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Hallo, unser Rüde hat sich im vergangenen Winter eine derbe Muskelzerrung zugezogen, das waren lt. TA lauter kleine Muskelfaserrisse. Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, bis man ihn wieder voll belasten konnte, inkl. Spritzen, Medikamenten und Physiotherapie. Unser TA meinte, er sei ein eher "trockener" Hund - was immer auch das heißt - und hat mir geraten, ihn vor dem Sport ca. 20 Minuten warmzumachen.
Gruß Gaby
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Hallo, Tom,
ein Muskelfaserriss ist eine langwierige Sache.
Mein junger Mali hatte dieses Jahr einen Muskelfaserriss im Oberschenkel.
Im Nachhinein kann man davon ausgehen, dass er sich diesen schon im Januar bei seinem ersten SD zugezogen hat. Ab diesem Zeitpunkt traten nämlich – ausschließlich gegen Ende oder direkt nach dem SD, sonst nie, auch nicht beim Toben! - Symptome wie Triebabfall, steifer Gang, harte Muskulatur und teils starke Berührungsschmerzen hauptsächlich an den Hinterbeinen auf, die aber in der Nachtrainingsruhe schnell wieder verschwanden. Damals vermuteten wir als Ursache Muskelverspannungen, da sich der Hund sehr stark in den SD hinein steigert. Wir haben alles versucht – ausgiebigstes Warmmachen, Physiotherapie, Bewegungsübungen, Traumeel-Tabletten, seltener und kurzer, besonders softer SD -, aber die Beschwerden kamen mal mehr, mal weniger wieder.
Mitte April ging mein Hund direkt nach einem SD akut lahm, er schonte das eine Hinterbein. Das hat mich ganz schön erschreckt. Daraufhin habe ich ihn in „meiner“ Tierklinik durchröntgen und gründlich untersuchen lassen. Den entscheidenden Hinweis auf den Muskelfaserriss gab letztlich der Blutwert der Kreatinkinase. Die Kreatinkinase ist ein wichtiger Messwert bei Verdacht auf Schäden an der Skelettmuskulatur oder am Herzmuskel. Dieser Wert war bei meinem Hund – der nichts am Herzen hat - auf das Zehnfache erhöht.
Aufgrund der Vorgeschichte meinte der TA, der Muskelfaserriss dürfte schon länger zurück liegen, das können Monate sein. Er verordnete eine 2-monatige Trainingspause, für die Zeit danach einen sehr maßvollen Einstieg in den SD. Von Leinenzwang hat er nichts gesagt, Tabletten musste ich auch nicht geben. Ich habe dann aber zu meinen bewährten Traumeel-Tabletten gegriffen ;o)
Ende Juni, also fast 6 Monate nach dem erstmaligen Auftreten der Symptome und 2 ½ Monate nach der Diagnose, habe ich wieder langsam mit dem Training begonnen. Da mein Hund endlich beschwerdefrei war, dachte ich, die Sache sei ausgestanden. Aber das ist sie nicht. Ende Juli habe ich die Kreatinkinase erneut bestimmen lassen. Der Wert ist zwar auf die Hälfte gesunken, aber das ist immer noch das Fünffache des Normalen. Seither habe ich – allerdings aus anderen Gründen – nicht mehr trainiert.
Demnächst werde ich wieder mit dem Training anfangen. Auf jeden Fall werde ich den Kreatinkinasewert so lange weiter untersuchen lassen, bis er auf normales Niveau gesunken ist.
Ich empfehle dir daher, deinen TA auf die Kreatinkinase anzusprechen und den Wert bei deinem Hund bestimmen zu lassen. Je höher der Wert ausfällt, desto größer ist der Schaden und desto mehr und längere Schonung ist erforderlich.
Deinem Hund wünsche ich gute Besserung!
Gruß von Andrea
Die Achtung vor der Eigenart des Tieres ist die Grundlage für eine Freundschaft mit ihm. (A. Buckowitz)
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Mein Schäfer hatte mit ca. 2,5 Jahre einen Teilabriss am Oberschenkel und daran knappert er noch heute,da die Verletzung zwar verheilt ist aber es ist halt eine Art Behinderung geblieben.Er ist voll Dienst und Sportfähig leider klappt der Sprung über die Meterhürde nur noch an besonders guten Tagen .Laut Klinik hat man es damals nicht operieren können
Mit sportlichen Grüßen