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Pro und contra Schema UO
#11
hi Christiane,

bin auch kein Freund von Schema und setzte das auch nicht so um. Ein Hund der VIELE Prüfungen macht weiß wie die Abfolge ist! Auch ein Hund der nur 2x im Jahr Prüfung macht. Ein intelligenter Hund langweilt sich zu tode beim Schema. Deshalb mache ich in der UO ebenfalls ALLES durcheinander. Wenn der Hund den Befehl verstanden hat ist es EGAL in welcher Gangart. Der Hund setzt den Befehl um. Habe bei meinem Derry auch schon festgestellt das ich die Übung STEH zu lange aus dem Laufschritt gemacht habe. Da ist er im normalen Schritt auch gesessen. Dann hab ich gesagt nönö Junge dat machen wir noch einmal. Klappt jetzt auch prima.

Grundsätzlich übe ich auch die UO im Übungsbetrieb nicht ständig komplett durch. Auch das ist für den Hund langweilig. Ich arbeite konkret an den Baustellen wie Apport und Vorraus. Kurz vor der Prüfung setze ich dann die Übungen zusammen, zwecks der Länge von Ablage etc. pp.

Angelika, die es toll findet hier noch mehr Gleichgesinnte zu finden. Habe nämlich auch immer ein Lächeln und *Spott* geerntet mit meinen UO Ansätzen.
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#12
Ich denke man sollte sich an dem Ausdruck Dummheit nicht so hochziehen.

Aktiv und reaktiv sind da die wesentlich besseren Bezeichnungen.

Ich habe zwei Paradebeispiele daheim.

Meine Hündin ist absolut aktiv. Ein super Hund für zu Hause und den Sport.
Mein Rüde reaktiv, absolut gemütlich. Doch genau für den war es sehr wichtig niemals Schema zu arbeiten, denn sonst wäre der in der UO eingeschlafen Confusedquint: .
Dennoch halte ich den Rüden für intelligenter.
Der hat wesentlich schneller gelernt den Magnetball auf entsprechendem Kommando von Rücken zu holen, und er ist drei Jahre älter. Da gibt es noch mehr Beispiele.

Eine Kombination aus beiden wäre toll. Dennoch ist mir meine aktive, aber etwas dümmere Hündin lieber :whistling: .

Also denke ich, egal welcher Typ, immer alles durcheinander. Werde auch bezüglich der Gangarten wieder mehr Abwechslung einbringen.

Außerdem bin ich auch ein Fan von Blödsinn. Kleine Kunststücke beibringen, die man auf keiner Prüfung braucht. Selbst bei älteren Hunden. Das hält geistig fit.
Erntet aber oft Kopfschütteln, was ein Hund in der Prüfung nicht braucht, muss er auch nicht lernen.

Christiane
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#13
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=113534#post113534' schrieb:
Roland Beyer,'index.php?page=Thread&postID=113529#post113529' schrieb:Das hat mit Dummheit eher nichts zu tun. Hier kommt es nämlich nicht unbedigt auf Intelligenz, sondern auf Schnelligkeit, Perfektion und trotzdem triebbeständigkeit der einzelnen Übungen an.

Ich denke schon, dass es darauf ankommt, in welcher Motivation und auch mit welcher Intelligenz der Hund arbeitet, da gibt es grosse Unterschiede...zumindest wenn man nicht jeden Hund grundsätzlich mit derselben "Methode" ausbildet, sondern die Ausbildung etwas auf seinen Typ abstimmt und da macht es für mich Unterschiede, ob der Hund wirklich und echt aktiv mitarbeitet oder eher ein reaktiver und dumpferer Hund ist....das Endergebnis kann und sollte bei beiden Typen sicher dasselbe sein.

LG-Nadin
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=113534#post113534' schrieb:mich Unterschiede, ob der Hund wirklich und echt aktiv mitarbeitet oder eher ein reaktiver und dumpferer Hund ist....das Endergebnis kann und sollte bei beiden Typen
Gut, wenn du das so siehst! Einen reaktiven, stumpfen Hund würde ich nicht arbeiten. Da wäre mir Zeit und Geld zu schade, aus dem Alter bin ich raus :kamel
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#14
Ich kann mich da Christiane recht gut anschließen: mein Rüder ist eher ein etwas phlegmatischer Hund, der seine Arbeit ordentlich verrichtet hat, aber auch sehr flott wußte, wann er musste und wann nicht...da war dann Hopfen und Malz verloren, weil es ihm nicht Anreiz genug war, eine gesamte UO mit hoher Motivation einfach so zu laufen.
Da in der RH-Arbeit die Reihenfolge der Übungen jedesmal erst direkt vor dem Führen ausgelost wird, geht Schema F sowieso nicht. Allerdings hatte ich ihm beigebracht, auf Grund meines Lobens der vorangegangenen Übung zu lernen, welche als nächte kommt.

