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MDR1- Defekt
#11
Dina,'index.php?page=Thread&postID=134197#post134197' schrieb:Es werden halt genug andere Erkrankungen unter den Teppich gekehrt. Natürlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren :thumbup:

Also ich kenne sehr viele Hundehalter, die über die CES, HD, ED oder Allergien etc. ihres DSHs sprechen. Warum sollten ausgerechnet alle Halter, deren Hunde Probleme aufgrund eines defekten MDR1-Allels haben, schweigen (wenn dieses beim DSH in "unserer" Population bisher überhaupt lokalisiert wurde)?
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#12
GabyG,'index.php?page=Thread&postID=134199#post134199' schrieb:
Zitat: Da diese Hunde ein erhöhtes Narkoserisiko haben, müsste der Defekt ja frühzeitig auffallen, oder?
Yep, spätestens beim Röntgen, wenn es denn gemacht wird.
Gruß Gaby

Beim Röntgen wird sediert, nicht narkotisiert. Dafür werden andere Medikamente verwendet.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#13
Mir wurde auch schon vorgeworfen, dass ich meine nicht auf diesen defekt hin habe testen lassen, weils beim dsh wohl weit verbreitet sein soll???

Meine zeigen keinerlei Anzeichen dafür und ich werde sie daher auch nicht testen lassen.

Ich denke auch, dass es genügend leute gibt, die auch über die krankheiten ihrer hunde sprechen.
ich glaube, eine hat mir mal erzählt, dass ihr dsh das hat. der kam aus ner hz linie, hab aber den namen vergessen.
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#14
Ich glaube MDR unterscheidet nicht in Dissidenz und SV. Genauso wie MDR in Mischlingen ist, wird der eine oder andere SV-Hund auch
GESUNDER TRÄGER (+/-) oder Gesunder Betroffener -/- sein. Diese Hunde sind nicht krank !

War nicht in einer SV Linie ganz hinten eine Collie-Hündin drin ? Z.B. daher kann sowas kommen. Oder wie schon beschrieben, Spontanmutationen bzgl. MDR wird es in jeder Rasse geben können.

Meine MDR -/- weiße Schäferhündin wurde 13 Jahre alt und war zeitlebens eine sehr widerstandsfähige und gesunde Hündin. Narkose für HD und Sterilisation mit 11 Jahren hat sie super weggesteckt, keinerlei Auffälligkeit bei Narkosen !

Diese Narkosempfindlichkeit ist nirgends in dt. Studien nachzulesen. Aber prima geeignet Angst zu verbreiten.

Darmgesund war meine Hündin bis zum Ende und daß die Fruchtbarkeit solcher Hunde eingeschränkt sein soll, wurde auch schon behauptet, was in meinem Fall nicht stimmte, sie hatte immer riesige Würfe.

Bei den Weißen fand damals, als der MDR-Test zu Forschungszwecken noch kostenlos angeboten wurde, ein regelrechtes Kesseltreiben auf die MDR-Träger und Betroffenen Hunde statt. Man hat ganzen Zuchtlinien Unrecht getan, Käufer verunsichert, weil sie glaubten, ein +/- Hund sei krank und hätte Tod und Teufel. Was ja nicht stimmt. Das sind und bleiben trotzdem gesunde Hunde !

Dabei muß kein Hund aus der Zucht genommen werden und ich hätte keine Bedenken einen -/- Hund zur Zucht einzusetzen. Dann halt nur mit +/+ verpaart. Wenn der Hund ansonsten gut ist, warum nicht.

Und so lange ein -/- Hund kein Ivomec , Lopatol etc. bekommt, werden die stein alt, sieht man an den Collies. Die haben ja ganz viele betroffene und Träger in der Rasse, und trotzdem ist der Collie mit einer der langlebigsten Rassen.

