Erziehung bei Mensch und Tier

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  • Erziehung bei Mensch und Tier

    Angeblich kann man Erziehung ausschließlich über positive Bestärkung leisten. Wenn man zu einem Hund oder Kind innerhalb fünf Minuten dreimal deutlich NEIN sagt, dann wird das manchmal schon als psychischer Druck, Gewalt und als MIsshandlung ausgelegt.

    § 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen
    dejure.org/gesetze/StGB/225.html

    Ein Bekannter sagte: "Als Lehrer und Erzieher muss man jahrelang studieren, aber Kinder bekommen und erziehen darf jeder." Hunde auch.

    An der Kasse in der Kaufhalle war ein Mädchen recht laut. Ich: "Es geht auch leiser!" Der Vater: "MEIN Kind darf überall schreien so laut es will." Da hat die Familie wohl schon über Generationen Erziehungsdefizite. Wenn ich als Kind auf dem Innenhof zu laut war, hat meine Mutter leise vom Balkon gepfiffen und gesagt: "Wenn du nicht gleich leise bist, kannst du dich für den Rest des Tages in deinem Zimmer beruhigen." Erziehung erfolgt immer auch allgemein durch die Umwelt. „Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“. Wir wurden nach dem Krieg von der Umwelt und von kräftigeren Kindern sehr derb erzogen und mussten lernen, dass das Leben nicht immer gerecht ist. Das hat abgehärtet, aber auch die Einsicht in die Notwendigkeit gefördert.

    Heute muss man fremde Einmischung schon bei der Erziehung seines Hundes ertragen, wenn sich jemand für kompetenter ansieht und meint, das Tierwohl sei in Gefahr. Mensch und Tier können nicht mehr lernen, mit Frustration umzugehen. So etwas kann dann in kleineren oder großen Katastrophen enden.

    Dass wir ein Erziehungsproblem haben, merkt man nun ganz deutlich in Anbetracht von Corona.
    "Harald Lesch rechnet mit Corona-Egoisten ab: „Zeigt, dass Ethik-Unterricht versagt hat“"
    h**ps://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/bei-ttt-harald-lesch-rechnet-mit-corona-egoisten-ab-zeigt-dass-ethik-unterricht-versagt-hat_id_12742344.html

    Ethik-Unterricht ersetzt nicht die konsequente und deutliche Erziehung über Generationen.

    Frank Ulrich Montgomery hat sich in dem Zusammenhang auch zaghaft über Erziehung geäußert. Aber alle schleichen um den heißen Brei und wollen sich nicht festlegen, dass es vielleicht Fehler bei der modernen Erziehung geben könnte.


    "Netzwerk Wissenschaftsfreiheit Wissenschaftler schließen sich gegen »Cancel Culture« zusammen
    70 deutschsprachige Forscher bemängeln, an vielen Universitäten sei ein Klima entstanden, in dem abweichende Meinungen nicht mehr toleriert würden. Sie werben für eine offenere Debattenkultur."
    h**ps://www.spiegel.de/kultur/cancel-culture-wissenschaftler-schliessen-sich-gegen-cancel-culture-zusammen-a-cbdace42-5037-4f5c-98fa-93d5a067345c
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • Das sagen zum Beispiel die Besitzer von modischen Kleinsthunden in dem "großen Hundeforum". Wenn ein Radfahrer auf dem Gehweg kommt, soll man sagen "sitz" und ihm einen Keks geben. Als er noch ganz jung war, bin ich nachts um 11 mit einer jungen Frau vor dem Haus ins Gespräch gekommen. Nach dem dritten Satz hat das Hundchen das ganze Viertel aufgeweckt... Sie: "Du musst ihm eine Alternative anbieten, sitz beibringen und ein Leckerchen geben." Die hat das wirklich geglaubt. Und wir haben die wichtigsten Wochen verschwendet. (Bei einem super toll gerägten Welpen und einem geschulten Halter mag das ja oft in ruhiger Umgebung funktionieren.)

    Eben habe ich wieder die Probe gemacht. Ein Objekt seiner Begierde lag auf der Straße. Er hat sich darauf gestürzt wie blöde. NEIN hat nicht geholfen. Ich habe ihm eine klare Ansage gemacht, was auf ihn zu kommt. Er lief dann gleich wie ein Lämmchen bei Fuß. Zu Hause hat er sich sofort in seine Ecke verzogen. Ich wollte ihm ein Stückchen getrocknete Ente geben. Er: "Nein. Das habe ich jetzt nicht verdient." ;) Nach 5 Minuten hat er es von Frauchen genommen. Jetzt liegt er zu meinen Füßen und schnarcht leise. :)

    Angeblich gibt es auch Hundestaffeln, die mit ihren Hunden viel reden und schweigen, wenn das Tier Mist gebaut hat. Inzwischen versteht mein Hund meine Sprechweise und meine Mimik wohl sehr gut. Er möchte lernen. Leider fehlt der Hundeplatz (auf dem uns niemand "stört") und ein erfahrener Hundesportler/Ausbilder. Für mich allein ist es etwas spät.

