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Lügen Hunde?
#1
Hatte neulich ne intressante Disskussion mit ein paar Officers auf dem Police K-9 Magazine Forum. Einer hat gefragt ob es bei Spürhunden eine "falsche Verweisung" gibt, also der Hund auf Drogen/Sprengstoff etc. verweist obwohl nix da ist. Erstmal haben wir definiert was eine "falsche Verweisung" überhaupt ist, und sind auf den Punkt gekommen das es sich nur darum handeln kann wenn die Verweisung nicht Führer induziert ist, der Hund nicht auf assozierte Gerüche verwiesen hat, der Hund nicht auf Residualgeruch verwiesen hat, keine Krankheit vorliegt aufgrund dessen der Hund eine olfaktorische Halluzination hatte, und keine Trainingsfehler vorlagen die dazu geführt haben können. Der letze und einzige Grund warum ein Hund falsch Verweisen würde wäre also das er lügt um an seine Belohnung zu kommen. Nun die Frage: WÜRDE BZW. KANN EIN HUND BEWUSST LÜGEN UM AN SEINE BELOHNUNG ZU KOMMEN?
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#2
Meiner kann das definitiv! Big Grin
LG Barbara
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#3
Das Wort "lügen" im Zusammenhang mit einem Tier zu verwenden finde ich schon reichlich abstrus!

Wenn Dich Dein Hund an der Nase herumführt, ok,
wenn er sehr ideenreich ist, um an eine Belohnung zu kommen,
dann ist er ganz schön schlau!

Aber lügen.... _w_

Das Lügen bleibt den Menschen vorbehalten.
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#4
Jomo,index.php?page=Thread&postID=89087#post89087' schrieb:Das Wort "lügen" im Zusammenhang mit einem Tier zu verwenden finde ich schon reichlich abstrus!

Wenn Dich Dein Hund an der Nase herumführt, ok,
wenn er sehr ideenreich ist, um an eine Belohnung zu kommen,
dann ist er ganz schön schlau!

Aber lügen.... _w_

Das Lügen bleibt den Menschen vorbehalten.
Hallo Jomo,
defnier mal bitte was Du unter "lügen" verstehst und wie es sich so grundsätzlich von dem Verhalten von Hunden (oder Tieren allgemein) unterscheidet.
LG,
Dietrich
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#5
Wenn lügen das vorgaukeln falscher Tatsachen bedeutet, dann können Hunde definitiv lügen.

Bestimmt kennen viele Mehrhundehalter von Euch auch das Phänomen: wenn Minchen noch einen Knochen hatte, mein Großer aber mit seinem schon
fertig war, dann rannte er z.B. zum Gartentor und schlug an, als wenn Besuch kommen würde. Minchen rannte hin und er holte sich den Knochen.
Das nenne ich schon lügen.
Was du nicht willst, das man dir tut....

Regina :hot:
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#6
dgotzek,index.php?page=Thread&postID=89091#post89091' schrieb:Hallo Jomo,
defnier mal bitte was Du unter "lügen" verstehst und wie es sich so grundsätzlich von dem Verhalten von Hunden (oder Tieren allgemein) unterscheidet.
LG,
Dietrich
"Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Hörer sie trotzdem glauben.

Die Lüge ist auf Sprache angewiesen: Lügen können in jeder Form geäußert werden, in der mit Sprache kommuniziert werden kann, zum Beispiel als Text in einer Zeitung oder in Gebärdensprache."

Quelle Wikipedia


Besser könnte ich es nicht definieren. Der zweite Teil Deiner Frage ist somit auch beantwortet.

Grüße Kirstin
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#7
Juhu, ich lese Wikipedia, ich bin schlau! _b_ Egal...

Genau das war die Definition - bei einer falschen Verweisung muss der Hund wissen das die Drogen/Sprengstoff/etc. NICHT vorhanden ist, verweist aber ABSICHTLICH trozdem um seine Belohnung zu kriegen. Er SPRICHT mit uns. In seiner Sprache (Rute, Ohren, Mund, Kopf) und in der Sprache die wir ihm speziell für diese Aufgabe beigebracht haben (Verweisen). Die Frage: Denkt ein Hund soweit?
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#8
Jupps, ich bin der Meinung, es gibt auch bei Hunden unterschiedlich stark ausgeprägte Formen von Intelligenz und daher gibt es welche, die tatsächlich "um die Ecke" denken können, das heisst, Zusammenhänge eher begreifen und auch dementsprechend handeln und andere, die da einfach zu "doof" für sind.

LG-Nadin und Co.
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#9
Ich würde das nicht mit dem Wort "Lügen" bezeichnen.

Zuerst einmal: Woher weiß der HF dass sein Hund "lügt"? Dass keine Geruchspartikel an dieser Stelle, an welcher der Hund verweist, vorhanden sind? Möglicherweise haben dort vorher mal Sprengstoff oder Drogen gelegen?

Dann besteht die Möglichkeit, dass der HF das erwünschte Verhalten (= die Position, in welcher der Hund anzeigt), vorher schon mal bestätigt hat ohne dass der Hund in diesem Moment die Assosziation zu Drogen oder Sprengstoff hatte. Oder anders ausgedrückt der HF hat den richtigen Zeitpunkt zur Bestätigung verpasst und der Hund hatte im Moment der Bestätigung keine Assoziation mehr zwischen seinem Verhalten (= Verweisen) und den Drogen oder dem Sprengstoff, sondern hatte in diesem Moment bereits eine andere Verknüpfung aufgebaut. Nicht jeder HF hat ein Händchen für das richtige Timing. Und nun probiert der Hund mit einem zuvor mal fälschlich bestätigten Verhalten zu seinem Triebziel zu kommen. Das wäre kein Lügen, sondern ein Ausprobieren.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#10
Jupp, WISSEN wann/ob der Hund lügt können wir nicht, da wir nicht die Mittel haben Residualgeruch 100% nachzuweisen. Oder eben dein Beispiel mit dem möglichen Trainingsfehler. Das gilt dann ja eh nicht als falsche Verweisung, sondern Verweisung auf Residualgerich, Führerinduzierte Verweisung, etc. Die Frage war eher gemeint ob es theoretisch möglich wäre das der Hund "lügt"! Bei der Disskussion mit dem Officers haben wir uns btw im Endeffekt darauf geeinigt das in den Trainingsprotokollen letzendlich keine falsche Verweisung angegeben werden kann, sondern besser "ergebnislose Verweisung". Das ganze hat ja auch einen rechtlichen Aspekt. Ein Officer der Einräumt das sein Hund schonmal falsch verwiesen hat macht sich vor Gericht verwundbar.
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