12-08-2010, 09:08
nickel,'index.php?page=Thread&postID=96559#post96559' schrieb:Das stimmt!! Ich mag diesen ewigen Rasevergleich auch nicht; davon ab, dass ich derselben Meinung bin wie Taarna!
Ein DSH ist und bleibt ein DSH und ein Mali ein Mali! Können tun sie alle was, aber man sollte nicht einfach alles nachmachen. Die Sprinter bei uns Menschen sind auch fast ausschließlich dunkelhäutig...da kommt auch kein Weißer mehr dran!!
Warum auch immer...
Aber mit nachäffen ist es sicher nicht getan. Die meisten DSH sind aus meiner Sicht zu lang, um eine ebenso flinke Wendung VOR dem HF hinzubekommen. Und die HF zeigen diese meist auch nicht korrekt, sondern gehen zur Seite weg.
Schuster, bleib bei deinen Leisten und mach etwas aus dem, was du hast!!
Darum geht es auch nicht!!!
Natürlich können die verschiedenen Rassen aufgrund ihrer körperlichen Konstitution gleiche Übungen nur unteschiedlich ausführen. Natürlich hat Lupo recht, wenn sie sagt, die langen, schweren Hunde eignen sich einfach nicht so gut für diese schnellen Drehungen auf der Stelle (wobei es hier aus Ausnahmen gibt). Das ist alles richtig.
Es geht darum, daß die Ausbildung nicht stimmt. Schaut Euch doch mal die Videos an oder noch viel besser, schaut Euch die Hunde live an oder beim Training.
Auf dieser Veranstaltungen waren die Besten ihrer Rasse vertreten. Das wird man nur, wenn man Potential hat und einen guten Hundeführer sowie ein gutes Umfeld. Was bei den Schäferhunden aber eklatant auffiel ist die schlampige Ausbildung und auch die schlampige Vorführweise.
Nehmen wir nur mal die Freifolge. Die meisten DSH gingen zwar neben ihrem Führer, aber hatten den Kopf woanders. Da ging man vor, da kam man weit seitlich rein, man hat Kehrwendungen verschlafen, man hielt keine Postition bei den Gangartwechseln, die Rechtswendungen waren Glücksache und in der Gruppe mußten die Führer viel Einsatz bringen, damit das Bild einigermaßen harmonisch ausgesehen hat. Dasselbe bei den technischen Übungen. Keine Spannung in den Entwicklungen, kein harmonisches Mitarbeiten, kein Anbieten an den HF. Die technischen Übungen wurden zäh ausgeführt, keine Perfektion in den einzelnen Sequenzen. Bringen war noch das Beste bei den meisten Hunden, aber auch hier war das Vorsitzen, das Anbieten des Holzes und das Abgeben nicht schön anzuschauen. Niemand sprach davon, daß die Hunde oft schwer springen und einfach nicht so leichtfüßig aussehen können wie die Malis. Aber die Technik in der Ausbildung könnten auch sie - wenn man es denn von ihnen verlangen würde.
Genau das ist aber der springende Punkt. Mit dieser Ausbildung und dem daraus resultierenden Stand wurden diese Hunde in ihren Rassezuchtverbänden auf Leistungsebene immer hoch gehandelt. Es gibt innerhalb der Rasse ganz wenig Hunde, die anders arbeiten und somit auch wenig Vergleiche. Die gibt es aber, wenn man sich im direkten Verlgeich die Hunde ansieht, und das ist nun mal eine VDH DM. Und dort sieht man auch die eklatanten Unterschiede in der Ausbildung und damit natürlich auch in der Präsentation.
Oder auch im Schutzdienst. Niemand hat darüber gesprochen, daß die Schäferhunde oder Rottweiler auch so über den Platz fliegen müssen beim revieren wie einige Malis das taten. Aber man hat davon gesprochen, daß sie weiträumig revieren, Riesenkreise ziehen um die Verstecke, die Verstecke gar nicht als solche annehmen, sondern eher als Hürde/Umweg zum eigentlichen Ziel. Das kann aber auch ein DSH lernen - das hat mit seiner Anatomie nichts zu tun. Oder die druckvollen Bell- und Stellphasen während den Kampfhandlungen. Ich habe nicht gehört, daß dies beanstandet wurde. Sehr wohl aber die zähen, wiederwärtigen Gehorsamsteile. Auch das kann man lernen - wenn man es will.
Ich finde es gut, daß der Vergleich angestellt wird und daß in diesem Vergleich auch aufgezeigt wird, an was man arbeiten sollte. Und schon immer im Hinblick auf den Lieblingsspruch der Schäferhundszene - daß man den Vergleich nicht zu scheuen braucht und natürlich immer mithalten könnte........
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht


