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Corona Viren
#1
Meine Tierärztin empfiehlt eine Impfung der Welpen gegen Corona Viren.

Mich würde Eure Meinung bzw. Erfahrungen mit der Krankheit interessieren. Hat sich jemand mit so einer Impfung auseinandergesetzt.

Bei der Frage einer Impfung gegen Tollwut im 3-Jahres Rythmus, erklärte sie mir, dass es dabei Probelme bei der Reise ins Ausland geben kann.


Gruß Carsten
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#2
Hallo Carsten,

also der Nutzen der Impfung gegen Coronaviren ist auch unter TÄ umstritten.

Erstens ist es eine relativ harmlose Infektion, die vorwiegend in dichten Populationen auftritt (volle Zwinger, Pensionen), selten bei einzeln gehaltenen Hunden. Wirklich gefährlich ist sie nur bei bei einer Doppelinfektion mit einem anderen Virus. Welpen oder stark immuneingeschränkte Tiere können in sehr seltenen Fällen daran sterben.

Was die Tollwutimpfung angeht, so ist in vielen Ländern die 3-Jahresregelung schon erheblich länger gültig als bei uns. Es hängt vom Land ab. Aber die TÄ tun sich eh schwer mit dieser Neuerung, bedeutet sie doch letzten Endes einen tiefen Griff in ihre Kasse... Bei Auslandsreisen sollte man sich sowieso rechtzeitig über die verschiedenen Vorschriften informieren - manchmal wird ja auch ein Titer verlangt.

Ich persönlich lasse schon seit langem eher zurückhaltend impfen - nur das nötigste und auch nicht jedes Jahr - seit ich einen Hund durch einen schweren Impfschaden verloren habe.

LG auch vom (nicht mehr so ganz) kleinen Quincy,

Bine
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#3
tja... das mit der Tollwutimpfung ist so 'ne Sache.

Die Herstellerangaben sind mit Sicherheit korrekt. Was aber wenn das zuständige Vet-Amt für eine Veranstaltung "nicht älter als 12 Monate" verlangt?

Da wir hier ein solches Vet-Amt haben, bleibe ich bei der jährlichen Tollwutimpfung

VG
Tanja
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#4
Ich fahre jedes Jahr mit dem Hund mehrmals nach Belgien, Frankreich und alle 2-3Jahre auch in den Süden.

Ich hatte neulich bei mehreren TÄ nachgefragt, wegen dem 3-Jahres-Rhytmus...

Bei Hunden, die ins Ausland fahren, machen die keine Ausnahme, manche Länder verlangen eine doppelte Impfung...

Beispiel:
Hund wurde im Januar geimpft...im Juli will man mit Hund (beispielsweise) Bulgarien, dann muß der Hund NOCHMAL geimpft werden, Impfung darf nicht älter als 2Wochen alt sein...
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#5
Hallo Mayu,

aber in solchen Fällen hilft Dir auch die Impfung im Jahresrythmus nix... Wenn man ins Ausland fährt, muss man sich eh rechtzeitig nach den dort gegebenen Vorschriften erkundigen und entsprechend handeln.

Irgendwie klingt mir das mit dem nicht älter als zwei Wochen auch komisch. Ein Impfschutz wird mal grad in der Zeit aufgebaut! Ist ja nicht so, dass man impft und schwupps! ist der Impfschutz da! (Darum heißt es ja auch hier, dass eine Impfung MINDESTENS vier Wochen alt sein muss!)

LG

Bine

PS: Hab's mir doch gedacht... Ich hab mal nachgeschaut, und die Vorschriften für Bulgarien sagen, dass die Tollwutimpfung mindestens 30 Tage alt sein muss und nicht älter als 12 Monate. Ein tierärztliches Gesundheitszeugnis darf nicht älter als 10 Tage sein. Man sollte also niemals ohne weiteres glauben, was einem ein TA erzählt. Weißt Du, was man dem Immunsystem des Hundes antut, wenn man ihn innerhalb kurzer Zeit zweimal gegen Tollwut boostert??
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#6
Also ich habe die EU-Reisesebstimmungen für 2006 vorliegen und da steht bei Bulgarien lediglich "EU-Richtlinien". Was bedeutet, daß die EU-Tollwutverordnung greift, und die besagt, daß die T-Impfung mind. 3 Wochen alt sein muß und in den Abstand nachgeimpft werden muß, den der Hersteller für sein Produkt angibt.

Lediglich Schweden, Irland, Malta und Großbritannien haben als EU-Länder spezielle Einreisebestimmungen.

@Carsten: Eine Infektion mit Coronaviren ist nicht lebensbedrohlich, Zudem betrifft sie meist Welpen unter 8 Wochen, wo es eh zu früh wäre für eine Impfung. In den USA wird diese Impfung durch die Hersteller damit begründet, daß eine gleichzeitige Corona-Infektion die Symptome einer Parvo-Infektion verschlimmern würde. Oder daß die Züchter bei beginnendem Durchfall an eine Corona-Infektion denken, es sich aber um eine ParvoInfektion handelt und die Welpen wegen einer zu spät einsetzenden Parvo-Behandlung nicht mehr gerettet werden können. Letztendlich ist eine vernünftige Parvo-Immunisierung wohl das Vernünftigere.

