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Malimix, guter Junge... - Druckversion

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- tinka - 21-06-2015

Big Ben,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165235#post165235 schrieb:Reinhard,

wenn der Besitzer verstirbt ist das eine ganz andere Situation, als wenn der Hund einfach deshalb abgeschoben wird, weil er nicht mehr passt.
Hut ab vor Knut Fuchs, der Klemm behalten hat und der ist relativ alt geworden.

Gruß Uwe

ich kann nicht beurteilen, wie gut oder schlecht er das bei ihm hatte. er hat ihn behalten, ok. und was sagt mir das über den hund? nix. hunde sind opportunisten, das schaffen sie einzigartig. nicht in allen hunden steckt hachiko.

wie gesagt, ich habe damit kein problem.

hast du eigentlich geregelt, wo deine hunde verbleiben, wenn du unerwartet stirbst? und du hast sogar zwei, von denen zumindest dein ben nicht der einfachste ist.

gruß reinhard


- Big Ben - 21-06-2015

Ja, das ist geregelt.


- tinka - 21-06-2015

gut.
aber was meinst du, wieviele von denjenigen, die ihren hund nur als sozialpartner und nicht als sportgerät sehen, das nicht haben. wenn dann jemand kommt und zu lebzeiten regelt, aus welchem grund auch immer, dass der hund, dann aber woanders, seinen lebensabend hundgerecht verbringen kann, dann ist das verantwortungsvoll.

gruß reinhard



- Reisender - 22-06-2015

Morgen, Big Ben,

die Hölle beginnt mit dem Monopol auf die Moral. Aber wenn jeder nur vor der eigenen Tür kehrte, wird die Straße auch sauber.

Big

Ben,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165230#post165230 schrieb:
Aber passt zur Gesellschaft, Hauptsache ich habe meinen Spass der Rest geht mir am A. vorbei.


Die Gesellschaft will auch belogen werden. Mit plötzlicher Hundehaarallergie wäre ich hier gut durchgekommen. Nur:
Dieser Hund hat Arbeit und einen fähigen Hundeführer verdient. Also muß man auch sagen, was er kann. Oder anders, man sollte schon wissen, auf was man sich einläßt.

Die Besitzer wolen damit verhindern, daß dieser Hund von einem Experten zum anderen weitergereicht wird.

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Ein sehr offenes Wort von mir: Die meisten Hunde, die ich kenne, haben ein beschissenes Leben, weil ihre Besitzer nicht den Mumm haben, EGOISTISCH zu sein. (1) Der Hund ist Sozialpartner, bekommt Liebe aufgezwungen und lebt in permanenten Graubereichen. Das heißt, der Hund muß immer raten, was sein könnte. Man weigert sich, ihm stattdessen kurz und bündig zu vermitteln, was gehauen und gestochen ist. Wenn der Hund danach nicht mehr Ball spielt, dann ist das eben so. Es war genetisch vorher auch nicht anders. Nicht jeder von uns heißt Bart, Peter oder knut. Ist er eigentlich ein Feingeist? (2) So entstehen Konflikte, die natürlich liebevoll mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gelöst werden. Warum kann dann aber der Hund nicht nach 15 Jahren an lockerer Leine laufen? Das ist Tierquälerei. Und immer findet sich ein Schlaumeier, der von Schuld rumschwurbelt, wenn man seinen Hund nicht weiter quälen möchte, sondern eine angemessene Lösung sucht. Seien es problemlösende Zwänge oder ein Führerwechsel (ja, ich weiß, ein Hf könnte sich auch verändern. Manchmal geht es so aber einfacher. Eine ältere Dame hier führt ihren Hund nun mit Leine UND Spazierstock. Beide fühlen sich jetzt besser und erst jetzt kann der Hf sich selbst verändern!). Er, der Schwurbler, muß ja mit den Folgen nicht leben, kann sich gemütlich daran freuen,
ein Guter zu sein.

