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Hallo zusammen.
Es ist nun ein halbes Jahr her,das das Thema "Datenbank" behandelt wurde.Bestätigt hat sich,das dieses Thema nun wirklich kein Selbstläufer ist.
Woran liegt es denn nun?
In der Zwischenzeit bin ich von einigen Leuten angesprochen worden,das ihre Hunde ähnliche Probleme haben,bzw das Verdachtsmomente da sind.Das Problem des Cauda entwickelt sich weiter,aber keiner will so wirklich an das Thema ran.
Wie ist es geschafft worden,Untersuchungen auf HD/ ED zur Pflicht zu machen?
Die Probleme müssen doch ähnlich gewesen sein.
Nun steht die JHV des RSV an und dieser Verein hat sich zur Aufgabe gestellt,die Gesundheit und die Gebrauchseigenschaften des DSH zu erhalten.
Es sind auch schon Schritte in die richtige Richtung gemacht worden,leider aber nicht so große,wie ich mir erwünscht hätte.
Die Komplexität des Themas scheut wohl auch solche Menschen,die an sich in der Lage wären,Dinge in die Bahn zu schieben,die eine tatsächliche Effektivität bringen würden.
Macht es Sinn,das Thema dort überhaupt anzusprechen oder ist kein echtes Interesse bei den Mitgliedern?
Das sammeln von Daten,sprich Fakten ist eine der herausragenden Ideen der Sichtungen,leider wird ähnliches beim Thema CES nicht mit einbezogen.
Es besteht zwar der Passus,das operierte Hunde ein Zuchtverbot erhalten,andererseits gilt dies nicht für Hunde mit der gleichen Krankheit,die nicht operiert wurden.
Das ist nicht wirklich zu verstehen,werden doch damit ethische Werte ad absurdum geführt.
Was spricht dagegen,die Hündinnenbesitzer zu verpflichten,sich vom Deckrüdenbesitzer bescheinigen zu lassen,das der Hund keine wissentliche Rückenerkrankung hat,bzw Schmerzstillenden Medikamente bekommt?
Auch wenn das nicht der Riesenschritt ist,so kann der Verein oder der Welpenkäufer gegen den vorgehen,der kranke Tiere in die Zucht bringt,was den Vorstellungen eines Zuchtvereins doch entsprechen sollte.
Ist es vertretbar,von einem Zuchttier zu verlangen,das es nach einer Anzahl von Einsätzen eine MRT machen muß,Geld ist ja schon geflossen?
Sind die Züchter wirklich dagegen, wenn mit solchen Maßnahmen ein Prädikat erzielt werden kann,was letztlich die Absatzchancen der Welpen und die Preisvorstellungen verbessern.
Wenn der Welpenkäufer die Qualität DSH-Welpen bekommt,die wir vom RSV anstreben?
Meine Idealvorstellung wäre ja,in vertretbar großen Regionen Kliniken abzusprechen,die diese Untersuchungen machen können und fürs Überlassen der Erkenntnisse einen Vorzugspreis geben.
In Lüneburg hat man es schon gemacht,8 Digiaufnahmen und 2x MRT(das erste war verwackelt) für 150€,für mich ein Zeichen,das man bei geeigneten Instituten nicht auf taube Ohren stößt.
Ok,der RSV hat viel mit dem zu tun,was den Auf und Ausbau der Vereinsstrukturen verlangt und vom SV erwarte ich in der Richtung gar nichts,die lassen ihre teure Studie vergammeln seit 2 Jahren.
Ich bin angesprochen worden von einigen Leuten,die sich ebenso wie ich engagieren wollen und etwas in Bewegung bringen möchten,aber ohne die Unterstützung der vielen,einzelnen Hundebesitzer haben wir keine Chance.
Also,wie bringen wir die Sache ins Rollen,wo können wir auf Unterstützung hoffen und was geht eurer Meinung nach gar nicht.
Ich nehme auch gerne PNs an und verspreche,das die absolut Vertraulich behandelt werden,bzw der Sender anonym bleibt.
Und denkt dran,die Zeit ist nicht unser Freund in dieser Sache.
LG Heinz
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Hallo Heinz.S,
mir persönlich passiert zu dem Thema "Rückenerkrankungen" auch viel zu wenig - egal von welchem Verband.