Meine junge Hündin dagegen ist ein wahres Bewegungstier; sie muss täglich gut ausgelastet werden, um zufrieden zu sein. Sie arbeitet auch mit mir lieber und ich bilde sie absolut auf Hz aus. Also Steh, Sitz, Platz aus allen Gangarten, immer verschieden. Sie soll bewusst zuhören und das HZ annehmen.
Auch sie wird im RH-Bereich ausgebildet und da ist es ja generell der Fall, dass zum einen immer ausgelost wird und der/die LR meist DIREKT neben dem Team laufen. Da sind alle die kleinen Aufmunterungen und Hilfen (fast) immer gleich gesehen/gehört.. :thumbdown: Big Grin

Ich stelle auch fest, dass sie arbeiten nach Schema schnell in Langeweile und Unkonzentration absacken lässt.
Also gibt es immer neue Aufgaben und andere Reihenfolgen. Die Gefahr, dass Hunde sich mit Übungen vertun, sehe ich nicht. Wie viele Hunde werden nach Schema geführt und verbocken regelmäßig das Sitz..da liegt das Problem doch nicht an der Reihenfolge.
Auch beim Spazierengehen gibt es mal mitten drin ein HZ während des Laufens mit den anderen Hunden. Abrufen aus dem Sitz und dann stoppen lassen gehören ebenso dazu.

Ich werde auch meinen nächsten Hund auf HZ ausbilden und NICHT nach Schema. Ist mehr mein Ding.
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#15
Roland, nun, das ist natürlich Dein gutes Recht, ist ja Deine Zeit und Dein Geld....ich arbeite mit beiden Typen von Hunden und sehe, dass beide auch absolut ihre Qualitäten haben...ich denke übrigens , dass Du am Ergebnis der Arbeit nicht erkennen kannst, welcher zu welchem Typ gehört und genau das finde die Herausforderung und das Spannende an der Arbeit mit dem Hund...aber wie gesagt: jedem das seine;-)


LG-Nadin
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#16
Ich übe durcheinander, aber immer das Sitz und Platz in einer Richtung und das Steh in die andere.
Meistens nehme ich mir eine Sache heraus, die ich dann besonders intensiv übe. Das Voraus ist auch immer am gleichen Platz.
Am meisten trainiere ich mit meinem Hund auf einer Wiese oder auf einem Weg.
Auf dem Hundeplatz weniger.
Vor der Prüfung fange ich ungefähr 3 Wochen vorher an, nach Schema zu trainieren.
Hat bis jetzt ganz gut geklappt.
Muß dazu aber sagen, das der Dusty ein sehr temperamentvoller Rüde ist, der gern mal den Kasper raushängen läßt, meistens auf der Prüfung.
Ist nicht bös von Ihm gemeint, einfach zu viel Übermut und pure Lebensfreude.
Bringt mich aber sehr in Rage.
Wobei Er den technischen Teil sehr gut beherrscht.


LG
Kathrin
Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. Friedrich der Grosse.
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#17
Das nun zu meinem Hund und mir, da fahren wir ganz gut mit:

Zu Beginn der UO lege ich den Hund kurz ab, dann folgt eine kurze Freifolge um uns quasi einzustimmen und zu sammeln. DAS IST IMMER GLEICH. Was dann kommt ist immer anderes, glaube ich zumindest ^^ wie mein Hund das sieht, weiß ich nicht, vielleicht bin ich berechenbarer als ich meine.
Denn eigentlich hat man sich ja schon als Team aufeinander eingeschossen, halt wie beim Tanzen.
Eine komplette UO hin und wieder ist aber auch nicht schlecht, so kann man auch u.a. testen ob der Hund die Kondition hat sich über diese lange Zeit zu motivieren und zu konzentrieren. Muss nicht die entsprechende Reihenfolge haben, kann aber. Ein bißchen ist es einfach Tagesform abhängig. In diesem Jahr, wenn wir auswärts Prüfungen gelaufen sind, sind wir, einmal nach Schema gelaufen, dann wieder ohne aber immer Apportiert und ganz wichtig, meiner Meinung nach für uns: Das Voraus! abgearbeitet. Ich glaube jeder sollte seine Schwächen kennen an denen er arbeiten möchte. Einen Plan was man "heute" machen will, sollte man schon im Kopf haben, bevor man beginnt. Und manchmal kann es bestimmt auch sinnvoll sein immer das Schema abzuarbeiten.