    Auch Kinder soll man nur positiv bestärken, sie loben, wenn sie in Mathe statt einer 5 eine 4 geschrieben haben und sagen: "Du schaffst bestimmt bald eine 3."
    NetMoms
    netmoms.de/

    Schon bei dem Wort Mom wird mir übel... Ich kannte nur Mutti und Oma.
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • :whistling: :whistling: Ich bekam Reitverbot, wenn ich eine fünf in Mathe hatte... Oder Stubenarrest, wenn man nach der Schule rumgebummelt hat und deutlich zu spät zum Mittagessen kam... Es gab eine Menge Konsequenzen bei Missachtung von Regeln und alle wurden von meinen Eltern ohne viel Federlesens auch angewendet. Wir waren vier Kinder und sind, wie im Ruhrgebiet damals üblich, mehr oder minder auf der Straße aufgewachsen. Hat uns alles nicht geschadet, im Gegenteil, würde ich eher sagen. Auf der anderen Seite gab es nämlich Lob und Belohnung, wenn wir was gut gemacht haben. Finde ich rückblickend sehr sinnvoll, offen gestanden.

    LG

    Bine
    [url]www.pfotenfutter-krallenkrams.de[/url]
  • BergHund wrote:

    Eben habe ich wieder die Probe gemacht. Ein Objekt seiner Begierde lag auf der Straße. Er hat sich darauf gestürzt wie blöde. NEIN hat nicht geholfen. Ich habe ihm eine klare Ansage gemacht, was auf ihn zu kommt. Er lief dann gleich wie ein Lämmchen bei Fuß. Zu Hause hat er sich sofort in seine Ecke verzogen. Ich wollte ihm ein Stückchen getrocknete Ente geben. Er: "Nein. Das habe ich jetzt nicht verdient." Nach 5 Minuten hat er es von Frauchen genommen. Jetzt liegt er zu meinen Füßen und schnarcht leise.
    Berghund, zu Deiner Signatur: Warum sollte man sich bemühen, Deine Ausdrucksweise zu verstehen, und freundlich nachfragen? Schreibe doch einfach klar und deutlich, um möglichst wenig Raum für Mißverständnisse zu lassen. Nimm doch Rücksicht auf manche wie mich, die nicht mit Deiner Kommunikation mithalten können.

    So muß ich also mußmaßen: Wenn NEIN nicht hilft, hat niemand dem Hund das verständlich beigebracht.
    Also folgt "klare Ansage", was wohl heißt (mutmaßlich) körperliche Strafmaßnahme? Oder wie soll man sich das vorstellen?
    Hast Du mit Stubenarrest gedroht?
    Zu Hause hat er sich in seine Ecke verzogen... und wollte kein Leckerchen von Dir nehmen.
    Und Du glaubst echt, er meint, er habe das jetzt nicht verdient???
    Daß er es dann von Frauchen nahm, aber von Dir nicht, und Du bist zufrieden, daß er Dir dann später zu Füßen liegt... fällt Dir nichts auf?

    Wenn das alles Dein Ernst ist, tut es mir leid.
  • Es ist wohl offensichtlich, warum ich jetzt gerade dieses Thema eröffnet habe. Wir haben keine Kinder. Ich selbst war ein sehr "lebhaftes" Kind - da fällt mir das Wort Euphemismus ein. Nun haben wir dieses Tierchen mit seinen Macken, unser erstes wirkliches Baby, ein "Kulturschock". Und nun begreife ich, was Prägung und Erziehung bedeutet.

    Bei uns hieß es: "Ein Kind wir bis drei Jahre erzogen. Danach wir es umerzogen". Eine Kollegin sagte es ähnlich: "Kinder werden erzogen, solange sie quer ins Bett passen."

