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Das ist allerdings nicht meine Interpretation der WMZ der DDR ( wohl noch eher der des DMC )sondern meine (kurze) Interpretation dessen, was ich unter Linkslastigkeit verstehe.
Ich erhebe aber nicht den Anspruch, dass das andere auch so sehen, ich kenne solche Typen von Hunden, welche, die dies in einem noch gesunden und gut ausbild-und handelbaren Ausmass sind und welche, die dann nur noch sehr eingeschränkt einsetzbar sind und auch ein recht engmaschiges Leben führen müssen.
LG-Nadin
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Schade, dass das Forentreffen schon vorbei ist, ansonsten wäre es bestimmt zu spannendem Austausch unter euch mit Blickkontakt gekommen. Den Termin sollten sich die Theoretiker vielleicht mal fürs nächste Jahr festhalten und dann Auge in Auge diskutieren.
Naja.
Für mich gibt es Hunde in der goldenen Mitte, die sind ausgeglichen, haben Selbstbewusstsein und Nervenstärke, verlieren den Überblick auch in fremden Umgebungen nicht, sind sozialverträglich mit Mensch und Tier, haben aber einen gesunden Instinkt, wenn Situationen sich verändern und geben Acht auf ihr Rudel (soziales Wehrverhalten).
Beispiele: Mein Boxer Butz hat sich vor nichts erschrocken, war immer souverän. Urlaub auf Langeoog, Schiff mit ordentlichen Seegang, oben an Deck, kein Problem, Zugfahrt, weil zu voll, bin ich mit ihm auf dem "Balkon" des Wagons geblieben. Rückfahrt schüttete es wie aus Eimern, konnte auf dem Schiff nur im Innenraum bleiben, brechen voll. Kein Problem.
Wir gehen spazieren, eine Hündin mit dabei. Treffen auf eine Gruppe ausländischer Jugendlicher, die bei uns nebenan zelten, stehen aber am Weg rum. Butz setzt sich natürlich kurz vor der Gruppe in die Büsche und macht sein Geschäft. Die Hündin begrüßt freundlich an langer Leine, aber noch weit genug weg, die Gruppe. Ein junger Mann schimpft sie in seiner Landessprache an und tritt nach ihr. In dem schießt Butz nach vorne und hätte, wenn ich nicht im letzten Moment reagiert hätte, den Herrn geschnappt.
Unser DSH Ice, auch die Souveränität in Person. Er war fremden Menschen und Hunden gegenüber immer völlig neutral. Ließ sich anfassen, aber dann war auch gut und er ging weg. Ich nahm ihn (wie alle anderen auch ab und an) mit zur Arbeit (ich bin Sozialarbeiterin und arbeite mit U25). Ich war mit ihm auf dem Flur, auf dem Weg in eine Werkstatt, es war dort sehr laut, es schepperte und die jungen Leute waren außer Rand und Band. Ice ging neben/hinter mir, was mir in dem Moment nicht so auffiel, weil ich in Gedanken nicht bei dem Hund war. Als ich an der Tür zur Werkstatt war und gerade hinein wollte, kamen zwei junge Herrn laut brüllend heraus und hätten mich fast umgerannt. In dem Moment ging Ice nach vorne, ich hatte ihn aber noch am Halsband erwischt. Anschließend war er wieder die Ruhe selbst und ging mit mir in die Werkstatt.
Auch zu Hause machte er klar Unterschiede, wenn Leute an der Tür waren. Begüßte ich sie mit einem netten Hi, komm rein, war alles gut, begrüßte ich mit einem stumpfen was kann ich für sie tun, war er distanziert und aufmerksam.
Bei meiner Maline war das anders. Sie hatte von Welpe an kein Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber. Da ich sie die ersten 5 Wochen immer mit zur Arbeit nahm, war das Verhältnis zum Menschen super. Aber sie ist meiner Meinung nach eher linkslastig. Ich muss ihr die Sicherheit geben. In neuen Situationen orientiert sie sich immer an mir. Sie ging lange nicht mal mit meinem Mann vor die Tür. Und wenn meine Mann im Garten ist und ich nicht, dann liegt sie nur im Keller und wartet, das ich komme. Unsicherheit beantwortet sie mit Aggression, außer ich gebe ihr die notwendige Sicherheit und dann hält sie aus. Der SD ist für sie Sport, sie hat super Griffe und ist sie im Arm, kann sie nichts erschüttern.
Ein rechtsgelagerter Hund ist für mich ein Hund der immer nett ist, den viele Dinge auch gar nicht tangieren, auch keinen soziales Wehrverhalten an den Tag legen, wie viele Molosser, Sennenhunde oder Retriever etc.pp.