Für mich ist es aber auch wichtig, das der Hund das Kommando hört und erkennt und nicht "denkt" nach Sitz kommt IMMER Platz, und wenn ich dann mal was anderes machen will, warum auch immer kann er es einfach nicht abrufen.

Ronny van de Berghe übt übrigens laut Interview im DSH spezial immer nach Schema und ist ja "durchaus" erfolgreich damit. Ich mags aber lieber mit Abwechslung, für den Hund und für mich :cheers:
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=113578#post113578' schrieb:ich arbeite mit beiden Typen von Hunden und sehe, dass beide auch absolut ihre Qualitäten haben...ich denke übrigens , dass Du am Ergebnis der Arbeit nicht erkennen kannst, welcher zu welchem Typ gehört und genau das finde die Herausforderung und das Spannende an der Arbeit mit dem Hund...aber wie gesagt: jedem das seine;-)
Das finde ich besonders interessant und zeichnet dann noch den guten Hundeführer aus. Sich auf jeden Typ Hund einstellen zu können und das O ptimale herauszubekommen.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen!
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#18
Mindestens genauso wichtig wie das Abweichen vom immergleichen Schema finde ich es, darauf zu achten, dass der Hund bei der UO im Verhaltensgleichgewicht steht. Da achten manche Hundeführer leider gar nicht drauf.
In jeder UO-Einheit sollte also auch das Konkurrenzverhalten zu bestimmten Übungen (Beispiel: Hereinkommen versus Voranschicken) mit ungefähr gleicher Intensität trainiert werden.





LG
Nina
All great dogs, like all great men work because they have to, but because they want to action is their chief medium of happiness.
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#19
Hallo!

Bei mir ist das so: Wenn ich auf den Platz gehe (immer (!) bei fuß) wird sich erst angemeldet (also wie auf der Prüfung). dann mache ich immer erst ein wenig fuß, nicht nach schema, ungefähr so viel wie die freifolge. dann mache ich die technischen übungen oder apportiere UND mache voraus (immer gekoppelt). bei den technischen übungen will ich dass mein hund WEIß was kommt. ich will, dass er nicht beim kommando denken muss welches der drei das jetzt war, sowas kontrolliere ich beim spazierengehen :-), sondern das mein hund beim angehen denkt, *gleich kommt sitz, gleich kommt sitz, gleich kommt sitz* usw. und sich dann sofort ohne nachzudenken setzen kann. das geht schneller und ist zuverlässig. dazu SAGE ich ihm sogar vor der übung an "elli, jetzt kommt sitz" :-) (ja, heuwinkl geschädigt :-)) das gleich bei den anderen übungen. allerdings gebe ich das kommando nur wenn der hund gut fuß läuft, und generell etwas später als auf der prüfung hinterher. habe nihct das gefühl meiner hündin würde langweilig werden, ich nehme ihr so noch die möglichkeit was falsch zu machen, so kann sich darauf konzentrieren es schnell auszuführen.

und dazu dass hunde das nach ein paar prüfungen wissen. schaut sie euch doch an, die heuwinkler: laufen gefühlte 100 prüfungen im jahr und die hunde arbeiten immer noch so motiviert wie in der übungsstunde.

Lg
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#20
Ich habe meinen älteren Rüden bei der Schutzhundausbildung überwiegend nach Schema trainiert. Vorteil war, dass der Hund sicher die Übungsreihenfolge kannte und eigentlich nie Sitz,Platz oder Steh verpatzt hat. Nachteil war, dass er zunehmend reaktiver wurde.
Als ich dann mit dem RH begann, wo die Übungsreihenfolge ausgelost wird, musste ich erkennen, dass mein Hund nicht meine HZ, sondern die Übungsreihenfolge abspulte. So hat er mir bei meiner ersten RH2-Prüfung dann sicherheitshalber mal in allen 3 Übungen "Steh" gemacht.
Der Hund war komplett verunsichert, wenn eine Sanktion auf die falsche Übungsausführung kam- verständlich, letztlich hat er doch alles so gemacht, wie er es gelernt hat.
Ich habe dann ganz von vorne wieder angefangen und mit dem Hund ohne Zwang auf dem Trainingsplatz die HZ (die er nebenbei bemerkt beim Spaziergang sehr gut differenzieren konnte) geübt. Erst jetzt kann ich sicher sagen, dass der Hund auf meine HZ reagiert und nicht ein Ritual abspult.
Fazit: Ich trainiere mit meinen Hunden die Übungen stets in wechselnder Reihenfolge!
LG Barbara
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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