Im März 2004 wurden in Italien 10 Hunde für eine Studie mit Coronaviren infiziert, darunter 8 geimpfte und 2 ungeimpfte Hunde. Die geimpften blieben symptomfri, die ungeimpften zeigten lt. dieser Studie nur mäßige Krankheitssymptome.

Dagegen muß man setzen, daß in den USA mit dieser Impfung in der Vergangenheit relativ schlechte Erfahrungen bezüglich der Verträglichkeit gemacht wurden.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#7
Hallo Carsten
Da ich im letzten Jahr einen Welpen durch Corona verloren hatte ,würde
ich den Vierus nicht unterbewerten .Im Aprill 2006 sagte mir mein Tierarzt das es keinen zugelassenen Impfstoff gäbe .In der DDR hätte es wohl einen gegeben aber der hätte keine Zulassung nach der Wiedervereinigung bekommen.Sollte es jetzt einen Impfstoff gegen,würde ich gerne mehr darüber wissen.
gruß Michael
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#8
Hallo Michael,

der Impfstoff heißt "Quantum" (von Essex) und damit würde beim Welpen mit allen Kanonen auf fast sämtliche Spatzen im Universum geschossen werden.

Wie alt war der Welpe, der am Coronavirus verstorben ist? Wurde die Diagnose anhand der Symtome gestellt oder wurde der Virus-Typ bestimmt?

Es gibt eine Herstellerstudie über den amerikanischen CCV-Impfstoff von Pfizer, nach welcher bei 1,5% der geimpften Hunde Nebenwirkungen aufgetreten sind (Lähmungen, Schwellungen, anaphylaktischer Schock etc.). Auch dadurch können Verluste entstehen, das sollte man bedenken.

Das Problem beim Welpenimpfen ist, daß die maternalen Antikörper eine frühzeitige Impfung verhindern. Je nach dem Antikörperstatus der Hündin zum Zeitpunkt der Geburt passiert das früher oder später. Beim einen Wurf greift eine Impfung bereits mit 6 Wochen, beim anderen greift sie mit 12 Wochen noch nicht. Entweder müßtest Du die maternalen Antikörper im Blut der Welpen bestimmen lassen, um den frühstmöglichen Zeitpunkt einer erfolgreichen Impfung zu berechnen, oder aber Du müßtest wöchentlich ab der 5./6. Woche ins Blaue schießen. Manche Züchter, die in ihrer Anlage Probleme mit Parvo hatten, geben ja deswegen wöchentlich Parvo-Impfungen. Aber mit solch einem Hammer wie "Quantum" würde ich persönlich das nicht machen. Vor allem Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen (Lepto!) sind doch recht unverträglich für den Impfling. Und wer würde menschliche Säuglinge im wöchentlichen Abstand gegen Masern, Hepatits, Grippe etc. impfen lassen? Doch wohl kein vernünftig denkender Mensch...

Zumal die Welpen ja direkt nach der Impfung noch keinen Schutz haben, sondern sich dieser erst ca. 14 Tage später aufbaut. D.h. wenn Du eine Coronaimpfung mit 6 Wochen gibst und der maternale Antikörperspiegel bereits so weit abgesunken war, daß die Impfung greift, hätte der Welpe vor der 8./9. Woche noch keinen belastbaren Impfschutz.

Wenn in Deinem Umfeld Probleme mit CCV aufgetreten sind, würde ich ggf. die Hündin vor dem Belegen mit "Quantum" impfen lassen. Über die maternalen Antikörper wären die Welpen dann mind. bis zur 5./6. Woche abgesichert. Meist länger. Für die Welpen wäre mir dieser Impfstoff ein zu starker Hammer.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#9
Der Welpe war damals 5 Wochen alt .Der ganze Wurf durchseuchte damals den Vierus .Der ganze Hundebestand war davon betroffen .
Die Viren wurden im Labor bestimmt .Auch die Großen hatten damals ca.10Tage damit zu tun .War wirklich nicht schön.Wobei auch andere Hunde im Dorf betroffen waren.Der Welpe wurde nach 4Tagen am Tropf vom Tierarzt aus dem Rennen genommen.War wahrscheinlich der schwächste.Der Rest kam mit Enterogelan über die Runden.

Gruß Michael
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#10
Hallo Michael,

in dem Fall würde ich die Althunde einmal mit Quantum impfen lassen. Über die Dauer des Impfschutzes habe ich bei CCV bisher noch nix gelesen, aber der dürfte wie bei den anderen viralen Erkrankungen (Parvo, Staupe, Influenza, Hepatits) bei mind. 3 bis 7 Jahren liegen. In dem Zeitraum sollten die Welpen Deiner Hündinnen nach einer Impfung mit Quantum über die maternalen Antikörper in den ersten Lebenswochen geschützt sein.

Eine Impflücke hast Du als Züchter sowieso. Wenn eine erste Impfung mit 6 Wochen greifen sollte (sofern der Titer der maternalen Antikörper niedrig genug ist), besteht ein belastbarer Impfschutz erst nach der 8. Woche (auch bei Parvo etc.).

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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