Anfangs kostete der Test um die 30 Euro. Dann wurde das Patent angemeldet, und der Test wurde mit ca. 80 Euro so richtig schön teuer. Ich laß bei Laboklin für ca. 60 E testen. Befremdlich finde ich die Patentierung, ohne Einwilligung des „Erfinders“ darf keiner an der Genmutation testen ohne Genehmigung. Aber das ist ein anderes Thema , Geld verdienen ...
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#15
Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Das sind und bleiben trotzdem gesunde Hunde !

genau so ist es
vg,
Annemarie und Denni
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#16
Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Ich glaube MDR unterscheidet nicht in Dissidenz und SV. Genauso wie MDR in Mischlingen ist, wird der eine oder andere SV-Hund auch
GESUNDER TRÄGER (+/-) oder Gesunder Betroffener -/- sein. Diese Hunde sind nicht krank !


War nicht in einer SV Linie ganz hinten eine Collie-Hündin drin ? Z.B. daher kann sowas kommen. Oder wie schon beschrieben, Spontanmutationen bzgl. MDR wird es in jeder Rasse geben können.

Wenn dieser eine Collie vor Neunzehnhundertannotobak bereits MDR1-Träger gewesen sein sollte, dann hätten wir heute bestimmt ein weitaus größeres Problem innerhalb der DSH-Population als wir tatsächlich haben.

Ich halte die unterschiedlichen Schäferhundpopulationen (= SV, Langstockhaar-"Dissidenz", USA und "AC" Weißer Schäferhund) weiterhin für ausschlaggebend, wenn es in Diskussionen um die Problematik "MDR1-Defekt beim Schäferhund" geht. Denn z.B. beim in der "Dissidenz" gezüchteten Langstockhaar war nicht nur ein Collie im letzten Jahrhundert züchterisch beteiligt, sondern es werden von einigen Züchtern gezielt immer wieder langhaarige Collies eingekreuzt, um "das Fell zu verbessern". Wenn man bedenkt daß bei einer Studie aus dem Jahr 2004 der Uni Gießen nur 24% der getesteten Collies MDR1 +/+ waren (33% waren -/- und 43% +/-), dann ist es nur wahrscheinlich daß in einer DSH-Population, in der immer wieder Collies eingekreuzt wurden und werden, dieser Defekt weiter verbreitet sein muß als in einer, in der das nicht der Fall ist.

Und die Möglichkeit andauernder Spontanmutationen ausgerechnet das MDR1-Gen betreffend halte ich für sehr weit hergeholt. Wissenschaftler gehen davon aus daß diese Mutation vor ca. 200 Jahren bei einem Hund in Großbritannien stattgefunden hat. Hinweise daß die selbe Mutation bei einem zweiten Hund aufgetreten sein könnte gibt es bisher meines Wissens nicht. Und ausgerechnet beim DSH soll das dann mehrfach der Fall sein?

Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Meine MDR -/- weiße Schäferhündin wurde 13 Jahre alt und war zeitlebens eine sehr widerstandsfähige und gesunde Hündin. Narkose für HD und Sterilisation mit 11 Jahren hat sie super weggesteckt, keinerlei Auffälligkeit bei Narkosen !

Dann sei froh daß Du diesbezüglich einen Ausnahmehund hattest.

Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Diese Narkosempfindlichkeit ist nirgends in dt. Studien nachzulesen. Aber prima geeignet Angst zu verbreiten.

Der MDR1-Defekt ist ja auch das Spezialgebiet der amerikanischer Forschung, nicht der deutschen. Von daher findest Du Informationen darüber dann auch eher in diesem Bereich.

Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Darmgesund war meine Hündin bis zum Ende und daß die Fruchtbarkeit solcher Hunde eingeschränkt sein soll, wurde auch schon behauptet, was in meinem Fall nicht stimmte, sie hatte immer riesige Würfe.

Bei den Weißen fand damals, als der MDR-Test zu Forschungszwecken noch kostenlos angeboten wurde, ein regelrechtes Kesseltreiben auf die MDR-Träger und Betroffenen Hunde statt. Man hat ganzen Zuchtlinien Unrecht getan, Käufer verunsichert, weil sie glaubten, ein +/- Hund sei krank und hätte Tod und Teufel. Was ja nicht stimmt. Das sind und bleiben trotzdem gesunde Hunde !

Dabei muß kein Hund aus der Zucht genommen werden und ich hätte keine Bedenken einen -/- Hund zur Zucht einzusetzen. Dann halt nur mit +/+ verpaart. Wenn der Hund ansonsten gut ist, warum nicht.

Und so lange ein -/- Hund kein Ivomec , Lopatol etc. bekommt, werden die stein alt, sieht man an den Collies. Die haben ja ganz viele betroffene und Träger in der Rasse, und trotzdem ist der Collie mit einer der langlebigsten Rassen.

Sorry, wenn ich so etwas lese kommt mir die Galle hoch! Alles nicht so schlimm??? Anscheiend bewegst Du Dich nicht in die Collie-Szene...

Ich hoffe, Du hast Dich lediglich nicht richtig beschäftigt damit, was der MDR1-Defekt eigentlich ist. Denn wenn Du über die wichtigsten Informationen über dieses Defekt bescheid weißt und trotzdem einen -/- Hund zur Zucht einsetzt, könnte ich das in keinster Weise nachvollziehen!!!

Kurze Erklärung: Das gesunde MDR1-Protein produziert 1282 Aminosäuren und bewältigt zwei äußerst wichtige Aufgabengebiete. Zum einen verhindert dieses Protein das Eindringen von Giftstoffen/Fremdstoffen/Arzneistoffen von der Blutbahn in Nervengewebe/-zellen. In diesem Fall spricht man auch von der sog. Blut-/Hirnschranke, die durch das MDR1-Protein für derartige Fremdstoffe geschlossen wird. Die zweite wichtige Funktion, die das MDR1-Protein erfüllt, ist die Beförderung von im Nervengewebe des Gehirns vorhandenen Schadstoffen in die Blutbahn, von der sie in die betreffende Organe transportiert und dort abgebaut werden.

Bei Hunden mit dem sog. MDR1-Defekt produziert das betroffene MDR1-Protein nur noch 91 Aminosäuren. Die Auswirkung ist daß beide Aufgabengebiete des MDR1-Proteins nicht vollständig erfüllt werden können. Wodurch Hunde, die den Defekt auf beiden Allelen tragen (= -/-), z.B. bei der Gabe einzelner Arzneimittel innerhalb von 1 bis 3 Tagen versterben können. Aber auch bei Hunden, die den Defekt nur auf einem Allel tragen (= +/-, also eine defekte und ein gesunde Anlage besitzen), kann es zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen, z.B. durch den sog. Overload Effekt. Es ist nämlich keienswegs so daß die sog. +/- Hunde pumperlgesund sind und sämtliche Arzneimittel und Giftstoffe ebenso gut wegstecken können wie ihre +/+ Kollegen. Z.B. beginnt man bei dem +/- Hunden inzwischen bei Narkosen je nach verwendetem Mittel erst mal mit einem Drittel der üblichen Menge.

Zudem gibt es keine vollständigen Listen, welche Substanzen für -/- Hunde und +/- Hunde gefährlich oder ungefährlich sind. Es gibt einige wenige Substanzen, von denen man weiß daß sie für betroffene Hunde tödlich sind oder zumindest gesundheitsbeeinträchtigend oder ungefährlich. Sehr sehr viele Substanzen (vor allem außerhalb des Arzneimittelbereiches) sind aber bisher gar nicht auf diesen Effekt getestet worden. Spritzmittel in der Landwirtschaft, Schadstodffausdünstungen in Baustoffen, Inhaltstoffe in Pflanzen etc., es gibt viele Substanzen bei deren Kontakt eine vollständig intakte Blut/Hirnschranke notwendig ist. Aber über deren Auswirkungen bezüglich einer Einschränkung auf dem MDR1-Allel man noch gar nix weiß.


Bendor Golden Duke,'index.php?page=Thread&postID=134546#post134546' schrieb:Anfangs kostete der Test um die 30 Euro. Dann wurde das Patent angemeldet, und der Test wurde mit ca. 80 Euro so richtig schön teuer. Ich laß bei Laboklin für ca. 60 E testen. Befremdlich finde ich die Patentierung, ohne Einwilligung des „Erfinders“ darf keiner an der Genmutation testen ohne Genehmigung. Aber das ist ein anderes Thema , Geld verdienen ...