In diesem Fall haben die Besitzer nicht die Möglichkeit, ihren Hund angemessen zu beschäftigen. Sie verzichten darauf, ihrem Hund aus
Egoismus am Freudehaben zu behalten - guck mal hier, mein Hund...und ich gebe ihn nicht weg. Nur der Hund wird neurotisch. Letztlich haben wir nur ein einziges Leben (jetziger Stand der Wissenschaft). ICH möchte das mit soviel Freude wie möglich genießen. Dazu gehört auch Hundesport. Wenn ich darauf verzichte, was mir Freude macht, meinst Du, dann wird mein Hund automatisch glücklicher?

Gruß, Frank

PS: Mein jetziger Hund ist aus zweiter Hand. Ich behaupte, daß er bei mir ein besseres Leben hat, als früher. Er kann auch mehr als früher und heute hat er dickere Eier als ich. Falls dein Kumpel Peter heißt und in der Nähe eines Schiffshebewerkes wohnt, kennst Du ihn vllt. vom sehen. Den ehemaligen Besitzern ist Respekt zu zollen, daß sie eingesehen haben, ihren Hund nicht artgerecht ausbilden zu können und eben nicht in alle Ewigkeit an dem Hund rumzuschrauben. Nun haben wir alle Freude. Ihre Hunde, meine Hunde, ich und sie. Ist doch nicht wenig, oder?



- Reisender - 22-06-2015

tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165232#post165232 schrieb:ich höre mich jedenfalls um.

Ich danke Dir!

Gruß, Frank


- Reisender - 22-06-2015

@ Big Ben,

ich hätte vorher nachschauen sollen - At ist zu weit weg, ich habe Dich verwechselt. Sehe es mir nach.


- Feuerteufel - 22-06-2015

Ich war auch immer der Meinung daß es falsch ist einen "alten" Hund "abzuschieben", habe mich aber von meinen eigenen Hunden eines besseren belehren lassen.
Eine mittlerweile gute Freundin von mir hatte vor drei Jahren einen Welpen bei uns gekauft, mit dem sie dann aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht mehr
zurecht kam, als die Hündin ca ein Jahr war. Wir haben die Hündin dann an einen guten Platz an andere Bekannte von mir weitervermittelt und meine Freundin
hat meine damals fast elfjährige Alte übernommen, die sich bei uns nur noch zurückgezogen hat weil ihr die jungen zu wild waren. Daika hatte noch zwei tolle Jahre
als Mittelpunkt der Familie. Wir sollten sie noch mal einen Tag bei uns betreuen, das wollte selbst dieser spät umgesiedelte Hund nicht, hat nur am Tor gelegen bis
sie wieder abgeholt wurde. Jetzt wohnt unsere Romie dort und ist genauso glücklich, nie mehr alleine, dreimal am Tag Spazieren gehen, und wichtig sein, was
will ein Hund mehr?
feuerteufel


- kimmy - 22-06-2015

Hallo zusammen,
eigentlich stimme ich jenen zu, welche sich dafür aussprechen, dass die Hunde bei ihren ursprünglichen Besitzern 'alt werden dürfen'.
Eigentlich. Auch mein erster Hund, Chouy, wurde 11 Jahre alt und ich habe jede Minute mit ihm genossen!! Ich z.B liebe Senioren/innen. Sie sind wirklich einzigartig in ihrer Weisheit!
Nur habe ich auch schon Hunde gesehen, welche, nachdem sie nicht mehr 'gearbeitet werden' hinter Zwingerstäben vergammeln. Futter-Fertig. Das ist für diese Hunde Quälerei pur. Dann besser in Privathände weiter geben, wo sie noch geliebt, respektiert und artgerecht beschäftigt werden. Offen gestanden respektiere ich diese Menschen, welche ihre Hunde nicht in Tierheimen abschieben, vielmehr noch einen guten Platz für ihren Hund suchen.
Momentan erlebe ich zweimal wöchentlich eine Dobermann-Hündin auf dem Hundeplatz (5 Jahre). Sie wurde im MondioRing geführt, hat gut gearbeitet - und nun sitzt sie in ihrer Box, scharrt wie wahnsinnig mit ihren Füßen auf dem Boden. Ich habe, ehrlich gesagt, schon darüber nachgedacht, dem Besitzer den Vorschlag zu unterbreiten, dass er sie besser an eine andere Person weitergibt. Denn dieser möchte nicht mehr sportlich mit ihr arebiten und der Hund dreht durch.
Dann besser weitergeben, an Menschen, welche sich un dieses Tier kümmern. Natürlich, dies ist ein sehr heikles Thema. Ich persönlich würde niemals meinen alten Hund weggeben. Doch es ist immer noch besser, denn Tierheime oder untätiges Herumliegen im Zwinger/Hof/Wohnung.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy


