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Wie würdet ihr den Unterschied zwischen Beute- und Spieltrieb beschreiben?
Gibt es einen Unterschied?
Grüße, Monika
Wer sich bewegt, bringt etwas in Bewegung!
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der spieltrieb ist primär motiviert und der beutetrieb eher sekundär.
weiterhin zeigen sich im spiel verhaltensweisen von beutejagdverhalten auch ohne motivationsobjekt, und physische auflösung, wie z.b. lossprinten ohne reizlage.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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hallo reinhard,
danke, also da heißt, spiel kann auch ohne "spielzeug" entstehen? beim beutetrieb geht es immer um beute, um etwas, was der hund haben will?
Wer sich bewegt, bringt etwas in Bewegung!
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trotz bsp, bin dies jahr nicht (als zuschauer) mit dabei:
ich denke, spiel ist nicht an einem medium gebunden, spiel ist eine frage der motivation.
spiel ist regulator bei spannungen in einer gruppe, spiel löst streß auf, spiel fördert das soziale miteinander. also zuträglich für das individuum wie auch der sozialen gruppe. der unterschied zum beutetrieb ist der, das dieser nicht auf werte, resourssen gerichtet ist. wenn werte ins spiel kommen, dann kippt dieses oftmals, weil eben konkurrenz ins spiel kommt.
das spiel selbst hat eben andere aufgaben: auflösung von streß und konzentration für das individuum, aber auch förderung des sozialverhaltens innerhalb einer gruppe. also schon triebübergreifend. und eben: spaß an dem eigendlichem tun selbst.
wenn ich z.b. sehe, wie sich mein hund teilweise im spiel selbst beschäftigt, dann sehe ich, was z.b. in der uo noch möglich sein könnte, sollte ich diese motivation mal so abrufen können. das "arbeiten" des hundes, weil es im einfach freude bereitet. das gilt füt mich bei a und b. in c sehe ich schon etwas andere parameter.
gruß reinhard
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tinka,index.php?page=Thread&postID=55611#post55611' schrieb:wenn ich z.b. sehe, wie sich mein hund teilweise im spiel selbst beschäftigt, dann sehe ich, was z.b. in der uo noch möglich sein könnte, sollte ich diese motivation mal so abrufen können. das "arbeiten" des hundes, weil es im einfach freude bereitet. das gilt füt mich bei a und b.
Hallo Reinhard,
schönes Thema...ich war nach einem Seminar mit Edgar Lind vor über 10 Jahren fasziniert von den Möglichkeiten der Motivation im freien Spiel und habe mich sehr intensiv mit der Umsetzung dieser natürlichen Art des Spielens und Motivierens mit meinem Hund beschäftigt...obwohl diese Art des Aufbaus und Spielens bei uns auf dem Platz nicht sehr "salonfähig" war und etwas belächelt wurde.
Als sich jedoch die ersten Erfolge in einer zackigen und schnellen Unterordnung zeigten, kamen auch schon die ersten Kommentare wie "..ist ja ganz nett, aber warte erst mal bis...und was machst du wenn der Hund keine Lust hat...usw.
Ich bin dann leider im Laufe der Jahre wieder von dieser Arbeit mehr und mehr abgekommen und beschäftige mich eigentlich nur noch mehr oder weniger "privat" nach Lind-Art.
Leider habe ich die Tatsache unterschätzt, dass freies Spiel und Motivation erst möglich ist, wenn aus Sicht des Hundes sichergestellt ist, dass von nirgendwo aus dem Umfeld "Gefahr droht".
Auf eigenem Platz und in gewohntem Umfeld sah alles toll aus...aber auf fremden Platz oder bei Prüfungen konnte ich die erlernten Fähigkeiten leider nicht in der gewohnten Spritzigkeit abrufen...trotzdem bin ich immer wieder noch fasziniert, was in konfliktfreiem Umfeld möglich ist...
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... ![[Bild: smilie_happy_288.gif]](http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_288.gif) (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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das ist schon ein problem, das habe ich heute auch leider bei meiner trainingspartnerin erleben dürfen. in gewohnter umgebung absolut perfekt in triebstimmung und handlungsbereitschaft, bei neuer umgebung dann der abbruch vom hund. schon enttäuschend auch für mich als ausbilder. technisch zwar sauber, aber im ausdruck aber nicht wirklich handlungsbereit. wieviel dabei den hf betrifft, gilt es noch rauszufinden.
ich glaube eher, daß es eine frage von der richtigen triebstimmung insgesamt ist, und wie und über welche rituale man diese in dem hund initialisiert. ich denke, die uo als solches sollte kein spiel sein, weil genau das passiert, was du beschreibst: selbstbelohnung über einen nicht steuerbaren wert. negativverstärkung macht den hund dann auch nicht handlungsbereiter, wahrscheinlich eher reaktiv vermeident. das gilt wohlgemerkt für das spiel.
trotzdem sollte man sich die auflösung im primären motovationsbereich immer vor augen führen, damit man auch im sekundären bereich, also über bewußt vom hund eingeforderte werte, die richtige triebstimmung erzeugen kann. ist man dann noch in der lage, selbstbelohnungsverhalten so zu maßregeln, daß der primärverstärker im wert noch steigt, der hund dadurch eben noch handlungsbereiter wird, so hat man in etwa einen motivationsbereich beim hund, der dem des spieles sehr ähnlich ist, jedoch ganz feste regeln hat.
aber das ist ja genau der heilige gral, den jeder für die arbeit mit dem hund sucht. manche hunde tragen schon diesen gral in sich, anderen wiederum kannst du diesen vor die nase legen, und sie drehen sich weg.
und oftmals ist es eben auch so, daß der hf nicht langen atem genug hat, um den kritiken andersdenkender stand zu halten. aber wenn man das schon als hundeführer nicht kann, wie soll es denn ein hund können, dem ständig die bilder geändert werden?!
gruß reinhard
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