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Ich habe Schutzdienst immer alleine mit Bällchen gemacht. Alles was er kann, hat er so gelernt. Seit der Schutzdiensthelfer, der Beissarm und das Beisskissen ins Spiel gekommen ist, hat sich das dann so extrem gesteigert. Ich habe das Gefühl bei mir ist das Spiel und mit dem Scheintäter ist es ein Kampf.
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Hallo,
kann ich mir so wie Du es beschreibst schwer vorstellen. Ich habe in 20 Jahren noch keinen Hund gesehen, der einen konfliktfreien, selbstbewussten und souveränen Schutzdienst macht, dann aber an der toten Beute durchdreht und nicht mehr trennt.
Wenn es sowas gibt, dann ist das nach meiner Erfahrung IMMER ein Ventil für irgendeine "Schere im Kopf", die beim Schutzdienst passiert. Falsche Stimmungslage, Konflikt mit dem Helfer, Konflikt mit dem Hundeführer, etc. pp..
Dann ist das "Entladen" in der toten Beute immer das Ventil für den ganzen konfliktgeladenen Mist vorher. Wenn ein Hund gerne Schutzdienst macht und diesen souverän und selbstsicher absolviert, dann will er immer auch in diese Situation zurück, da der Schutzdienst immer höherwertiger ist als die tote Beute.
Ist dem nicht so, stimmt die Stimmung im Schutzdienst nicht.
Stell mal ein Video ein.... vom normalen Training. Ich bin mir zu 95% sicher, dass ihr da was übersehen habt.
Viele Grüße
Sören
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Okay. Dann werde ich bei unserem nächsten Training ein Video machen. Dieses Totschütteln macht er aber auch beim Spazieren gehen. Er findet zum Beispiel einen alten Turnschuh. Den trägt er dann ein bisschen rum und fängt dann auch an ihn tot zu schütteln. Und so doll, daß man denkt, er bricht sich gleich das Genick. Wenn er das einen Moment gemacht hat legt er ihn emotionslos nieder und wir können dann weiter spazieren gehen.
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Um ihn mal charakterlich zu beschreiben. Ausserhalb des Hundeplatzes sehr souverän. Verträgt sich mit allen Hunden, solange sie nett sind. Im Zwinger ruhig, in der Box ruhig. Zu Leuten sehr freundlich. Auf dem Hundeplatz sehr triebig in der Unterordnung. Immer voll bei der Sache. Lässt sich nicht ablenken. Fährte sehr triebig aber dennoch mit einer inneren Ruhe. Also nicht nervös.
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Hallo,
Totschütteln der toten Beute ist ja nicht das Problem... wenn er das toll findet, dann lass ihn doch. Das machen ja viele... und nach einer gewissen Zeit ist es dann so wie Du beschrieben hast: Das Ding wird uninteressant und liegen gelassen.
Das ist im Schutzdienst meistens genauso... die Beute wird gewonnen, ist dann einen Moment spannend, dann wird es langweilig und die Auseinandersetzung mit dem Helfer kommt wieder in den Vordergrund... und die sollte spannender sein als die tote Beute.
Ist das nicht (so wie in Deinem Fall), dann liegt das Problem entweder im Schutzdienst davor oder auch nach dem Abschenken der Beute, indem der Hund da Stress mit dem Hundeführer hat oder mit der Situation... auf jeden Fall ist dieses nicht mehr regelbare "Ausmisten" und "Reinsteigern" in die tote Beute in den allermeisten Fällen ein Abreagieren von Konflikten... spannende Frage: Wo kommen diese Konflikte her?
Viele Grüße
Sören
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Tammy1,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26604-Schutzdienst-Malinois/?postID=186727#post186727 schrieb:Um ihn mal charakterlich zu beschreiben. Ausserhalb des Hundeplatzes sehr souverän. Verträgt sich mit allen Hunden, solange sie nett sind. Im Zwinger ruhig, in der Box ruhig. Zu Leuten sehr freundlich. Auf dem Hundeplatz sehr triebig in der Unterordnung. Immer voll bei der Sache. Lässt sich nicht ablenken. Fährte sehr triebig aber dennoch mit einer inneren Ruhe. Also nicht nervös.
Wenn er so ist wie Du ihn beschreibst, dann spricht das noch viel mehr für falsches Training als für ein Problem in der Veranlagung. Da ist irgendwas womit er nicht klar kommt und was ihn dazu bringt sich abzureagieren.