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Anstoßen im Schudi nach Aus bei der Prüfung !
#11
Hillu,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185143#post185143 schrieb:Was müsste ich tun ?

Die alte Ausbildungsschiene komplett verlassen und dich der
modernen Ausbildung zuwenden, die den Hund aus seinen Konflikten
befreit. Das kann auch mit 6 Jahren beim Hund noch funktionieren,
denn es hängt von dir ab in erster Linie und dem Helfer.
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#12
Uii, das ist jetzt ja mal hilfreich! Mach doch einfach mal modern!
Vielleicht geht es ja ein bißchen konkreter?

Gruß
Barbara
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#13
Wenn man meine Beiträge zum modernen SD verstanden hat, dann liegt das Konkrete doch auf der Hand.

Hillu,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185097#post185097 schrieb:Beim üben reicht es sie beim ersten Mal schon mit der Stimme ( meistens vom Helfer ) zu korrigieren


Der Hund soll dem Helfer gehorchen? Was ist denn das für eine
komische Idee? Das ist doch ein Widerspruch in sich, der den Hund
konflikthaft schwächt in seinen Aktionen. Der Hund ist nicht dominant,
sondern verunsichert und versucht sich zu retten.

Überall, beim Abrufen aus dem Versteck, dem Gang zur
Lauerstellung, den Transporten, sieht man, dass der
Hund mit dem Gehorsam kämpft, statt gelernt zu haben, diesen zu
nutzen, um den Helfer zu aktivieren.
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#14
Mal auf die Schnelle, und immer vor dem Hintergrund, dass natürlich ein 6 jähriger Hund mit seinen Erfahrungen die Dinge nicht mehr so schnell umsetzen wird wie ein "roher" Hund, nur schaden kann es in keinem Fall, im schlechtesten bringt es nicht das Erhoffte.
Ich würde an allen Führigkeiten so arbeiten, dass der Hund eine positive Erwartung nach vorne hat. Sie arbeitet Dir nicht einmal bewusst zu, sondern alles, was mit Dir zusammenhängt, ist etwas "hingewurschtelt"
Das Rausrufen am Versteck ist schon so, ein völliger Abbruch für den Hund, etwas total widerwilliges, natürlich würde ein Hund da immer gern am Helfer bleiben, aber man kann ihm beibringen, dass die Kooperation mit dem Hundeführer ihn an sein Ziel führt und ihn nicht völlig aus seiner Motivation rausreisst.
Sowas kann man selber ja auch prima üben, Zuarbeit wird extern bestätigt...
Ich finde ihr Verbellen wirkt auch im Versteck nicht so stabil, die Einstellung und Sicherheit/Unsicherheit da zieht sich ja auch durch die weiteren Bewachungsphasen.....wie ist das denn alles aufgebaut und was wurde vom Helfer alles so gemacht, sie kämpft da halt irgendwie allein auf weiter Flur und wenn vom Helfer Korrekturen kommen, ist von vorne nix klares, von hinten nix klares, da bleiben dann die Nerven bissl auf der Strecke...

Ich denke, bei solchen Problemen muss man immer irgendwie nochmal zurück zu den Wurzeln......kann sein, dass es auch schnelle Lösungen gibt, das sind nur meine Gedanken dazu.
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#15
Hi, ich würde mich im großen und ganzen Nadin abschließen. Das verbellen beeindruckt mich jetzt nicht so sehr, da würde ein starkes, sicheres, stabiles Bannen viel mehr her machen.
Und da der Hund seine Erfahrungen gemacht hat, würde ich Ihm eher eine neue unbekannte Aufgabe geben. Wäre evtl. der einfachere Weg.
Dann möchte ich noch etwas zum Griffverhalten sagen... Meine Erfahrung ist das ein Hund der weiß, wo er steht und was er darf nur sicherer wird und nie schlechter. Man muss den Hund nicht zu Ende kämpfen lassen damit er aus macht, ist übrigens bei den Boxern auch sehr beliebt... der Hund hing fest er konnte nicht trennen. Wenn der Hund möchte kriegt er seinen Fang ziemlich weit auf, in fast jeder Situation.
Abschließend möchte ich sagen, der Hund ist sechs Jahre alt und hat die IPO 3. Das ist doch gut, Versuch doch einfach das ein oder andere umzusetzen und Probier aus welche Methode passt und funktioniert?!

Viele Grüße Schwamm
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#16
.... danke schön für Eure Meinungen !!!! Das meiste verstehe ich und kann nur beipflichten. Ich erwarte auch keine Wunder - vielleicht bessert es sich doch noch ein wenig - bis nächstes Jahr wollte ich Gritt eigentlich noch führen und man lernt ja selber auch noch was dazu ! LG Hillu
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#17
Also, ich kann Dir nur sagen, dass ich meine Boxerhündin mit 6 Jahren nach einer Pause von 1 Jahr nochmal komplett umgestellt habe.
Mit 5 Jahren hat sie eingestellt, und ich habe ihr den Zusatz - Gebrauchshund mit Schutzhundeigenschaft - abgesprochen. Mit der Unstellung -Danke Alf - hat SIE mich eines besseren belehrt.

Mir ist es egal, was Leute von dem halten, was sie dann sehen. Aber kein Helfer wird mehr versuchen meinen Hund zu disziplinieren und ich werde nie wieder Verhalten über eine Form von Pressing erzeugen.

Das macht den Hund einfach schwach.

Und ich möchte einen selbstbewußten Hund, der Hebel bedient.

Verschiedene haben die Umstellung verfolgt, konnte viel diskutieren.

Danke auch Detlef, Nadin und Dino.

zu sehen bei YouTube

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#18
Kann es sein daß ihr im Training relativ nah am Prüfungsschema arbeitet und den Hund meistens (oder sehr oft) durch wiederanbiß
bestätigt nachdem du herangetreten bist?

Gruß
Tobi
Regeln sind nun mal Regeln! Verbote sind Verbote!

IMMER - ÜBERALL - UNABDINGBAR - AUSNAHMSLOS

Außer beim Strom . . . <X
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#19
Also einer meiner ehemaligen Hunde hatte auch meistens beim rantreten nachgebissen.
Wir haben 'einfach' ein paar Ausbildungsschritte zurück gemacht bei ihm.....und neu aufgebaut. Und es hatte geklappt. Er war damals 7Jahre alt. Seinen letzten IPO Einsatz hatte er mit 9.5J

Ich würde diese Hündin erstmal sicherer machen im aktiven Bellen......da ist sie sehr unruhig. Kurze Entfernung vom Hundeführer zum Hund. Distanz dann später erst wieder vergrössern.
Niemals den Hund mehr fürs rantreten einbeissen lassen. Sondern rantreten.....zurückgehen....rantreten, weiter gehen.....bestätigen.
Das sieht ein bischen aus wie Tanzen dann. 2 Schritte zurück......2 wieder vor.....2 zurück....2 wieder vor......nochmals paar Schritte vor = anbiss. Später dann......Distanz vergrössern
Aber Achtung! Niemals im selben Rhythmus arbeiten! Ein Hund gewöhnt sich mega schnell an einen gleichbleibenden Rhytmus.
Und Zeit lassen beim Neuaufbau! Distanz nur ganz ganz langsam wieder erhöhen und immer wieder in der Distanz variieren!
Das geht nicht in 4-6 Wochen.....
Viel Spass mit deinem Mädchen.
LG Silke
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#20
Ich habe den „alten“ Ansatz von Dildei aus der Schublade geholt, Hund hintern Zaun und völlig nackt, Hundeführer passiv daneben und lass mal machen den Hund.
- Hebel bedienen, Figurant steuern, Situation beherrschen, Übersicht bekommen, Interaktion zwischen Figurant und Hund im offensiven Aggressionsbereich erzeugen.-

Alles an Abhängigkeiten aus der vorangegangenen Ausbildung erstmal beiseite, Zaun schafft Sicherheit für beide Seiten, Hund und Figurant.

Geht alles erstmal ohne Beißen. Geht erstmal ums Beeindrucken. Der HF kommt nur zum Ende ins Spiel, wenn der Figurant sich hat vertreiben lassen, geht zum Hund und lobt ihn anerkennend, nicht aufgeregt oder anstachelnd, sondern ehrlich.

Und da würde ich mir echt Zeit lassen, denn technisch kann er die IPO ja. Mit Änderung der Einstellung wird sich auch das Verhalten verändern.

Beißen soll Spaß machen, ist aber nicht immer erste Option, kann aber über Verhalten zur sicheren Option werden.

Diese Balance würde ich versuchen wieder stabil zu machen.

Und mir hat da zu Beginn sehr der Zaun
geholfen.

In in wie weit man sich vom PO Bild dabei entfernen sollte/musso oder evtl. mal eine Weiche stellt, die dann wieder nach einer bestimmten Zeit wieder auf das PO Schema zurückführt, das wird Dir die Hündin schon zeigen.

Man darf nicht vergessen, dass sie schon einen Rucksack an Erfahrung mit sich rumschleppt.

Viel Erfolg bei der Umstellung.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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