    Ein sehr disziplinierter, abgeklärter Kollege, dem die Wende einen Strich durch den Doktortitel bei der NVA gemacht hatte, sagte öfter: "Da musst du durch!" Das ist wohl seine Lebenseinstellung. Erziehung zur Selbstdisziplin kann vielleicht ein Korsett, die letzte Stütze, sein, wenn man bedroht ist, die Haltung und Selbstkontrolle zu verlieren. Und meiner Meinung nach geht das bei Mensch und Tier nicht immer nur mit Keksen. Was mir stinkt ist, dass man über das Wie nicht mehr offen diskutieren darf. Ich habe noch nie solch eine Verwahrlosung erlebt, wie gerade hier und jetzt. Ohne den Hund hieß es bei mir: "Augen zu und durch." Mit diesem Hund geht das nicht.
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • Sheldon wrote:

    Wenn NEIN nicht hilft, hat niemand dem Hund das verständlich beigebracht.
    Das hätte ich bisher auch geglaubt. Ich habe nicht viel Ahnung von Hunden. Über NEIN habe ich gelesen: "Keks in die Hand, dem Hund vor die Nase halten, NEIN, Hand schließen. Danach Hand auf, NIMM. Das klappt in der ruhigen Wohnung prima.

    Wie ich Prägung verstehe, wird dabei in den ersten 8 oder 9 Wochen eine Deckschicht über die angezüchteten Triebe und Instinkte (für Hundesport) gelegt, auf der dann die Erziehung und Konditionierung aufbaut. Diese Deckschicht fehlt zumindest teilweise bei unserem Hund. Es fehlt also die Basis.

    Ich bin einmal mit dem Junghund auf eine Wiese vor unserem Haus. Plötzlich springt der an der zwei Meter langen Leine im Kreisbogen von links 2m hoch nach rechts... links, rechts, links - Wahnsinn. Nicht ansprechbar. Der war dann in einem Tunnel. Wenn der etwas wollte, dann bekam er das...

    Stell Dir einfach vor, der Hund ist hinter einem Täter und der Täter ruft NEIN. Das ist nicht gewollt. In so einer Situation sollen Diensthunde auch durch Glasscherben rennen. Durch seinen Geruchssinn ist er mir immer meilenweit voraus. Neulich frage ich Esel an einer Straßenecke den Hund: "Was meinst du? Wo lang?" Er wollte über die Straße auf eine dreckige Wiese. Dort hat er dann eine versiffte Kinderstrickmütze durch den Dreck gepflügt. Wann er damit aufhören würde? In solchen Momenten geht gar nichts, außer man hat mehr Kraft als er. Danach, wenn er zur Besinnung kommt, hat er dann ein schlechtes "Gewissen".
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • Alles geht über klassische Konditionierung und soll nachhaltig die Gefühle beeinflussen.

    Ein -guter Hund- soll in dem Hund Wohlgefühl erzeugen, ein -böser Hund nein- eben das Gegenteil. Funktioniert aber nur, wenn ein Verstärker zugeführt wird. Und das innerhalb einer halben Sekunde, ganz konsequent.

    Nachhaltigkeit erzeugt man darüber, dass der Hund sich auf beides verlassen kann. Aversive Reize als Verstärker wiegen schwer, man sollte drauf achten, dass der Hund diese auch einem Verhalten zuordnen kann, und beim Ablassen dieses nicht erwünschten Verhaltens aus diesem unangenehmen Gefühl herauskommt, eben nicht stundenlang mit sich rumträgt.

    Wir sind hier nicht beim Barras.

    Und ein „schlechtes Gewissen“ hat der Hund nicht. Die genervte Stimmung von Dir nimmt er emphatisch auf und meidet Dich.

    Wenn der Hund keine Zuwendung mehr von mir will, dann habe ich ihn nicht verdient.
    Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
  • SVSTB wrote:

    Schon mal in Erwägung gezogen, dass du der Auslöser allen Übels seien könntest?

    Mir kommt immer Kimmy in den Sinn- Verwandschaft???
    Auslöser allen Übels insofern, dass ich nur auf körperliche Fitness (zum Treppensteigen) einer Rasse fixiert war. Ich hatte nur gelesen: "Die brauchen drei Jahre, bis sie klar im Kopf sind." Hmm...
    Ich habe den Hund bei einem Mann der Praxis gekauft, der zwei Arbeitshunde braucht und wo Welpen eigentlich unter Kollegen vermittelt werden. Es gibt angeblich einen Hundesportler mit dem Namen. Der Vater unseres Hundes scheint ein super Exemplar zu sein. Vor dem Kauf habe ich nach Aufzucht im Wohnhaus und nach Autos, Kindern, Radfahrern(?) gefragt: Zweimal NEIN. Ich hätte auf dem Absatz kehrt machen MÜSSEN! Für DEN Job beim Verkäufer hätte der Hund wahrscheinlich getaugt.

