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Frage zur Datenbank
#51
Meiner Meinung nach wäre die erste Priorität die Ursachen/Krankheiten zu erforschen die zum Cauda equina Syndrom führen. Denn bekanntlich ist CES keine eigenständige Krankheit sondern kann durch verschiedene Ursachen/Krankheiten entstehen. Dann müsste man die Erbgänge dieser Ursachen/Krankheiten erforschen (rezessiv - polygen - dominant usw.) und dann könnte man evtl. züchterisch selektieren. Um dies aber zu erreichen müsste über die Genetik beim Hundes wesentlich mehr bekannt sein als bisher. Da steckt die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen.

Sicher kann man erkrankte Hunde aus der Zucht nehmen aber ich bezweifle ob man dadurch das Problem wirklich in den Griff bekommt.
Die Erstellung einer Datenbank erscheint im ersten Moment hilfreich aber wie Silvana schon schrieb ist in der heutigen Hundewelt Neid und Mißgunst weit verbreitet und es besteht leider die Möglichkeit damit ganze Zuchtstämme und Zuchtstätten in Misskredit zu bringen. Und das leider oft von Leuten die sich mit der Genetik noch nie beschäftigt haben.
Gruß, Welfen

Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht dafür was Du verstehst.
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#52
Silvana,'index.php?page=Thread&postID=98627#post98627' schrieb:Was passiert mit den Welpen, welche egal ob durch Ultraschallanalyse oder Gentest als HD-Risikohunde angesehen werden???
Nun ja,das ist ein Problem,das aber auf jeden Fall ansteht.
Erstens kann ich bei einem Risikofall bei der Haltung und Aufzucht versuchen,etwas zu verbessern.
Zweitens weiß ich,das aus dieser Verbindung Hunde mit Gesundheitsrisiken entstanden sind.
Auf jeden Fall hat es ein Ergebnis gebracht,ein Steinchen,was irgendwann mal mit vielen anderen ein Bild ergiebt.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

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#53
dognut,'index.php?page=Thread&postID=98632#post98632' schrieb:Sollte ich ihn eintragen in die Datenbank oder war das keine CES?
Wie gesagt,CES ist ein Sammelbegriff für den hinteren Rückenbereich.
Wenn die Probleme im hinteren Bereich waren,würd ich das da mit einordnen.
Das Resultat war ja auch dementsprechend negativ.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

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#54
Hallo Welfen,natürlich hast du vollkommen Recht,kein klar denkender Mensch glaubt,das du mal so mir nichts,dir nichts das Problem mit ein paar Daten aus der Welt bekommst.
Genau so ein Trugschluß ist es,einen vollkommen gesunden Hund zu züchten,das sind Illusionen.
Findest du es deshalb besser,kranke Hunde in der Zucht zu lassen?.... Wohl nicht.
Um dem Aspekt der Falschmeldungen und Anschuldigungen aus dem Weg zu gehen,haben wir ja diesen Weg gewählt,auch wenn dadurch viele Hunde nicht erwähnt werden.
Letztendlich ist es wichtig,das überhaupt etwas geschieht n dieser Richtung.
Man diskutiert,ob man "noch zugelassen" abschaffen soll und über die Rückenprobleme sprich kein Mensch,das steh doch in keinem rationalen Verhältnis.
Nochmal,je mehr mitmachen,um so eher wird man etwas verlangen können.
Also,erstmal mitmachen und dann beurteilen,obs was bringt oder nicht. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

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#55
Hallo Heinz,





Zitat: Man diskutiert,ob man "noch zugelassen" abschaffen soll und über die Rückenprobleme sprich kein Mensch,das steh doch in keinem rationalen Verhältnis.


