03-01-2007, 14:01
Zitat:Original von luca
Danach wollen die Hunde nicht mehr über die Hürde und dann kommt wieder der Tip mit dem Finger.."doch, Du musst".
Müssen die Hunde oder wollen die Hunde?
Es ist eine Sache der Einstellung und Erfahrung: meine Hund wollen, davon geh ich aus, bringe ihnen dann möglichst angenehm die Sachen bei, und siehe da: meine Hunde wollen. Immer. Noch nie auf einer Prüfung eine Verweigerung.
Wenn man aber die Einstellung und Erfahrung hat: Hunde wollen nicht, dann wird man mit unangenehmen Einwirkungen schon beim Lernen arbeiten, zumindest immer „absichern“ mit Zwang, weil man ja permanent Angst hat, daß der Hund einen „verarscht“ oder sonst „im Stich läßt“, und siehe da: solche Hunde machen im Prüfungsstress mehr Fehler als andere, bis hin zur Verweigerung (auch auf jeder überregionalen Prüfung zu sehen).
Wenn man noch nicht mal die Hürde einem Hund ohne unangenehme Einwirkung beibringen kann, ist das schon erbärmlich, wo doch fast jeder Agility-Hund es ohne unangenehme Einwirkung lernen konnte.
Apport ohne Zwang, da heißt es dann von den Vertretern der alten Methoden „Irgendwann kommt der Tag, wo er nicht bringt.“
Nach zig Jahren und Hunden warte ich noch heute auf diesen Prüfungstag.
Das Einzige, was einem in die Quere kommen kann, sind doch die konkurrierenden Reize. Und die sind nunmal ziemlich gering und überschaubar auf einer Prüfung (bis auf einen Platz in Bayern, wo es von Kaninchen nur so wimmelt) und damit auch trainierbar.
Ich glaub, hier wurde noch keine einzige Übung in B diskutiert, ohne sofort unangenehme Einwirkungen zu empfehlen.
Das sollte mal zu denken geben!

