06-01-2007, 15:01
Hallo Jupp,
Bei meinem jetzigen Hund habe ich das Voraus so beigebracht, wie mir es ein erfahrener HF gezeigt hat, kombiniert mit Lind-Elementen. Das Platz aus der Bewegung (geübt beim Spaziergang - schnelles Platz=maximale Bestätigung=Spielexplosion=maximales Tempo aus maximaler Erwartungshaltung mit maximaler Spannung beim Liegen) kannte der Hund bereits. MO ist entweder das Bringholz oder ein alter Fußball, anfangs sichtbar, später im Gestrüpp versteckt. Anfangs Platz direkt vor dem MO, später schicken aus zunehmender Distanz mit Platz an wechselnden Punkten - nie aber nach Erreichen des MOs. Häufiges Durchschicken. Wenn ich regelmäßig übe (dazu habe ich nicht immer Zeit), macht der Hund ein superschnelles Voraus mit einem Platz wie abgeschossen in Laufrichtung (das wollte ich erreichen). Er liegt voller Spannung nach vorn und wird aufgelöst mit "brav, brings", worauf er losschießt, das MO holt und zu mir bringt.
Letztendlich ist der Hund ganz sicher, dass immer etwas liegt, egal ob er es sehen kann oder nicht, das Laufen selbst macht ihm Spaß, das Lauern auf seine Beute auch. Oft bestätige ich ihn erst nach dem Abholen, aber meistens wird er vorher aufgelöst. Die Übung ist (neben dem Bringen) für ihn das Highlight in der UO. Bei dieser Übung brauchte ich in der Lernphase nicht negativ einzuwirken, er fand die Sache an sich als Ganzes einfach zu toll. Bei dem nächsten Hund mag es wieder ganz anders sein...
Gruß,
Bine
Zitat:Original von Jupp
Hallo Bine,
ich stimme dir zu, was Grundschnelligkeit, Aktivität und Schwung betrifft, was mit positiver Motivation genutzt und gefördert durchaus zu sehr ansehnlichem Voraus und Platz führen kann.
Allerdings ist mir selbst auf Topprüfungen bei vielen Hunden (auch im Training) das Voraus auf den letzten Metern zu langsam, weil das Platz vom Hund schon antizipiert wird. Oder das Platz ist zu langsam und findet übertrieben gesagt „auf der Aschenbahn hinter dem Tor“ statt, und zwar nicht wegen des hohen Tempos.
Deshalb habe ich extra das angestrebt hohe Niveau betont: maximales Tempo bei Voraus und maximal schnelles Platz (ein nur schwer zu erreichendes Ideal, finde ich). Du weißt ja wie schnell unsere Hunde sein können am Hasen – kein Vergleich zum üblichen Voraus. Und wie schnell sie im rasanten Spiel untereinander Platz machen können.
Mir ist es trotz Aufbau nach Lind, was ich dann allerdings noch mit Clicker ergänze, jedenfalls bisher nicht immer gelungen, bei dieser Übung ganz auf unangenehme Einwirkung zu verzichten. Aber ich laß mich gerne belehren, denn man lernt ja nie aus.
Bei meinem jetzigen Hund habe ich das Voraus so beigebracht, wie mir es ein erfahrener HF gezeigt hat, kombiniert mit Lind-Elementen. Das Platz aus der Bewegung (geübt beim Spaziergang - schnelles Platz=maximale Bestätigung=Spielexplosion=maximales Tempo aus maximaler Erwartungshaltung mit maximaler Spannung beim Liegen) kannte der Hund bereits. MO ist entweder das Bringholz oder ein alter Fußball, anfangs sichtbar, später im Gestrüpp versteckt. Anfangs Platz direkt vor dem MO, später schicken aus zunehmender Distanz mit Platz an wechselnden Punkten - nie aber nach Erreichen des MOs. Häufiges Durchschicken. Wenn ich regelmäßig übe (dazu habe ich nicht immer Zeit), macht der Hund ein superschnelles Voraus mit einem Platz wie abgeschossen in Laufrichtung (das wollte ich erreichen). Er liegt voller Spannung nach vorn und wird aufgelöst mit "brav, brings", worauf er losschießt, das MO holt und zu mir bringt.
Letztendlich ist der Hund ganz sicher, dass immer etwas liegt, egal ob er es sehen kann oder nicht, das Laufen selbst macht ihm Spaß, das Lauern auf seine Beute auch. Oft bestätige ich ihn erst nach dem Abholen, aber meistens wird er vorher aufgelöst. Die Übung ist (neben dem Bringen) für ihn das Highlight in der UO. Bei dieser Übung brauchte ich in der Lernphase nicht negativ einzuwirken, er fand die Sache an sich als Ganzes einfach zu toll. Bei dem nächsten Hund mag es wieder ganz anders sein...
Gruß,
Bine