    Das Verhältnis zu unseren Hunden zu Hause war und ist immer sehr (zu?) innig. Wenn ich in mein Bett will, liegt der Hund mitten auf der Daunendecke und ich lege mich dann auf die Seite, absturzgefährdet, auf die Bettkante. ;) Bis es dem Hund zu unbequem wird und er sich nach unten verzieht. Ich kann dem Hund jederzeit(!) mein Gesicht voll zwischen die Zähne halten. Das nützt aber alles nichts, wenn in dem Hund an einer Straßenkreuzung in der Nachbarschaft immer die Panik hoch kommt und sein Verstand abschaltet.

    In Erwägung ziehe ich vermutlich mehr, als Du Dir jemals vorstellen können wirst. Kimmy kenne ich nicht, werde mich aber mal mit seinen Beiträgen befassen. Im Internet findet man öfter eine Menge Unverständnis und Gehässigkeit von Personen, bei denen man im echten Leben vielleicht die Straßenseite wechseln würde - oder vielleicht gerade nicht. Das weiß man manchmal nicht so genau. Aber damit kann ich leben. ;) Eventuell habe ich selbst eine leichte Art von Asperger. (In meinem früheren Beruf sind diese Leute sehr gefragt.) Manches - z.B. offensichtliche Dummheit oder Denkfaulheit - regt mich furchtbar auf und manch anderes geht mir ganz weit hinten vorbei... ;) Mit Sicherheit mache ich mir zu viele Gedanken um andere Menschen.
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • nochmal, wirklich ernstgemeint, weil ich für uns alle hoffe, dass Deine Berichte wahr und ehrlich sind.
    Alle Deine Erzählungen spiegeln wieder, dass Du weder von Erziehung noch von Ausbildung annähernd eine Ahnung hast.
    Alles was Du erzählst spiegelt wieder, dass Du einen vollkommen normalen, lebhaften Hund hast der uns allen nur ein müdes Lächeln abringt. Das läuft unter nett, aber mehr auch nicht, das ist kein Brexher oder sonstwas.
    Das Problem ist, dass Du ihm nicht gerecht wirst, Hinweise hier nicht annimmst und vermenschlichte Reaktionen in ihn reininterpretierst, was der Hund gar nicht kennt.

    Tue Dir und vor allem Deinem Hund den Gefallen und gehe zu einer lokalen Hundeschule mit engmaschigem Einzeltraining und va nimm an was Dir dort vorgegeben wird. Alternativ suche für den Hund einem guten Platz und gebe ihm die Chance auf ein hundegerechtes Leben, damit er von Deinem Stress erlöst wird.
    Vg Anja
  • Ich danke Euch.

    Anja wrote:

    weil ich für uns alle hoffe, dass Deine Berichte wahr und ehrlich sind.
    Ich habe ja manchmal einen seltsamen Humor, aber ich verschwende nicht ständig sinnlos meine Zeit. Ich könnte wirklich ganze Romane schreiben, aber bei nur einem einzigen unvorsichtigen Satz könnte es vielleicht eine gefakte Anzeige geben... Manche Loser missbrauchen moralische Empörung als Politur für ihre wertlose Existenz.

    Kurz: Er ist ein ganz liebes Kerlchen, hat aber Aussetzer... Ich denke dabei manchmal an das Tourette-Syndrom. Manche sagen Sachen, die sie nicht wollen, und er macht manchmal Sachen...

    Gestern Nacht: Ich kratze unter Taschenlampen-Benutzung einen Haufen aus dem Gras... 50m weiter will er neben einer Gartenmauer einen Schritt zurück. Er hat mich angeschaut, ob ich es erlaube. Ich dachte an Weiberpisse, und er rammelt mit dem Draht-Maulkorb wie wahnsinnig auf einer scheiß-versifften Coronamaske herum. Diese elenden Dreckschweine hier...

    Anja wrote:

    gehe zu einer lokalen Hundeschule mit engmaschigem Einzeltraining
    Wir waren (und sind) bei verschiedenen Trainern. Der Admin könnte 2 oder 3 davon kennen...