Helmut Raiser hat als einer der ersten über die wahre Gesundheitsproblematik des DSH gesprochen. Als er viele Jahre später seinen eigenen Verein gründete, erfasste mich eine gewisse Euphorie. Sollte es einen Verein geben, der eine angemessene Gesundheits- und Leistungsselektion unter der riesigen DSH-Population betreibt? Weit gefehlt, von dem kranken Rücken ist in der ZO des RSV keine Rede mehr, kranke Hüften und Ellbogen sind weiterhin "noch zugelassen". Abgesehen von der Talentsichtung sehe ich keine Verbesserung. Wäre das anders gewesen, hätte ich jetzt wohl auch ein Kündigungsschreiben des SV im Briefkasten Big Grin

Deshalb muss man das Übel an seiner Wurzel packen. Eine freiwillige Selbstkontrolle wie in der Filmwirtschaft wird es bei Züchtern und Deckrüdenbesitzern nur in Ausnahmefällen geben, also muss eine Änderung der Zuchtzulassungsvoraussetzungen her. Die erreichen wir nicht mit freiwilligen Datenbanken, sondern mit Anträgen aus allen Windrichtungen, bis denen der Schreibtisch überquillt. Eine Spondyloseuntersuchung wäre schon mal der Schritt in die richtige Richtung, denn ein Hund mit angeborener Verengung des Kreuzbeins oder Zwischenwirbel zeigt schnell dieses Symptom. Diese Untersuchung ist nicht teuer und die Auswertung relativ einfach, sodass diese Kosten deutlich geringer sind als die der HD oder ED.

Du findest dafür eher Mitstreiter als Leute, die ihre Zuchttiere freiwillig outen!
Gruß, Taarna
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#56
Was sicherlich eine Verbesserung der Datenbank wäre, wäre eine Rubrik, wo man auch angeben sollte, welche Form der CES vorliegt oder vorlag. Nur das Problem ist wie bei HD/ED: die meisten wissen es nicht ... Es wird immer nur mit dem Überbegriff um sich geworfen und damit kann man sich absolut kein Bild davon machen, ob es im Einzelfall wohl eher genetisch veranlagt ist, oder auch später entstanden.

Als mein Ben mit 4,5 Jahren geröntgt wurde, konnte man nicht nur den Keilwirbel erkennen, auch die bereits deutliche Spondylosebildung, die "Brücken" waren jedoch noch nicht geschlossen.
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#57
Hallo Taarna,es ist überhaupt mal ein Riesenschritt,wenn über den jetzigen Zustand diskutiert wird.
Was letztlich tatsächlich erfolgreich sein kann,wird sich schon rausstellen,sollte es die Datenbank nicht sein,machen wir halt das,was besser ist.
leider ist es aber erstmal der einzige Weg,das Problem in die Köpfe der Leute zu bringen,das sie etwas bewegen müssen und nicht warten,bis ein wunder geschieht.

Du hast nicht ganz recht,das der RSV sich nicht um den Rücken kümmert,bei jeder HD Aufnahme muß der Übergangswirbel gut zu erkennen sein und der wird im Bericht auch bewertet.
Warum man bisher nochn nicht zu weiteren Maßnahmen gegriffen hat hängt meines Wissens mit der Patronatsregelung zusammen,wonach der RSV solchen Alleingang nicht machen darf.
Bin mir allerdings nicht 100% sicher und will auch keine Gerüchte in die Welt setzen,man ist dran an der Geschichte von >Seiten RSV.
Aber das ist der SV auch,siehe Rückenstudie,aber wann folgen Reaktionen?
Zweck der Datenbank und dieser Rubrik ist es nicht zuletzt,die von dir angesprochenen Reaktionen hervorzurufen.
Stell dir vor,jeder mit einem "Nichtzuchthund"würde sich hier eintragen,was denkst du,wieviel würden es sein?
Selbst darüber kann man kaum realistisch schätzen,weil es nirgends registriert wird.
Bevor nichts anderes auf dem Markt ist,ist das hier das beste,was wir haben.
Es liegt nur an uns,Daten zusammen zu bekommen.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

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#58
@BonnyH

Irgendwie möchtest du meine Aussage nicht verstehen. Es geht nicht darum, wieweit der jetzige Forschungsstand ist und wie zuverlässig die Methoden (obwohl zumindest bei dem Wurf der an der studie teilnahm, es 100% waren), sondern darum, dass selbst wenn Gießen und Co. jemals 100% Zuverlässigkeit erreichen sollten, dann diese Methode solange nicht an den Markt kommt, bis die Frage nach dem Verbleib bzw. der Handhabung mit als krank diagnostizierten Welpen geklärt ist.

