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- frank11 - 14-11-2011 Trine,'index.php?page=Thread&postID=124596#post124596' schrieb:Habe gehört, dass nach Verabreichung von Milbemax verstärkt Probleme im Darmbereich auftreten sollen - habt ihr was davon gehört ?Wo hast du das gehört und von wem bzw. von welcher Rasse. Welche Art von Problemen? Hat es an Milbemax gelegen? Manche Leute sehen Sachen- die gibts gar nicht. Mein TA gibt z.B. verschiedenen Rassen kein Milbemax. Er hatte es mir auch mal erklärt.- habs wieder vergessen. Ich hab Schäferhunde. Meine Hunde bekommen max. zweimal jährlich eine Wurmkur je nach Bedarf. Die trächtige Hündin bekommt bis zwei Wochen vor dem Wurf Milbemax oder Drontal und ich hatte noch nie Probleme, auch der Kot war normal. Gruß Frank Milbemax - isa - 14-11-2011 Hallo Trine, wir müssen den Hunden die nach England gehen immer vor der Abreise Milbemax geben. Und hatten damit noch nie Probleme. Ab 9 Monaten . Und meinen J-Wurf habe ich damit auch behandelt. Es war auch Ok. Wobei ich nie wieder Panacur einen Welpen oder einer Mutterhündin geben würde. Als 13 Welpen ( zwei Würfe) mit 3 Wochen weder fressen noch saugen wollten über 3 Tage bekommst Du nur die krise. Also behandele ich die nur noch mit Kotuntersuchung mit 12 Wochen wenn verdacht auf Geadien vorliegt. Sonst ganz normal mit Drontal oder Vermis Ex und hatte noch nie probleme. Gruss Isa Milbemax - gasa - 14-11-2011 Was spräche dagegen, grundsätzlich zunächst eine Kotuntersuchung machen zu lassen, um dann bei etwaigem Befund zu entwurmen? [Ausnahme: Auslandreisen o.ä.] Neugierig Gaby Milbemaxunverträglichkeit - DenniK - 14-11-2011 Der Wirkstoff in Milbemax, ein Ivermectin, ist ein Nervenzellgift zum Töten der Parasiten. Normalerweise ist es für Säugetiere nicht toxisch, da die Blut-Hirnschranke verhindert, dass die Substanz ins zentrale Nervensystem gelangt. Es gibt (bei verschiedenen Hunderassen gehäuft) einen genetischen Defekt des MDR1 Gens, das dafür sorgt, dass Ivermectine nicht ins Gehirn gelangen. Dieser Defekt wird rezessiv vererbt, dh. er tritt nur phänotypisch in Erscheinung, wenn das defekte Gen von Mutter UND Vater geerbt wurde. Außer der Unverträglichkeit von Ivermectinen hat ein so genetisch belasteter Hund KEINE gesundheitlichen Probleme. Symptome sind meistens Desorientierung, Bewegungststörungen, Erbrechen, Koma bis hin zum Tod. Gehäuft tritt dieser Gendefekt bei vielen Hütehunden (Australian Sheperd, Collies, Australian Cattle dog, Weisser Schäferhund...) auf. Es gibt einen Gentest dafür. Der DSH ist in Statistiken nicht aufgeführt, aber mein Hund hat auf Gabe von Milbemax Desorientierung, Bewegungsstörungen und Erbrechen gezeigt, einen Gentest habe ich allerdings nicht machen lassen, sie wird halt anders entwurmt. - CaryKerou - 14-11-2011 Dass mit dem MDR Defekt wurde super erklärt. Danke. Das war mir bekannt. Dass es aber auch sonst Probleme geben soll, lese ich hier zum ersten mal. Meiner hatte ein paar mal diese Mittel bekommen und n ie Probleme gehabt. Er bekommt meist zum Wurmmittel ein wenig Heilerde. - DenniK - 14-11-2011 hab noch mal schnell die Infoseite von Laboklin rausgesucht, wen es interessiert da ist alles noch Mal ausführlicher erklärt und da steht auch kein Unsinn drin ;-) http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0912.htm - frank11 - 14-11-2011 DenniK,'index.php?page=Thread&postID=124636#post124636' schrieb:...Danke, super erklärt... :i_ Jetzt weiß ich bescheid, wo das herkommt. Habe letztens auf einer Feier bischen was getrunken und hatte genau die gleichen Symtome. Wahrscheinlich hatte mir jemand eine Wurmkur untergeschoben. Ich werd mal einen Gentest machen. - Antje - 15-11-2011 Es ist nun mal einfach so daß man Parasiten mit Zuckerdrops nicht töten kann. D.h. alles, was wir am Hund einsetzen gegen Ekto- und Endoparasiten, ist Gift. Weswegen man nicht leichtfertig damit hantieren und man u.a. prophylaktische Wurmkuren hinterfragen sollte. Meinen persönlichen Erfahrungen nach (mit meinen eigenen Hunden und mit Hunden in meinem Bekanntenkreis) ist Milbemax besser verträglich als Drontal Plus oder Panacur. Auf Drontal Plus reagieren nicht wenige Hunde mit Unwohlsein und Erbrechen und einer der Wirkstoffe kann im Wachstum Knorpelschäden verursachen (das stand früher im Beipackzettel drin, inzwischen nicht mehr weil die Bestimmungen für die Beipackzettel inzwischen laxer geworden sind). Mit Panacur traten in meinem Bekanntenkreis bei Welpen mehrfach starke Darmentzündungen auf, bis hin zum Tod einzelner Welpen. Bezüglich Milbemax hab ich noch nix von Nebenwirkungen gehört (auch nicht bei langfristiger Einnahme, wenn das Präparat gegen Milbenbefall eingesetzt wird), das haben meine Hunde und die in meinem Bekanntenkreis bisher gut vertragen. Allerdings sind da keine Hunde mit MDR1-Defekt dabei. Bei MDR1-Hunden darf Milbemax nicht eingesetzt werden. Einen Hund, der auf Milbemax reagiert, würde ich bezüglich des MDR1-Defektes testen lassen. Den kann es auch beim DSH geben (allerdings weitaus weniger häufig als bei einigen britischen Hütehundrassen). Falls ein Hund davon betroffen ist (es reagieren auch die heterozygot betroffenen Hunde auf manche Wirkstoffe) dürfen ja auch einige andere Wirkstoffe bei ihm nicht eingesetzt werden. Milbemax - gasa - 15-11-2011 Antje,'index.php?page=Thread&postID=124720#post124720' schrieb:Weswegen man nicht leichtfertig damit hantieren und man u.a. prophylaktische Wurmkuren hinterfragen sollte. Ich wiederhole meine Frage von gestern: Was spräche dagegen, bei erwachsenen Hunden grundsätzlich zunächst eine Kotuntersuchung machen zu lassen, um dann bei etwaigem Befund zu entwurmen? VG Gaby - Trine - 15-11-2011 @ Gaby, da spricht gar nichts dagegen. |