    (Muss erst mal essen.)
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • Anja wrote:

    Alle Deine Erzählungen spiegeln wieder, dass Du weder von Erziehung noch von Ausbildung annähernd eine Ahnung hast.
    Nöö... nicht die geringste Ahnung. Wir haben nur seit 25 Jahren Hunde, die sich bisher besser und ruhiger als 80% der Tiere (Kläffer) hier im Umfeld verhalten haben. Allerdings durften die Trainer damals auch noch anders... Die Hunde waren überall mit dabei. Bei diesem Hund fehlt einerseits die Basis, andererseits sagte ein sehr erfahrener Trainer (4000...): "Ich möchte bloß wissen, wer da schon dran war." Hundesportler mit Hetzarm und Ball im Alter von 6 bis 8 oder 9 Wochen? Jedenfalls wäre unser Hund schon ohne weitere Ausbildung prima als Ein-Mann-Hund im Nachtdienst. Der braucht nur Ruhe.

    Dieser Hund geht mit mir ohne Vorbildung auf 5m hohe Baugerüste (und springt von einer 2m hohen Mauer. Kommt auch auf einen 2m hohen Zaun...) Unsere Hunde hatten immer unbedingtes Vertrauen in alles, was ich ihnen vorgeschlagen habe - bis zum letzten Atemzug... Also kann ich nicht alles total verkehrt gemacht haben, auch wenn ich mir oft wie Rudi Ratlos vorkomme.

    "5 Mythen über Hundebeschäftigung"
    h**ps://bothshunde.com/5-mythen-ueber-hundebeschaeftigung/

    Gestern waren wir anderthalb Stunden in der Botanik, in ruhiger Gegend mit Schleppe. Ich mag aber keine Schleppe. Wenn ein Moutainbiker ohne Klingel von hinten kommt, dann ist alles zu spät. Die Schleppen sind wohl auch nur Modekram. Jedenfalls sind wir bei ganz leichtem Gefälle ein paar hundert Meter getrabt. Er hat an etwa 4m Länge peinlich auf mich geachtet, auf meine Schritte gehört: "Mach den alten Mann nicht kaputt, sonst hast du niemanden mehr." Täglich sind wir etwa 2 Stunden draußen, auf 4 bis 5 Mal verteilt. Und wir sind Tag und Nacht zusammen. Es hat sich seit 25 Jahren immer nur alles um die Hunde gedreht...
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.
  • Das hier angesprochene

    Anja wrote:

    Alternativ suche für den Hund einem guten Platz und gebe ihm die Chance auf ein hundegerechtes Leben, damit er von Deinem Stress erlöst wird.
    dürfte wohl einer ernsthaften Erwägung wert sein, wenn man es - nach vorgeblichen 25 Jahren Hundeerfahrung - nicht schafft, die hier

    BergHund wrote:

    "5 Mythen über Hundebeschäftigung"
    unter anderem angeführte Qualitytime seinem Hund zukommen zu lassen.
    Warum ich das so forsch sage. Ganz einfach, ich bin seit 68 Jahren mit Hunde eng zusammen und beschäftige mich - zuerst beruflich, dann sportlich - seit 40 Jahren mit Nasenarbeit.

    Oder SVSTB hat recht.
    Hundesportliche Grüße

    Burkhard
  • Colonia wrote:

    zuerst beruflich
    Ich könnte jemanden zitieren... Ich finde hier keine konstruktiven Vorschläge. Es ging mir bei dem Thema auch mehr um die Ersterziehung, Prägung oder wie immer man das nennen will. Ich suche jetzt mal nach Nasenarbeit...

    h**ps://www.diehundezeitung.com/spielerisch-der-nase-nach/

    Hmm... naja... Ich bin mal gefragt worden, was er kosten soll... Soll ich nun jeden Tag Kekse in der Landschaft verstreuen? Mir wäre das zu langweilig. Reicht es nicht, wenn er ständig versch*ssene Pampers aufsammelt oder Mascara-Augenrauenstifte und Feuerzeuge aus dem Gestrüpp? Neulich ging er abends um 7 aus 5m Abstand auf so eine Streusandbox zu, hat die abgeschnüffelt, ich mache den Deckel hoch und er schnappt sich einen von zwei seltsamen Handschuhen - durch den Mauli(!). Nach 22:00 sind wir wieder raus, zwei Kerlchen tappen durch die Gegend. Ich sage: "Nicht mal nach 22 Uhr bei Ausgangssperre kann der Hund in Ruhe kacken." Einer zeigt mir ein Kärtchen... Ich erzähle ihm von der Sandkiste hinter dem Haus. Nach 2 Tagen war der Handschuh noch dort. Da nützt wohl auch der beste Hund nichts.

    Ich würde ihm gerne nichts suchen und nichts finden beibringen. Ich werde mal einen Bekannten (mit speziellem Hobby) fragen...
    Wenn jemand meine Ausdrucksweise nicht versteht, aber verstehen will, dann kann er jederzeit gerne freundlich zurück fragen.