Wie schon einige vorher geschrieben hatten, ist auch für mich, ein eher linksgelagerter Hund unsicherer in seinem Umweltverhalten. Mit Erziehung und Sicherheit durch den HF aber leit- und lenkbar. Bedeutet für mich, ich muss immer den Überblick behalten und für den Hund klare Signale aussenden.
LG
Nora
Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172821#post172821 schrieb:Das ist allerdings nicht meine Interpretation der WMZ der DDR ...sondern meine (kurze) Interpretation dessen, was ich unter Linkslastigkeit verstehe.
Genau so hatte ich dich verstanden. Meine Fragen an dich sind aber damit nicht beantwortet.
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Mir ist relativ wurscht, ob man das auf einer Links-Rechtsachse darstellt oder nicht...ich verstehe das einfach unter diesem Begriff, den es lange Zeit schon gibt, ob er sinnhaft ist oder nicht.
Ich mag mich jetzt nicht an irgendeinem Schlagabtausch beteiligen, und mag mich jetzt auch nicht weiter erklären, wenn Du oder jemand anderes mit meiner Aussage nichts anfangen kannst/kann oder sie für falsch hälst/hält, dann ist das eben so, tut mir leid.
LG-Nadin
Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172824#post172824 schrieb:Mir ist relativ wurscht, ... ob er sinnhaft ist oder nicht.
Ja dann ist wirklich jede rationale Diskussion unmöglich, wenn es einem egal ist, ob ein Begriff sinnvoll gefüllt ist oder nicht. Das nennt man dann Dadaismus, wobei selbst die Dadaisten nicht auf einen gemeinsamen Nenner kamen, was Dada ist. Dadada....links rechts...dadada _b_
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Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172824#post172824 schrieb:Mir ist relativ wurscht, ob man das auf einer Links-Rechtsachse darstellt oder nicht...ich verstehe das einfach unter diesem Begriff, den es lange Zeit schon gibt, ob er sinnhaft ist oder nicht.
Besser so, ändert das was?
Gegen Begriffspaare wie links/rechts oder gepunktet versus gestreift oder grün/gelb ist nichts einzuwenden, außer ihre Umständlichkeit, wenn sie sich auf EINE Eigenschaft und ihr Gegenteil beziehen.
Dann ist links/gepunktet/grün eben temperamentvoll und rechts/gestreift/gelb eben temperamentlos.
Wenn aber mehrere Eigenschaften A, B und C unter einem dieser komischen Begriffe zusammengefasst werden, dann dürfen sie auch nur in dieser Kombination möglich sein, sonst wäre das Gegenteil (gleichzeitig nicht A, nicht B und nicht C) ja nicht möglich. Das ist aber regelmäßig nicht der Fall. Denn es gibt in der Realität z.B die jetzt öfter erwähnte Unsicherheit in Kombination mit aggressivem Verhalten und mit Fluchtverhalten. Oder wie in der DDR Skala zurückhaltend (Wertmessziffer 3) auch mit „weich“ (9) oder Schärfe besitzen (2). Diese überholten Typensysteme kennen aber nur entweder Ziffer 3 oder 9 oder 2.
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@bru-no
hast du einmal daran gedacht, dass nur du es nicht verstehst? Das du die Begrifflichkeiten halt zu verhaltenstheoretisch siehst?
Scheinbar gibt es genügend Hundler, die mit den Begriffen etwas anfangen können und sich darunter dann einen Hund in seinem Verhalten vorstellen können. Dies sicherlich nicht vollumfänglich; was auch nicht angestrebt wird. Primär scheint es doch um den Hund zu gehen, der im IPO Bereich geführt wird und gem. der Einteilung in Ziffern eine Einschätzung zulässt.
Wer eine umfängliche Wesens- (ist dieser Begriff überhaupt biologisch/kynologisch korrekt?) -analyse erstellen möchte, der wird in den Hundesportverbänden nicht fündig werden. Ich denke, dass dies auch gar nicht Intention ist.
Deinen erhobenen Zeigfinger kannst du gern unten lassen und auch der Anspruch auf ein Studium in der Verhaltensbiologie für Hundler scheint mir überflüssig.
Bye Uwe
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Nora,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172822#post172822 schrieb:Schade, dass das Forentreffen schon vorbei ist, ansonsten wäre es bestimmt zu spannendem Austausch unter euch mit Blickkontakt gekommen. Den Termin sollten sich die Theoretiker vielleicht mal fürs nächste Jahr festhalten und dann Auge in Auge diskutieren.
das wird so nie passieren, da verwette ich meinen Arsch drauf.
mfG Thomas
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