Und da hatten wir damals keine Lösung(sansätze) finden können. Denn der Züchter kann "kranke" Welpen
a) nicht alle behalten
b) darf sie nicht einschläfern lassen, da noch nicht erkrankt
c) bekommt sie aber auch nicht abgegeben, wer nimmt solch einen Hund

einzige Weg ist dann die Prävention und Vorbeugung für den Welpen einzuleiten, damit der Grad nicht verschlimmert wird. Wer bezahlt das? Ein normaler, kleiner Hobbyzüchter kann das nicht mehr leisten.

Was CES anbelangt, so sollte man hier ein Röngten des Rückens (besser auch noch der Halswirbel, da liegt nicht selten auch ein gewaltiges Problem - hier bräuchte man nur 1x röngten) verpflichten und regelmäßig in Abhängigkeit vom Alter wiederholen und mit zunehmenden Alter erst die Häufigkeit der Deckakte bei Rüden erhöhen und die Anzahl der Würfe einer Hündin ebenfalls.

MfG
Silvana


@Taarna
Ja. von seitens des RSV haben viele mehr erwartet in Punkto Gesundheitsuntersuchungen und dementsprechenden Beschränkungen zur Zucht. Aber mal schauen, wohin die Reise geht, auf jedenfall tut sich in beiden Vereinen etwas und das kann ja nur besser werden.
Gruß Silvana
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#59
Taarna,'index.php?page=Thread&postID=98764#post98764' schrieb:Sollte es einen Verein geben, der eine angemessene Gesundheits- und Leistungsselektion unter der riesigen DSH-Population betreibt? Weit gefehlt, von dem kranken Rücken ist in der ZO des RSV keine Rede mehr, kranke Hüften und Ellbogen sind weiterhin "noch zugelassen". Abgesehen von der Talentsichtung sehe ich keine Verbesserung.

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Ich sehe viele Fortschritte in dieser Hinsicht beim RSV. Dort werden Hunde, die keinen zuchtfähigen HD- und/oder ED-Befund erhalten, kostenlos ausgewertet. Der SV hat dann (zum Glück) damit nachgezogen. Beim RSV werden die Übergangswirbel beim Hauptröntgen erfaßt und dokumentiert (ich hoffe, der SV zieht hier auch nach). Beim RSV darfst Du Hunde mit HD oder ED "noch zugelassen" nur mit Zuchtpartnern verpaaren, die ein "normal" haben (ich hoffe, der SV zieht hier auch nach).

Die Erfassung der Übergansgwirbel ist der erste Schritt hin zu einer möglichen Selektion. Bisher weiß man aber noch zu wenig über ihre Enstehung/Vererbung. Der erste Schritt ist, die Population zu sichten. Der zweite Schritt ist die Auswertung der erfaßten Daten. Erst der dritte Schritt beinhaltet züchterische Sanktionen. Schritt 3 vor Schritt 1 zu machen wäre Unsinn.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#60
Zitat: Stell dir vor,jeder mit einem "Nichtzuchthund"würde sich hier eintragen,was denkst du,wieviel würden es sein?

Im Hinblick darauf, dass viele sich von ihren Züchtern überreden oder gar erpressen lassen, schlechte HD-Aufnahmen nicht einzuschicken, werden es nicht genug sein.

Der erwähnte Rüde mit hochgradiger Spondylose und vermuteter CES hatte einen Wurfbruder mit dem gleichen Krankheitsbild, der ihn um gerade 1 Jahr überlebt hat. Ob es sinnvoll wäre, diese in deine Datenbank einzutragen? Aus diesem Wurf ging kein Hund in die Zucht, aber der Vater der beiden war ein relativ hoch platzierter V-Rüde auf der BSZS, der sicher nicht wenig gedeckt hat (höchstens im Vergleich zu den VA-Konkurrenten). Er hatte sogar einen Sohn auf der BSP!
Gruß, Taarna
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