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Fährten bei Schnee? - Druckversion

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- Erko - 20-01-2016

Sowas habe ich bei den Fährtenseminaren sehr oft gesehen.
Auch ist es kein Geheimnis, das die kurzhaarigen Hunde sich in der UO oft nicht setzen wollen, wenn der Boden nass ist.
Bei den kurzhaarigen Gebrauchshunderassen ohne Unterwolle, stellt sich mir ab und an die Frage......wo ist das ein Gebrauchshund?
Warum wundern sich einige Züchter dieser Rassen, das diese Hunde nicht mehr als Diensthund verwendet werden.......
Ich war mal dabei, wie eine Boxerbesitzerin erklärt hat, das sie jetzt für ihren Hund ein Brusthasrtoupè bestellt hat. Dachte zuerst das wäre ein Scherz.....nö war es aber nicht.
Sowas gibt es wirklich. Wird wie ein Mantel angezogen, und hat auf der Bauch/Brustseite dickes Lammfell.

Allerdings hat eine Bekannte von mir einen Ridgeback, mit dem sie fährten geht. Ihr habe ich empfohlen, den Mantel den der Hund bei Kälte anhat, auch beim Fährten anzulassen! Dieser Hund hat leichte Spondylose. Da geht die Gesundheit absolut vor!


- Katrin Michaelis - 20-01-2016

Auch ich fange mit Junghunden erst mit Futter an, aber auch nicht jeden Schritt sondern eher alle 20 Schritt ein kleines Depot. Dann werd der Hund mit der Leine daran gehindert über die Fährte zum Futter zu kommen, nur wenn er die Nase einsetzt findet er sein Futter. Daher lege ich am anfang auch nur auf Wiesen meine Fährten und auch nie eine gerade sondern immer wellenförmig.
Da kimmy ihr Hund ja schon Gegenstännde und längere Fährten kennt würde ich auch das Futter stark reduzieren sonst weiß der Hund garnicht das er anch Bodenverletzungen sucht sondern nur nach einer Futterspur.
Und man sollte anfangs auch die Windrichtung beachten. Wenn man gegen den Wind legt riecht der Hund das futter zu früh und eilt dort hin.


- Katrin Michaelis - 20-01-2016

es führen halt viele Wege nach Rom Wink


- Erko - 20-01-2016

Windrichtung beachten?
Meine Welpenfährten liegen 3-4 Std......der Wind dreht in der Zeit zig mal.
Wenn man sich msl mit dem Thema Geruchsentwicklung beschäftigt hat, weiss man, das eine mehrere Stunden alte Fährte einfacher zu suchen ust, als eine 20-30 Min alte Fährte.
Ich empfinde deshalb die OO als verarsche.


- Bettina Balters - 20-01-2016

WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25097-Fährten-bei-Schnee/?postID=169893#post169893 schrieb:Es gibt auch kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle, die an der Bauchregion nahezu nackt sind. Ich habe bei solchen Hunden hin und wieder welche gehabt, die auf kaltem Boden nicht liegend verweisen mochten.

Kennt ihr so etwas auch?

Doggen sind weder eine Gebrauchshunderasse noch gut behaart. Ich kenne das Problem daher nur zu gut.

Es liegt meiner Meinung nach aber immer daran, dass die Besitzer von klein auf inkonsequent bei der Umsetzung der Kommando bei schlechtem Wetter sind - die Hunde sind schlicht und ergreifend verhätschelt.

Da es in der Regel nicht möglich ist, dieses Problem grundlegend zu ändern, ist es schon okay den Weg des geringeren Widerstands zu gehen und die Hunde auf Stehverweisen zu trainieren.

Fast mit Sicherheit aber werden solche Hunde nie dauerhaft Spitzenleistungen erbringen, weil das Verhätscheln auch weitere Probleme mit sich bringt und sie einfach nie gelernt haben, auf Kommando konsequent zu arbeiten.

Die Hundeführer im Doggenclub die seit Jahren an der Spitze stehen, haben und hatten nie Hunde die sich wegen kaltem Boden angestellt haben. Konsequente, gute Ausbildung, und es legt sich auch ein weniger dicht bepelzter Hund kurz hin.


- Manny K - 20-01-2016

Dem ist nichts hinzuzufûgen....


- M. Lorenz - 20-01-2016

Manny K,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25097-Fährten-bei-Schnee/?postID=169918#post169918 schrieb:Dem ist nichts hinzuzufûgen....
:thumbsup:

Meine 3 ehemaligen Dobermänner lebten im Zwinger. Im Vergleich zu den Sofahunden hatten sie deutlich dichteres Fell im Winter. Außerdem kannten sie die Kommandos Sitz und Platz und die Konsequenzen bei Nichtbefolgung. Da war es egal, ob die Wiese naß, der Acker schlammig oder das abgeerntete Feld stoppelig war.
Mit der Verhätschelung... da ist schon was dran.

Erko,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25097-Fährten-bei-Schnee/?postID=169900#post169900 schrieb:Bei den kurzhaarigen Gebrauchshunderassen ohne Unterwolle, stellt sich mir ab und an die Frage......wo ist das ein Gebrauchshund?
Da stellt sich wohl eher die Frage, was der Mensch aus diesen einstigen Gebrauchshunden gemacht hat. Soweit ich weiß, war der Standart z.B. des Dobermanns schon immer ohne Unterwolle.
Dobermänner wurden bereits vor und im 1. Weltkrieg als Polizei- und "Sanitätshunde" eingesetzt (siehe Erstausgaben von K. Most). Haben die Ganoven bei schlechtem Wetter im Unterstand gehockt oder fand der 1. Weltkrieg nur im Sommer statt?


- Anja - 20-01-2016

Für mich ist die Diskussion mit dem nackten Bauch immer müssig. Im Acker bzw. bei der Fährte wird es eher toleriert und viele Ausreden benutzt, aber noch eher in der UO durchgesetzt, da muss der Hund aber 10-12min in der Ablage liegen und nicht nur vielleicht 60-120sec.....
Wenn man will, geht vieles.....

Vg
juschka


- Bettina Balters - 20-01-2016

Ja, und wenn man dann sieht wie der gerade noch soooo kalte und wehleidige Hund im Spiel mit Artgenossen plötzlich mit Genuss sich selbst im nassesten Schlamm wälzt, durch Pfützen prescht, sich mit dem immer noch nacktem Bauch in Lauerstellung ins nasse Gras legt etc. dann ist eh alles klar...


- kimmy - 21-01-2016

Hallo zusammen,

Gestern habe ich nochmals eine Fährte gelegt mit weniger Futter, was auch unregelmäßig verteilt war. Die Fährte war wellenförmig, es gab drei Spitzwinkel und einen Halbkreis.
'Alter' - eine Stunde. Der junge Mann war flott unterwegs, hat aber die Fährte gut abgesucht, unabhängig davon, ab es Wellen oder aber Spitzwinkel waren.
Interessant ist, was Silke geschrieben hat, dass eine ältere Fährte besser zu suchen ist, denn eine jüngere. Bislang hatte ich nur das Gegenteil gehört. Am Anfang !höchstens! zehn Minuten. (Bei mir wurden immer zwanzig bis dreißig Minuten daraus) Doch das eine Welpenfährte 3-4 Stunden liegen kann ist mir völlig neu.
Was mir allerdings aufgefallen ist, dass bei Schnee die Wildspuren 'atraktiver werden'. Habt ihr auch diese Erfahrung gemacht?? Es schien mir, als müsse sich Gino stärker konzentrieren. Ist es möglich, dass durch die Kälte Gerüche länger 'konserviert werden' ?
LG,
Kimmy