Schad-/Giftstoffe auf Fährtengelände

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    • Schad-/Giftstoffe auf Fährtengelände

      Ich hatte mir noch mal das Thema mit den Listerien durchgelesen. Fand es sehr erkenntnisreich. Danke noch einmal für die Infos!!
      Dazu mal eine generelle Frage, ich war bislang bei uns im Verein der Oberpiesel was mögliche Kontaminierungen von Fährtengelände betraf. D.h. frische Treckerspuren in einem bewirtschaftenen Gelände (Frühjahr/Sommer) und ich war raus, da ich mir nicht sicher sein konnte, was da gespritzt wurde. Ich habe auch schon Gegenstände bei einer länger liegenden Fährte liegen lassen, wenn in der Zwischenzeit ein Bauer über Gelände gefahren war. Bei Gülle hatte ich immer ein mulmiges Gefühl, trotzdem hab ich es nach ein paar Tagen wieder genutzt. Hier muss man sich oft entscheiden zwischen kontaminiertem Gelände oder gar keine Fährte....bei mir dann halt gar keine....aber bei uns im Verein werde ich für völlig panne erklärt. Wie ist das bei euch....wie haltet ihr das...??
    • Also ich habe in meinem Umfeld schon viele Hunde mit teilweise massiven Vergiftungserscheinungen erlebt, nachdem die umliegenden Felder gespritzt worden waren. Ohne dass die Hunde darauf gesucht haben. Es hat gereicht dass sie über den Randstreifen (der nicht selten mitgespritzt wird) gelaufen sein und dort geschnüffelt oder etwas Gras gefressen haben oder ein Stück auf den Acker gelaufen sind. Würde da nie drauf suchen, schon gar nicht mit Futter.... Deswegen bin ich auch gar nicht so unglücklich darüber dass es jetzt als Alternative zur IGP die ZAP gibt, bei der man statt der üblichen Fährte auch auf dem Stöberfeld arbeiten kann. Dann muss man in der Fährte nix über's Knie brechen, kann schon mal die ZAP machen und IGP dann zu einer Jahreszeit wo das mit dem Spritzen und und der Biogas-Gülle nicht so schlimm ist. Würde mir diese Alternative auch für IGP wünschen. Denn gebietsweise ist es ja echt nicht leicht Fährtengelände zu finden.Mal ganz abgesehen von Spritmitteln und Gülle.
      "Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

      Mark Twain
    • Ja....aber Fährte an sich bietet ja auch noch mal verschiedene Möglichkeiten. Ich habe mit meinen Hunden jahrelang Stöberprüfungen gelaufen 1-3. Alle vorzüglich, nicht weil wir so genial sind, sondern weil sie fast geschenkt sind. Insbesondere wenn sie auf kahlgeschorenem Turnierrasen stattfinden. Aber gerade beim jetzigem Hund ist es mir wichtig, dass er nicht über sinnbefreites, selbstbelohnendes Rennen zum Erfolg kommt und mit dieser Strategie wäre er beim Stöbern dabei. Ich möchte keinen Suchhund sondern einen Findehund. Effektiv, präzisse, ressourcenschonend.
      ZOS kommt da schon etwas näher dran, da ich ihn viel an der kurzen Leine differenzieren lasse.
      Aber keines von beiden kann mir die Fährte ersetzen. Mantrailen ist nicht so gar nicht meins, obwohl ich die Sache an sich, gerade in den letzten Jahren in Einsatzbereich hochprofessionell und superspannend finde.
    • Also das was ich an Sucharbeit bei den diensthundehaltenden Behörden kenne hat reichlich wenig mit sinnbefreitem selbstbelohnendem Rennen zu tun. Irgend etwas davon würde sich schon anbieten als Ersatz für das Absuchen einer Sportfährte. Gestaffelt nach Schwierigkeitsgraden. Eine IGP1-Fährte, gelegt auf "Puderzuckeracker" bei der man den Fährtenverlauf noch aus 1 km Entfernung mit bloßem Auge erkennen kann, ist ja vom Schwierigkeitsgrad her auch nicht gerade das Schwierigste (in Bezug auf Deiner Vergleich mit dem kurzgeschorenen Stöberfeld).

      Die Situation ist nun mal die dass manche Leute so wohnen dass sie "Fährtengelände satt" haben, seit Urzeiten dort leben, Hinz und Kunz kennen und dadurch entspannt Fährten gehen können. Andere hingegen leben dort wo es kaum Fährtengelände gibt, sie die Landwirte nicht kennen, und teilweise nicht nur Letztere und/oder die Jagdpächter Stress machen, sondern auch alteingesessene Hundesportler, die niemand anderen in "ihrem Fährtenrevier" dulden.

      Zudem ist unsere Sportfährte nicht gerade das was heute an Sucharbeit bei den diensthundehaltenden Behörden gefordert wird. Es sollte von daher meiner Meinung nach tatsächlich über Alternativen nachgedacht werden die a) nicht auf landwirtschaftlichen Flächen trainiert werden müssen, und b) mehr an die tatsächlich Sucharbeit heutiger Gebrauchshunde angelehnt sind. Es muss ja nicht unbedingt die Stöberprüfung sein....

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      Mark Twain
    • Axlla wrote:

      aber bei uns im Verein werde ich für völlig panne erklärt. Wie ist das bei euch....wie haltet ihr das...??
      1. was " die " im Verein sagen hat mich noch interessiert. Maßgeblich für mich ist nur das Wohlergehen meines Hundes. Und ansonsten bin ich schon groß und durchaus in der Lage, mir eine eigene Meinung im Rahmen von Info - Recherche zu bilden.
      2. ein Gelände hat man an sich immer - das Vereinsgelände =O
      Früher war es schon usus, auch auf dem Platz Fährtenarbeit zu machen. Das geht auch, wenn direkt vorher Vereinskollegen zum SD auf dem Platz waren. Habe ich letzte Woche erst im Zilertal praktiziert, weil die dortigen Landwirte - auch zu recht - mit dem Betreten der " Heublumenwiesen " zur Milcherzeugung sehr heikel sind und ich dennoch fährten wollte.
      Hundesportliche Grüße

      Burkhard