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Rätselhaft
#1
Hallo,
vorab: ich suche hier nicht nach einem TA-Ersatz und es ist mir ebenso klar daß ich von Euch Schüsse ins Blaue will; trotzdem.
Es geht um den Hovawart einer guten Bekannten. Der Hund ist 6 Jahre alt und die Besitzerin macht sich wirklich Sorgen. Leidensgeschichte:
Als Welpe normale Entwicklung, jedoch mit ca. 3/4 Jahr wiederkehrende Lahmheiten an den Vordergliedmaßen unter Belastung, vorwiegend vorne rechts. Auf weitere sportliche Aktivitäten wurde dann verzichtet. Syptome hielten aber auch an, als der Hund ausgewachsen war, z.B. nach Ballspielen, Joggen, etc. Dieses wurde danach nur noch sehr dosiert gemacht, ansonsten war der Hund bis auf eine ungewohnt hartnäckige Blasenentzündung (sprach nicht auf Antibiotika an) im Jahre 2005 stets gesund. Mittlerweile ist der Hund 6 Jahre alt. Vor einigen Wochen plötzlich hohes Fieber, Mattigkeit, Freßunlust; Vom HausTA Antibiotikum, doch darauf erfolgte keine Besserung. Der Zustand verschlechterte sich zusehends, woraufhin der Hund ein anderes Anibiotikum sowie Entzündungshemmer und Flüssigkeit gespritzt bekam. Tatsächlich ging auch das Fieber zurück, zugleich wurde ein großes Blutbild in Auftrag gegeben. Erstaunlich hieran war vor allen Dingen, daß alle Werte, incl. der Leukozyten, absolut normal waren. Des weiteren wurden die Lunge, das Herz sowie der gesmte Bauchraum geröngt - o.B. Nach anfänglicher Besserung kam es einige Tage später zu einem erneuten Fieberschub, Tests auf Borrelliose sowie sämtlicher MMK blieben o.B. Nach medikamentöser Stabilisierung wurde der Hund schließlich in Narkose gelegt und der TA stellte eine akute, offene Kehlkopfentzündung fest. Obwohl der Hund nie gehustet hat tippte der TA auf einen verschleppten Zwingerhusten. Eine erneute Therapie mit Antbiotika schlug zunächst an. Heute, nachdem es dem Hund seit knapp einer Woche besser geht, wieder ein Rückfall. Er lahmt stark auf beiden Vorderbeinen sofern er überhaupt aufsteht, ist sehr schlapp, will nichts fressen... Temperatur steigt auch wieder leicht an trotz andauernder Medikamentengabe.
Im Vereinsheim kam so alles mögliche, von Rheuma bis Knochenkrebs. Selbstverständliche wird die Besitzerin den Hund wieder beim TA vorstellen, doch ihre finanziellen Mittel was diverse Tests anbelangt sind leider nicht unerschöpflich, der TA scheint sich auch keinen Rat mehr zu wissen, vielleicht gibt es ja hier halbwegs fundierte Vermutungen?
Ein Hund denkt: Er bringt mir Nahrung - er muss ein Gott sein.
Ein Windhund denkt: Er bringt mir Nahrung - Ich muss ein Gott sein!
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#2
Hallo

klingt für mich nach einer Borellieninfektion. Welcher Test wurde denn gemacht, denn die Borrelien sind nicht immer nachweisbar. Bei einem meiner Hunde die gleiche Symptomatik wie von dir geschildert: Lahmheit, Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, Durst, nie alles zusammen sondern immer mal das eine oder andere. Deshalb ist die Diagnose ja so schwer. Ich habe dann im Labor eine Hautstanzung machen lassen, da im Blut nichts nachzuweisen war. Wurde schon auf FSME getestet?
Tina
Tina & Meute
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#3
Auf FSME wurde noch nicht getestet. Borrelien waren auch meine Vermutung, aber per Bluttest kam ja nix dabei raus. Wußte bisher nicht, daß es Fälle gibt wo man so nix findet und daher anders testet. Vielen Dank, werde das so weitergeben. Weitere Vorschläge?
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#4
Hi,

solche Symptome habe ich mal bei einer Aussie-Hündin gesehen. Nach ständiger Antibiosegabe, Test hier und da, konnte dann endlich festgestellt werden: Hündin war erkrankt an Babesbiose.

Vielleicht ist dies noch ein Anhaltspunkt.

L.G.

Ruth
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#5
Hallo,

ich tippe auch auf Babesiose oder Borreliose.

ist deine Freundin bei einem "normalen" TA oder in einer Klinik ?
Gibt es eine große Fachklinik bzw. Uniklinik für Kleintiere in Eurer Nähe ?

LG
Kerstin
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#6
[quote]Original von Usca
Hallo


Wurde schon auf FSME getestet?


Ich denke nicht das es FSME ist. Das sind keine Symptome für Hirnhautentzündung. Ich würde auch auf Rheuma oder eine Borrelieninfektiont tippen.

Gruß Nicole
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#7
OK... wir wissen was es ist. Nach Verschlechterung der Symptome war sie heute Abend nochmal bei ihrem TA. Dieser war gerade beim Abtasten der Beine, wobei er wieder einen recht ratlosen Eindruck machte. Doch zufällig kam noch ein zweiter Arzt ins Untersuchungszimmer und bemerkte, daß der Hund bei der Untersuchung den Kopf nicht bewegte. Also drehte er den Kopf, während der erste TA das Vorderbein hochzog. Diagnose: Bandscheibenvorfall. Nun ist die Besitzerin auf der Suche nach einer guten Klinik, von den beiden TÄ wurden ihr Berlin und Leipzig empfohlen, da in Nürnberg aufgrund des Ausscheidens von Dr. Gutbrod wohl kein Fachmann für sowas da ist. Was meint ihr? Andere Erfahrungen? Wie wird es nach der OP, Reha etc.?
Ach ja, das Fieber erklärt sich durch eine mit dem Bandscheibenvorfall einhergehende Nervenentzündung. Mir ist der HausTA immer noch suspekt...
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#8
Hallo,

was ist mit dem Nachfolger von Gutbrod ? Dr. Kasper soll sehr gut sein, ich würde mich da mal umhören.
Ausserdem wäre es eine Überlegung wert mal in München nachzufragen, da ihr anscheinend aus dem bayer.Raum kommt.

Viel Glück !
Kerstin
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#9
Frau Prof. Dr. Grevel, TU Leipzig
Dr. Martin Köhle, Berlin-Spandau

Beide TÄ sind absolut top in Sachen Behandlung und OP Rückenprobs.

Prof. Dr. Grevel hatte damals (noch Berlin) meinen Eldo sehr erfolgreich nach Spondylose operiert.

Dr. Köhle ist ebenso ein absoluter Fachmann.

L.G.,
Sabina
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#10
Genau diese beiden wurden empfohel, Sabina. Dr Kaspar ist wirklich ein guter Arzt... nur eben nicht auf diesem Gebiet. Dr. Gutbrod hat sich nämlich zeitlebens nur sehr selten und ungern über die Schulter schauen lassen, und jetzt, da er ja nichts mehr macht aus gesundheitlichen Gründen, ist eben niemand da der dieses Gebiet mit gutem Gewissen übernimmt.
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