09-06-2016, 13:06
Steffi
Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172866#post172866 schrieb:Schade das er so weit weg ist zum regelmäßigem trainieren, mein im Brüll-Brösel im im Schutzdienst war gestern ein Denk-Brösel..lach ..Mein "Nervenbündel" und ich werden jetzt miteinander reden .. und ich gebe mein bestes dazu das wir ein echtes Team werden.. ich denke das ist es Wert.
Ich möchte mich also bei "Reisender" hier aus dem Forum (Frank :-) ) auch hier noch einmal bedanken für die gestrigen tollen Stunden (ist ja mächtig
spät geworden) .. auch von Birgit mit ihren Dobi´s (wir kommen zusammen zu dir ;-) ) und allen anderen, mit denen du gestern eine Engelsgeduld hattest bei dem Training..
Hallo Steffi,
danke für die Blumen.
Aber zuerst muß man sagen, daß es schon Jammern auf hohen Niveau war. Für die, welche die OG
nicht kennen: Toller Platz, ein symbolischer Zaun, der nicht mal einen gehbehinderten Dackel aufhalten könnte, mehrere Hundeführer,
welche gleichzeitig arbeiten, ein Gast-ich- der unbedacht einen Ball wirft und der Airedaleterrier daneben, der unbeeindruckt seine
Bahnen zieht - Respekt, das muß man erst mal nachmachen.
Was mir auch auffiel, das der Helfer dort mit einem Hund arbeitet UND ihm bzw. dem hf dabei zwei Mitglieder helfen. Also 4 Mann auf dem Platz.
Sieht man nicht mehr oft in den OG's.
Im Grunde sind alle Hunde dort keine Hunde, für die man sich entschuldigen muß. Sie liefern ordentliche Leistungen ab. Wo es Probleme gibt, liegt es an
der eigenen fehlenden Deutlichkeit, wenn ich etwas von meinem Hund will. Ein "Nein" ist so freundlich gehaucht, daß es eben
für den Hund -emotional aufgenommen- ein Lob ist: Mach weiter so! (Es gibt keine schlicht positive Ausbildung. Selbst die Delphine, die
als Beispiel herhalten müssen, werden vorher im Bassain eingesperrt, sonst würden sie auf die mickrige Makrele aus dem Eimer des Trainers
verzichten.) Natürlich sind manche Leute oft sehr hart einwirkend, aber eben immer am Ende der Eskalationsspirale. Aber das ist Hilflosigkeit und löst
nicht das Problem. Einwirkungen (Pos./neg.) müssen nach 3-maliger Anwendung eine erkennbares Ergebnis haben, sonst kann man damit aufhören.
Was öfter vorkam: Der Hund sitzt im "Fuß" Die Ablenkung kommt. Der Hundeführer droht: "Nein!" "Hä, er hat doch nichts gemacht?" "Aber er wollte..."
Da muß man die Nerven haben, zu warten, ob der Hund einen Fehler macht oder Besser, ihm die Chance geben, zu hören.
Was viel seltener als "Nein" vorkam, war "Gut, brav, super!" als Markierung/Rückmeldung, so ist es richtig, so will ich es haben.
Eigentlich profane Problem, die die Jungs und Mädels dort nun bearbeiten.
Schwieriger ist es hierbei: Manche Hunde können mit "PeAZehKa" oder der Freigabe als Belohnung nichts anfangen. Ich halte den Ball hin -
Sitz - Attac und der Hund reagiert schlecht oder nicht. Oft wird mit Futter oder Ball in Vorleistung gegangen. "Guck, ich habe den
Ball mit" "OK, dann können wir Unterordnung machen" Reaktiv ist gut, nur manchmal, auch im SD an den falschen Stellen.
Ich bin ein Freund von leeren Händen. Sitz-Ball rausholen und geben.
Im SD ist ein Punkt, der aber in der UO schon beginnt, den ich ändern würde (ist aber nur meine private Befindlichkeit, Einstellung):
Triebarbeit machen mit jungen Hunden ist ok. Nur gehe ich schnell dazu über, daß der Hund sich beherrschen muß. Willst Du nach links, mußt Du
zuerst nach rechts gehen. Konfliktarbeit, die ein Hund in ruhiger Gemütslage bewältigen kann, mit so wenig Hilfe wie möglich und ggf. negativer
Verstärkung. Vieles kann man über die lockere Leine als 1. Gebot regeln. Nicht, Du darfst nicht dem Ball hinterherlaufen, sondern, eh,
Leine locker. Schwarz / weiß, klare Bilder. Ein Hund denkt in Bildern.
Und jetzt der wesentliche Unterschied: Mir ist es egal, wenn mein Hund danach nicht mehr Ball spielen will. Der Hund muß mit mir genehmen
Verhalten in Vorleistung gehen, um zu bekommen, was er will. Punkt. Sitz-Beißen. Fuß-Beißen. Fuß-Provokation-Beißen. usw. Das schafft Ruhe (und letztlich imo Robustheit und Härte) (Hund kann noch zuhören), Übersicht und, wenn sie doch entstehen, verschieben sich Konflikte in Bereiche, die die Prüfungsarbeit nicht negativ beeinflussen. Die Ruhe ist die erste Gewohnheit, hochdrehen die zweite. Unter Streß setzt sich i.d.R. die 1., länger vertraute Gewohnheit durch.
Odin ist 8 Monate (RS; Gruß an Coco
) und steht auf seiner Kiste. Adorna versucht ihn mit Futter und rufen wegzulocken, er bleibt. Der Ball fliegtund er bleibt. Die Freigabe war nicht absolutes Vollgas. Es sah nicht spektakulär aus. Ich werfe den Ball, Odin bleibt, ohne festgehalten zu werden, Attac,
los gehts. Ich werde es im SD einfacher haben. Aber letztlich muß jeder sehen, was ihm besser liegt.
Aber ich weiß, das Eure Malis noch weit kommen werden. Die Schäfer mit ihrem Riesenschädel sind trocken und gut.Ich werde nur noch mit richtigen
Armen arbeiten
Coco schraubt die Kiefer zu, mehr kann man nicht wollen. Und die Dobis sind auch nicht schlecht. Ich glaube, manchmal meint man es nurzu gut mit seinen Schnappmäulern.
Also vielen Dank für die Einladung und das ich bei Euch arbeiten durfte. Es hat viel Freude gemacht - auch im Gegensatz zu manch anderen Plätzen. Laßt euch das
nicht zerlegen!
Gruß, Frank
PS: Du und Brösel, ihr seit ein gutes Team!