- Big Ben - 22-06-2015

Am besten also man züchtet Hunde, die nicht viel älter werden als maximal 7-8 Jahre, denn mehr braucht der Hundesportler eh nicht.
Dann sind wir doch bei vielen Rassen auf einem guten Weg.
Dieses Verhalten ist einer der Gründe warum mir Hundesport besonders IPO immer weniger Spass macht.
Der fehlende Respekt vor dem Lebewesen Tier und der mangelnde Respekt vor einander.
Natürlich ist es ein no-go einen älteren Hund sozial zu isolieren, das ist sogar tierschutzrelevant.
Warum kann ein älterer Hund nicht angemessen gearbeitet werden, Fährten z.B. geht bis ins sehr hohe Alter. Der IPO-Hundesport zerbricht an den Egoisten, die nicht verstehen, dass sie auch die Breitensportler brauchen, sonst können sie sich auf ihren Meisterschaften alleine feiern.
Ich frage mich immer was die Leute mit ihren Kindern machen, wenn die das Abitur nicht schaffen.
Im besten Fall wahrscheinlich in eine Pflegefamilie geben, ansonsten Stubenarrest oder ins Heim!?!
Das alles mit der Begründung, man wolle weiterhin Hundesport machen und es würde eben nicht gehen.
Vermitteln kann man das nicht- Hundesportlern kaum, also nicht wundern, wenn die Unterstützung für diese Art Sport immer geringer wird. Es sind überall die Egoisten und Selbstdarsteller, die meinen für nichts verantwortlich zu sein.





- kimmy - 22-06-2015

Hallo Ben,
ich stimme Dir vollkommen zu. Hunde sind hoch sozial und möchten gerade im Alter nicht 'zum-alten-Eisen-gehören'. Gerade die Nasenarbeit ist recht anspruchsvoll und doch sehr gelenkschonend. Nebenbei ist es gut für die grauen Zellen.
Alte Hunde möchten sinnvoll beschäftigt werden. Meiner Meinung nach sind sie wahre Goldquellen. Reich an Erfahrung, doch mit dieser weisen Ruhe ausgestattet, welche sie vorrausschauend und klug handeln lässt.
Leider ist es aber so, dass auch der Hundesport der Schnelligkeit der Zeit zum Opfer gefallen ist. Noch schneller, noch leistungsfähiger, noch mehr Action, noch mehr Nervenkitzel, durch noch schwierige Übungen. Der Mensch bestiehlt sich selbst damit. Das ist meine Meinung. Ich habe durch Chouy, meinem Senioren, sehr viel gelernt. Er war es, welcher mich darauf aufmerksam werden ließ, dass es so etwas wie Körpersprache und Ausdruck gibt.
Und dennoch - bevor ein Hund sich 'zu Tode langweilt', dann besser an Menschen weitergeben, welche sich mit ihm beschäftigen, und einen schönen Lebensabend gestalten. Der Abend, bevor Chouy von uns ging, hat er sich von mir auf seine Art verabschiedet. Wir hatten zusammen einen wunderschönen Spaziergang. Nun ist er in unserem Garten begraben.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy