vom Lied waren dann 13 Hunde inkl der beiden "Azubis"
die das alles finanziert haben. Das war eine interessante Zeit und ich wollte keinen missen aber ich werde keinen
nicht körfähigen Hund mehr behalten und ausbilden. Und wenn bei guten Bekannten/Verwandten ein Platz für einen Rentner ist
habe ich kein Problem damit einen Hund dorthin zu geben. An fremde gebe ich keinen Rentner ab, da fehlt mir die Sicherheit
daß es dem Hund dort auch gut geht. Wir haben jetzt noch sieben, davon drei Rentner und vier aktive und ich werde noch weiter reduzieren
um mal wieder mehr Zeit für mich und die Pferde zu haben. Aber deswegen wird kein Hund inseriert oder abgeschoben, jede
Anschaffung war gut überlegt und bis zum Ende eingeplant...
feuerteufel


- Carmen Kreft - 23-06-2015

Ach BigBen,

weder verteidige ich mich, noch bin ich trotzig. Wie jeder andere hier schreibe ich nur meine Meinung auf.
Ein schlechtes Gewissen muss ich schon ´mal gar nicht haben, wenn ich einen Platz für meinen Hund suche, bei dem er es sicher besser hat als bei mir. Er wird mich dann nämlich gar nicht vermissen. Ich ihn wohl schon eher. Das ist der Unterschied Mensch/Hund...

Und nur weil ich mich nun dazu entschlossen habe, bei meinem nächsten Hund nicht mehr die Vielzahl von Kompromissen einzugehen, weil es an MEINE Substanz gehen würde, wenn es wieder so ein Vogel werden würde, heisst das noch lange nicht, dass mein Hund nun schon seit zwei Tagen ohne "Wasser und Brot" in einer dunklen Kiste kauert, nur damit er bei der nächsten Fährte genug Drive hat - sprich, dass ich ein schlechter Hundesportler bin...

Mag sein, dass ich Schuld an den Agi- und THS-Zuwächsen bin... ist ja auch einfacher, einem Hund "durch den Tunnel laufen" beizubringen, als Fährte, Unterordnung und auch noch Schutzdienst... nach dem Motto; wäre Dressurreiten einfach, wären die Springplätze leer...

LG
Carmen
www.quincys-home.de

PS: @ BigBen, Clint, etc...: hat denn nun jemand von Euch den Hund mittlerweile schon übernommen?



- Th. M. - 23-06-2015

@ Feuerteufel
machst du sonst noch was, außer Hunde? Und wie finanziert man mit 2 Azubis noch 11 weitere Hunde?

@ Big Ben
lebe weiter in deiner Traumwelt. Im Agility und THS gehts keinem ums Gewinnen? Da werden keine Hunde ausgetsauscht?
Dein viel zitierter Zeitgeist besteht vor allem darin, Leuten mit einer anderen Meinung ein schlechtes Gewissen einzureden und wenn mans geschickt macht, läßt sich mit sowas auch noch sehr viel Kohle machen (siehe Hundetrainer die den Leuten positives Hundetraining ohne jegliche Zwänge propagieren und sich daran dumm und dusselig verdienen, daß diese dann ein Hundelebenlang immer wieder kommen, weil sie ihre Probleme nicht gelöst kriegen).

Thomas



- Uwe Junker - 23-06-2015

Ist es denn nicht auch egoistisch, den Hund zu zwingen in dem Umfeld bleiben zu müssen, in das er einverleibt wurde.
Wir kaufen im Dienst ja auch Hunde an, die den Besitzer dann wechseln. Die Hunde sind sehr zufrieden damit.
Wenn dann der letzte Besitzer nach Wochen seinen Hund besucht, dann sind sie häufig enttäuscht, dass der Hund keine Notiz von ihnen nimmt. Es kommt auch vor, dass der Hund diese "fremden" Menschen dann sogar beißen würde.
Es handelt sich auch nicht um Hunde, die von gewerblichen Anbietern kommen.

Hunde sind durchaus in der Lage sich neu einzustellen. Die menschliche Vorstellung von "mein Hund" und Sozialpartner findet doch in den meisten Fällen nur im Kopf des Menschen statt.


- Big Ben - 23-06-2015

Ich habe hier nicht über Diensthunde geredet, auch nicht Blindenhunde o.ä.
Das sind zwei Paar Schuhe. Ein DHf kann sowieso keine tiefe Beziehung zum Hund aufbauen, wie will er ihn sonst in einen Einsatz schicken, der tödlich enden kann. Das der Hund keine Notiz vom ehemaligen Besitzer nimmt ist eher auch klar, wenn man Hunde an Behörden abgibt, dann weiss man das und wird schon keine allzu tiefe Bindung zum Hund eingehen.
Aber deiner Logik folgend müsste ja ein Hund seinen Herrn auch nach einem Krankenhausaufhalt oder Dienstreise nicht mehr beachten. Das ist nach m.E. wohl nicht der Fall, wenn die Beziehung stimmt.
Ich kenne aber auch Hf, deren Hund die ausser auf dem Platz (unter Zwang) eh nicht beachtet.Da stimmt dann aber eher die Beziehung nicht. Diese Leute rühmen sich dann noch mit Sprüchen, wenn der nicht müsste, würde der mich sowieso nicht anschauen (war Tln. bei der BSP). Wie die Ausbildung da abläuft brauche ich wohl nicht weiter ausführen.




- Antje - 23-06-2015

Leuts, wir reden hier nicht von einem jungen Hund, der aus irgend einem Grund nicht passt. Z.B. weil er mit den Anforderungen im Sport oder Dienst mental oder körperlich überfordert ist. Z.B. weil er mit den Kindern oder anderen Familienmitgliedern nicht zurecht kommt. Oder mit den bisherigen Hunden in der Familie. Oder weil er nicht die Kriterien erfüllt die man an einen Zuchthund stellt etc.

Wenn man das bemerkt haben solche Hunde fast ihr ganzes Leben noch vor sich und können auf einem anderen Platz 100%ig "passen", "ihre" Aufgabe finden und ein erfülltes Leben führen. Wir reden von der Abgabe eines alten Hundes, der seinem Halter im Sport seine besten Jahre geschenkt hat. Auch dafür kann es gute Gründe geben, z.B. Krankheit oder Arbeitslosigkeit, ein Umzug (und anschliessend können nicht mehr alle Hunde oder gar keiner mehr gehalten werden) etc. Aber auch darum geht es hier nicht.

Hier wird ein altes Sportgerät gegen ein neues getauscht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger... Ausserhalb von IPO-Kreisen stösst so etwas bei den meisten Menschen auf völliges Unverständniss. Aber auch viele IPO-Sportler finden das halt nicht prickelnd und möchten ungerne mit Menschen, die so eine Mentalität besitzen, in einen Topf geworfen werden. Und um das aufzuzeigen muss man auch mal Stellung beziehen. Letztendlich kann ja jeder machen was er für richtig hält. Aber man darf nicht erwarten dass andere Menschen das immer toll finden. Mit "Moral" (wenn, dann reden wir hier von "Charakter") oder "Gutmenschen" hat das gar nix zu tun...