Allesdings stellt sich für mich vorab eine sehr wichtige Frage : wie gesichert ist die Erkenntnis der Vererbarkeit von CES / Spondylose ?
Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre sicherlich, beim HD-Röntgen zu schauen, ob der Hund einen Übergangswirbel hat - ist dies der Fall (soll laut einem Prof. aus der Schweiz 30% aller DSH betreffen) - Zuchtverbot. Bei diesem Prozedere wäre das "Gegenargument" Zusatzkosten schon mal entkräftet.
MRT finde ich sinnvoll für ein Zuchttier - aber ab welchem Alter macht die Aufnahme wirklich Sinn ?
Du hast in Deinem Beitrag einige interessante Gedanken. Als Argumente dagegen höre ich immer 1. Kosten 2. der Hund darf doch nicht nur noch aus Röntgenaufnahmen bestehen 3. es gibt soviel, worauf bei der Zucht zu achten ist - nicht noch eine "Pflichtabteilung" mehr.......
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Hallo
Bei uns werden die Schaltwirbel mit ausgewertet über das HD Bild also keine extra-Kosten. Finde es selbst gut wenn man mit den Hunden in die Zucht will.
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Hallo Heinz
ich habe zwar keinen DSH finde das Thema aber sehr wichtig
Bei Nick habe ich beim HD/ED Röntgen den kompletten Rücken mit röntgen lassen.
Der Befund war vom Feinsten, alles glatt nirgends Unebenheiten. Laut TA ein Rücken, der nie Probleme machen wird.
Mit 3 Jahren zeigte es dann plötzlich Schmerzreaktionen und nach Belastung hing die Rute leblos runter.
Nach Röntgen, CT, MRT (die ganze Bandbreite weil ich wissen wollte ob es noch mehr Baustellen gibt) stand fest,
eine Bandscheibe hat sich hochgeschoben und klemmt zeitweise den Nerv ein.
Kein TA kann sagen, ob es eine genetisch bedingte Schwäche ist, oder durch eine Verletzung hervorgerufen.
Für mich war damit klar, dass ich die geplante ZTP erst gar nicht mache, er gehört mit Rückenproblemen nicht in die Zucht.
Wobei die Entscheidung bei Nick sicher nicht sehr schwergefallen ist, da noname Rüden eh kaum eingesetzt werden.
Zu einer OP habe ich mich noch nicht entschlossen, bis jetzt bin ich mit 2x im Jahr Schmerzbehandlung ausgekommen.
Eine OP ist geplant, falls die Schmerzen permanent auftreten sollten.
Also gib nicht auf, das Thema ist zu wichtig um es unter den Teppich zu kehren
LG Margit
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Hallo,Danke erstmal für die Resonanz,auch die per Email.
Ursula Zabel,die sich schon seit einigen Jahren auf die Rückenproblematik eingelassen hat,hat mir gesagt:
"CES ist eine Betroffenensache,die erst interessiert,wenn man selbst betroffen ist".
Richtig,ich selbst nehme mich da nicht aus,war ich doch mit Ares mir meiner Sache so sicher,einen topgesunden Hund zu haben.
Doch,als der Hund 3,5 Jahre alt war ging ich als "Nichtbetroffener" mit meinem Hund spazieren und kam als "Betroffener" zurück,er zeigte die ersten,noch ganz unscheinbaren Symtome.
Kein Mensch wird ernsthaft glauben,das es noch eine Linie in unserer Population gibt,die frei von dieser Krankheit ist.Es ist mehr oder weniger Glücksache,ob man auf der einen oder der anderen Seite landet.
Es wird seit geraumer Zeit an diesem Problem gearbeitet und es stellt sich heraus,das es ein sehr komplexes Thema ist,eins von der Sorte,die man nicht einfach mal so löst,weil es sich über verschiedene Krankheitsbilder verteilt,die auch noch recht weniger erforscht sind,bzw keine verlässlichen Resümee gezogen werden können.
Eins jedoch ist einheitlicher Tenor,jeder der Forscher gibt den Ratschlag,betroffene Tiere aus der Zucht zu nehmen.
Also ist das eigentliche Problem doch,den Einstieg zu finden,wie selektiert man was?
Wo setzt man zweckmässig den Hebel an,um Verbesserungen zu erzielen,welche Auflagen sind effektiv und damit auch zumutbar?
