11-12-2006, 13:12
Zitat:Original von Jupp
„Aus“ ist reines Abbruchverhalten, also eine bedingte Hemmung ähnlich „NEIN“.
Es gilt: je früher gelernt, desto besser.
Je deutlicher aversiv unterlegt, desto besser.
Das fällt vielen HF bei Welpen, und da wird der Grundstein gelegt, damit der erwachsene Hund auch in hoher Trieblage reagiert, sehr schwer. Viele HF tasten sich da in der aversiven Intensität langsam heran, statt ein heftig prägendes Erlebnis zu bieten.
Dieses Erlebnis muß in erster Linie psychisch sein. Auf die physische Intensität von Schmerz kommt es nicht wesentlich an. Im Gegenteil konkurrieren sonst triebgeneriertes Adrenalin und Schmerz. Im hohen Trieb ist ein harter Hund fast schmerzunempfindlich. So eine Konkurrenz vermeidet moderne Ausbildung, wenn es nur irgend geht.
Als psychisch wirksam prägendes Erlebnis hat sich der Schreck bewährt. Je entspannter der Hund dabei ist, umso wirksamer der Schreck. „Aus“ wird gleichzeitig (man wartet also nicht erst die Reaktion des Hundes ab) mit dem HZ aversiv begleitet. Das ist nicht nett aber prägend für das ganze Leben. No choice, no chance.
Kannst du mal in concreto beschreiben, wie du dem Hund dieses "Schreckerlebnis" vermittelst?
LG
Nina
All great dogs, like all great men work because they have to, but because they want to action is their chief medium of happiness.


