01-09-2010, 20:09
Welfen,'index.php?page=Thread&postID=98127#post98127' schrieb:Wenn z. B. festgestellt wird, das der Übergangswirbel die Ursache für CES ist, kann ich durch Röntgen selektieren und Hunde, die diesen Übergangswirbel haben von der Zucht ausschliessen.
Bei den Übergangswirbeln gibt es mehrere Stufen. So besitzt ca. jeder 4. Hund, quer durch alle bisher untersuchte Rassen, einen Übergangswirbel Grad 1. Bei diesen Hunden tritt CES aber lt. zwei Studien, die bisher laufen, nicht signifikant häufiger auf als bei Hunden ohne Übergangswirbel. Erst bei Übergangswirbel Grad 2 und 3 gibt es dann einen deutlichen Unterschied zu Hunden ohne Übergangswirbel und mit Grad 1.
Ob der Übergangswirbel Grad 1 vererbungstechnisch etwas mit den Übergangswirbekn Grad 2 und 3 zu tun hat weiß man bisher nicht. Viele Grad 1-Hunde haben in der MRT eine schöne Wirbelsäule (= offene und freie Wirbelkanäle, keine wesentliche Stufenbildung). Hier ist mir ein Grad 1-Hund derzeit lieber als ein Hund ohne Übergangswirbel, der klein angelegte Wirbelkanäle besitzt und/ oder eine stärkere Stufenbildung.
Meiner Meinung nach sollte die Situation mit den Übergangswirbeln derzeit erst einmal erfaßt und beobachtet werden. Der Ansatz vom RSV ist diesbezüglich wirklich zu begrüßen (= erfassen der Übergangswirbel bei allen geröngten Hunden, um vor allem die Problematik mit den Grad 1-Hunden wirklich einschätzen zu können, ob das überhaupt eine Problematik ist). Und Hunde, die an CES leiden (= Symptome zeigen), sollten auf jeden Fall aus der Zucht genommen werden, unabhängig davon ob sie einen Übergangswirbel besitzen (und wenn ja welchen) oder nicht, sofern die Erkrankung nicht offensichtlich durch äußere Einflüsse ausgelöst wurde (was es ja auch gibt).
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
Mark Twain