Hast Du die Bestätigung dafür daß auf den Gendefekt MDR1 nt230 (del4) getestet wurde? MDR1-Test ist nicht gleich MDR1-Test. Ohne die Bestätigung daß es sich um diese Mutation handelt kannst Du Dein Testergebnis in die Tonne kloppen. Es gibt Hunde, bei denen die unterschiedlichen Testmethoden völlig unterschiedliche Ergebnisse gebracht haben. Auf dem aktuellsten Stand ist man nur mit dem Test auf den Gendefekt MDR1 nt230 (del4).

Und zum Thema "Geld verdienen": Das hält sich in diesem Fall, im Verhältnis zum Aufwand der für die Entwicklung betrieben wurde, nun wirklich in Grenzen. Zudem sind universitätsbezogene Patente ein Schutz davor, daß sich irgendwelche Konzerne solche Patente unter den Nagel reißen. Auf diesem Weg bleiben sie für die Allgemeinheit zugänglich, während ein Konzern ganz schnell mal ein Patent eines Kokurrenten aufkaufen und dann vom Markt nehmen kann. Ich würde mir mehr Gedanken darüber machen was passieren könnte, wenn solch ein Verfahren rechtlich ungeschützt auf dem Markt gebracht wird. Und daß das Geld für eine Patentierung irgendwo wieder rein kommen muß ist doch logisch.

Aber noch mal zum MDR1-Defekt innerhalb einzelner Populationen: Unter'm Strich gehören für mich neben den -/- Hunden auch +/- Hunde aus der Zucht genommen, wenn solch ein Defekt nicht weit verbreitet ist in einer Population. Denn nur ein einziger +/- Deckrüde kann, wenn er züchterisch stärker frequentiert wird, aus einem Problem in einer untergeordneten Größenordnung ein großes Problem machen. In Popualtioen wie der des Rough Collies, in denen Hunde mit vollständig gesunden Allelen zwischenzeitlich zu einer Minderheit zählten, kann man nicht so rigeros verfahren. Aber in Populationen, in denen (noch) die Mehrzahl der Hunde zwei gesunde Allele trägt, sollten auch +/- Hunde nicht zur Zucht verwendet werden. Das sollte einem schon allein der gesunde Menschenverstand sagen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#17
Sorry Antje,

aber auf was soll ich als Hundehalter noch alles untersuchen lassen. Kann man es nicht irgendwann übertreiben. Letztlich heißt es ja, wenn Du nicht krank bist, bist Du nur noch nicht richtig untersucht worden.
Lasse mein Hunde aktuell auf HD/ED und OC untersuchen.
Kosten nur für HD/ED/OC rund 500 Euro. Reißt schon ein Loch in die Kasse. Will nicht jammern kann es aufbringen - manch Anderer nicht.
DNA abnehmen. Vollständige Impfung. Kommen noch hinzu.
Wenn ich jetzt neben den ebenfalls noch entstehenden Trainingskosten jede weitere mögliche gesundheitliche Eventualität prüfen lasse, wird Hundehaltung/Hundesport/Hundezucht zunehmend unbezahlbar.

Gruß

Gerald
Wenige wissen vieles; niemand weiß alles -
und doch wollen viele alles besser wissen.
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss,
um zu wissen, wie wenig man weiß!
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#18
Hallo Gerald,

deswegen ja meine Frage danach, wer DSH aus der SV-Population mit MDR1-Defekt kennt. Bisher scheint der Begriff "DSH" in dieser Hinsicht weit gefaßt zu sein, bezogen auf sämtliche Populationen, die ich erwähnt habe. Wenn sich die für den DSH angegebenen Prozentzahlen auf die "Gesamtpopulation DSH" beziehen (also inklusive US-Zucht und Zucht der Langstockhaar in der Dissidenz und ggf. auch Langstockhaar-AC Weißer Schäferhund). Wenn aber innerhalb der SV-Population (und da beziehe ich jetzt mal die RSV-Population mit ein, es geht hier ja um den genetischen Background, nicht um irgendwelche Vereinsmeierei) die Angabe von 6 bis 10 % stimmen, dann sollten wir uns Gedanken darüber machen wie wir die Kuh vom Eis bringen bevor sich der MDR1-Defekt innerhalb der Population manifestiert