Ich denke,das die Akzeptanz in dem Maß zunehmen wird,in dem man Erfolge und Chancen des Welpenverkaufs aus selektierter Zucht so deutlich herausstellen kann,das sich ein deutliches Plus für den Züchter ergibt.
Es gibt ne Menge Dinge,wie ich schon geschrieben habe,die zumindestens die Sache anschieben können,bzw klar machen,das es ein Interesse an der CES-Problematik gibt.
Wenn wir warten,bis jeder ein "Betroffener" ist,ist es wohl zu spät.
Solange man die Rückenkrankheit verschleiern und weg leugnen kann,wird es bestimmt nichts mit Offenheit,wir Menschen sind anscheinend nicht dafür gestrickt,weiter als nur bis zur eigenen Nasenspitze zu schauen.
Einfache Dinge wie die Gleichstellung von kranken Hunden zu operierten Hund,insbesondere die Regressmöglichkeit gegen Hundebesitzer,die nachweislich kranke Tiere zur Zucht einsetzen ist recht einfach zu beschließen,man muß halt den maßgeblichen Leuten zeigen,das ein breites Interesse in der Allgemeinheit besteht.
Das geht aber nur,wenn sich viele daran beteiligen.
@ Trine,der SV hat vor ca längerer Zeit das Gutachten der in Auftrag gegebenen Studie in seiner Zeitung veröffentlicht,in dem klipp und klar geschrieben wurde,das es zwar nicht tatsächlich zuzuordnen ist,wie CES entsteht,aber in jedem Fall dürfen betroffene Hunde nicht zur Zucht eingesetzt werden.
Unterzeichnet von Prof.Tellhelm
Dr. Müller in Lüneburg vertritt die gleiche Meinung,wobei der seine Forschungen in Richtung Muskelstärke der zuständigen Region als einen wichtigen Faktor untersucht.
Er will prüfen,ob bei einer Muskelstärkung in jungen Jahren die Stufenbildung der WS verhindert werden kann.(So geb ichs mal Laienhaft wieder).
Ich glaube,eine genetische Veranlagung steht mittlerweile außer Frage,höchsten,wie sehr sie den Ausbruch der Krankheit beeinflußt.
@Margit,bei Ares war es wohl das gleiche,bei ihm ist der letzte Wirbel hoch und nach hinten und hat dadurch die Ischiasnerven eingeklemmt.
Durch den Nagel wird genau dieses Problem unterbunden und bei Ares scheint es ja zu funktionieren,wie ich schon geschrieben habe.
Der Haken ist, die OP ist sehr teuer,dadurch leider nicht für jeden machbar.
LG Heinz
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Hallo Heinz
bei Nick würde kein Nagel gesetzt, sondern ein Loch in den Wirbelkanal geschnitten, damit der Nerv nicht abgedrückt wird. Es ist kein Bandscheibenvorfall, die Bandscheibe ansich ist noch intakt, sie sitzt halt nicht mehr an der richtigen Stelle.
Ich habe allein 1500€ in die Diagnostik gesteckt, die ca 1000€ für die OP bringe ich dann auch noch auf.
Ich denke mal es ist bei allen Erkrankungen so, dass nur bei den Betroffenen ein Interesse an der Ursachenforschung da ist.
Margit
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@ Heinz.S,
natürlich wäre es "das einfachste", alle Hunde mit CES ohne wenn und aber aus der Zucht auszuschließen.
Doch dazu müßte man sie erstmal alle untersuchen und auswerten. Hier stellt sich wieder die Frage : in welchem Alter ist das sinnvoll ?
Wenn dieses z.B. nicht schon 1-2 jährig (also körperlich "unverbraucht") passieren würde, sondern älter - wie will man sicher stellen, dass nicht Hunde mit Verletzungen ungerechtfertigt aus der Zucht genommen werden ? Wenn ich mir einige Hunde beim Einholen anschaue (und es werden immer mehr), würde es mich nicht wundern, wenn die WS die Kräfte, die bei dem Tempo wirken, nicht unbeschadet übersteht.
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Hallo Trine
Nick`s Rücken wurde mit 19 Monaten geröngt und es waren keinerlei Anzeichen zu erkennen, die seine jetzige Erkrankung angekündigt hätten.
Daher bin ich auch nicht sicher zu welchen Zeitpunkt ein Röntgen sinnvoll wäre.
Das erst durch Belastung solche Krankheiten entstehen oder zu Tage treten, schließt ja nicht aus, dass sie trotzdem genetisch bedingt sind.
Wäre ich mit Nick nur spazieren gegangen, hätte ich vielleicht bis jetzt noch keine Veränderung bemerkt.
Schmerzen kündigen sich bei ihm so an, dass er nicht mehr konzentriert Fuß gehen kann. Beim Spaziergang fällt zu diesem Zetpunkt noch überhaupt nichts auf.
LG Margit
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Laut Aussage von Prof. Schawalder, Uni Klinik Bern kann eine CES NUR durch eine Kompression entstehen.
Unglücklicherweise erzeugt der DSH Schub auf dem letzten Wirbel, einige andere Rassen erzeugen Schub über 3 Wirbel, dadurch sei der DSH häufiger betroffen, wenn ich das Letzte richtig verstanden habe. Aber der 1. Satz stimmt auf jeden Fall.
Männer, die behaupten, sie seien die Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten. (Mark Twain)
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@ Trine,das "aus der Zucht nehmen" stammt nicht von mir,sondern ist das Fazit der Studie von Prof.Tellhelm.
Selbstverständlich sieht ein jeder das Problem,welche Hunde denn überhaupt noch genommen werden können,ist die Dunkelziffer immens hoch.
Sicher ist das Alter der Feststellung das wohl größte Problem,aber wie würdest du es machen,wenn du etwas verbessern wolltest?
Wäre es nicht erstmal sehr nützlich,Daten über Anzahl,Alter etc zu sammeln,um ein Bild vom Ausmaß der Krankheit zu bekommen?
Wie sollte ich denn wissen,wie man die Krankheit in den Griff bekommen kann,wenn selbst die Kapazitäten auf dem Schlauch stehen?
Ich weiß nur eins,wenn es nicht gelingt,die Besitzer der betroffenen Hunde dazu zu bringen,ihre Hunde zu melden,dann können die Forscher recht wenig erforschen.
Ich persönlich glaube nicht daran,das das Problem CES mit der Geschwindigkeit der Hunde zu tun hat,ich hetze nun schon seit über 30 Jahren Hunde,ich habe da keine dramatische Zunahme erkennen können,dann hätte zur Zeit der Steilwand ja erst recht eine Stauchung der gesammten WS passieren müssen.
Die Steilwand ist aber wegen etwaiger Probleme im Schulterbereich umgewandelt worden.
Was natürlich stimmt ist,das,wenn die WS empfindlicher geworden sind,die Belastungen der Langen Flucht auch größer geworden sind.
Aber hier sollte man nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Nein,ich glaube nicht daran,auch wenn ich meinen Hund da als Beispiel nehmen,so war der nie so dramatisch schnell,das sich daraus Schäden ergeben dürften.
Red mit Leuten,die sich über Jahren in Blutlinien auskennen,und du wirst sehen,das in gewissen Linien eine überproportionale Häufung dieser Krankheit auftritt,ein eindeutiger Beweis,das die Genetik sehr wohl eine Rolle spielt,wahrscheinlich aber nicht als einzigste.
Von wie vielen Hunden ist bekannt,das sie operiert wurden und trotzdem weiter in der Zucht eingesetzt wurden?
Und ich sprech nicht von früher,sondern von heute und morgen.
Wenn du da einige beim Namen nennen würdest,kämst du in Teufels Küche,findest du nicht,das dieser Zustand in Sinne der Rasse umgekehrt werden sollte,das den Zuchttierbesitzern die Nachweispflicht zugeschoben werden sollte,selbst auf die Gefahr hin,das sich das auf den Welpenpreis nieder schlägt,der in aller Regel eh zu niedrig ist.
So wie bisher kommen wir nie aus dem Schlamassel........
Nochmal,der Wechsel Vom "Nichtbetroffenen" zum "Betroffenen" kann ein einfach Spaziergang sein,dann stehst du evtl vor dem gleichen Problem,was Geld kostet und dir in der Seele weh tut,wenn du deinen jungen Hund unter Schmerzen rumhumpeln siehst.
Und alle waschen ihre Hände in Unschuld...............
und viele sogar zu recht,weil sie es einfach nicht wussten.
LG Heinz
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