Solange ein solches Problem ein kleines ist hast Du es mit der notwendigen Konsequenz ja ganz schnell vollständig gelöst! Die Zuchthunde werden getestet und es werden nur +/+ Hunde miteinander verpaart (was kein Problem ist solange es sich wirklich nur um einen kleinen Prozentsatz betroffener Tiere unnerhalb einer Population handelt). Nachkommen aus diesen Verpaarungen und deren Nachkommen (solange weiterhin nur mit +/+ Hunden verpaart wird) müssen nicht mehr getestet werden. D.h. wenn Du die Zuchtpopulation einer Rasse einmal getestet hast, und wenn Hunde, die anschließend nicht aus dieser Zuchtpopulation stammen (= Hunde aus ausländischer Zucht, von deren Elterntieren keine Ergebnisse vorliegen) getestet werden bevor sie zur Zucht verwendet werden, dann müssen nachfolgende Generationen gar nicht mehr getestet wenn sowohl -/- als auch +/- Hunde aus der Zucht genommen werden. Das wäre nämlich die kostengünstigste und nachhaltigste Möglichkeit, mit einem derartigen Problem umzugehen. Bedeutend kostenaufwendiger ist die derzeitige Situation bei den britischen Hütehundrassen, wo z.B. jeder Rassehund und jeder Mischling vor einer Narkose wegen eines medizinischen Eingriffes erst einmal getestet werden muß und z.B. bereits die Gabe von Antibiotika ohne einen vorherigen MDR1-Test zum Problem werden kann.

In den Ahnentafeln betroffener Rassen werden die MDR1-Ergebnisse eingetragen. Nachkommen aus Verpaarungen von +/+ Tieren tragen den Eintrag "+/+ aufgrund ihrer Abstammung" o.ä..

Wobei das der Lösungsweg wäre, wenn der MDR1-Defekt ein Problem innerhalb der Rasse wäre. Was doch aber bis jetzt gar nicht belegt ist da die Herkunft des Zahlenmaterials darüber meiner Meinung nach sehr diffus ist. Aber sollten die angegebenen Zahlen stimmen, dann wäre ich dafür daß sofort jeder zur Zucht verwendete Hund getestet wird. Obwohl auch ich keinen Goldesel im Keller stehen habe. Aber lieber einmal 75 Euro in eine/n aktuelle Zuchthündin oder -rüden investieren als ein gesundheitliches Problem mit erinem betroffenen Zuchttier zu vervielfältigen. Wie gesagt, Nachkommen aus zwei getesteten +/+ Hunden müssen nicht mehr getestet werden, denn sie sind +/+ aufgrund ihrer Abstammung. Und verpaarst Du solche Hunde immer nur mit +/+ Zuchtpartnern, mußt Du diesen Test bei den Nachkommen nicht mehr machen lassen. D.h.nach einmaligem testen der aktuell zur Zucht verwendeten Hunde und entsprechender Zuchtlenkung (= nur Verpaarung von +/+ Hunden) wäre die Population "sauber" und nachfolgende Generationen müßten nicht weiter getestet werden (nur Neuzugänge in die Population aus Elterntieren mit unbekanntem Status).

Für die allermeisten Züchter und Deckrüdenhalter würde das bedeuten einen oder zwei MDR1-Tests durchführen zu lassen. Meiner Meinung nach ein geringes Übel wenn man dadurch einen derartigen Gendefekt innerhalb einer Zuchtpopulation vollständig eliminieren kann.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#19
Hallo Gerald,

500€ für HD/ED/OC sind aber recht teuer. Bei 145€ davon an den RSV bleiben ja noch 355€ für 4 Rötgenaufnahmen ?!?
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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