21-11-2006, 22:11
Zitat:Original von berensmann
Zitat:Original von Jupp
Meine Erfahrung ist, daß man es selbst ausprobieren muß.
Dagegen spricht die hohe Risikoaversion vieler HF, die mehr fürchten als sich trauen.
Aus Furcht, der Hund könnte nicht beißen, wird ihm viel zu spät das „Aus“ gelehrt.
Aus Furcht, der Hund könnte Trieb verlieren, wird er in der Lernphase nicht niedertriebig sondern hochtriebig gearbeitet.
Aus Furcht, der Hund könnte das Holz ausspucken, wird ihm der Fang zugehalten.
Aus Furcht, der Hund könnte faseln, wird er auf die Fährte gezogen.
Usw.
du sprichst mir hier aus der seele, ich habe das auch schon beobachtet.
um das zu ändern must du mit hundeführern so verfahren wie mit deinem hund. verstärke positive ansätze. vermeide es zu verbieten oder zu korrigieren. nutze positive elemente um zu shapen. erwecke die neugier im menschen sich zu versuchen oder etwas anderes auszuprobieren.
du must vielleicht niemandem etwas beweisen, aber du must auch niemanden für das was er macht kritisieren.
detlef
@Jupp
Genau das was du schreibst praktizieren die meisten HF die ich kenne.
Aber ohne clicker, shapen oder weiß der Kuckuck, sondern einfach mit Verstand.
Mal ein kleines Beispiel: das erste was ein Hund bei mir lernt ist "Aus".
Nach deiner Vorstellung trete ich dafür in den Hund hinein oder bearbeite ihn mit dem Tele. Nein, falsch wir tauschen und der Hund lernt auf angenehme Weise aus ist Unterbrechung nicht Ende.
Sowas lernt bei uns jeder Laie in der Welpenstunde du Experte.
Wir halten den Fang auch nicht zu sondern nutzen Doppelseitiges Klebeband das sieht auch lustiger aus.
Nein Jupp wir bestätigen positives (erwünschtes) Verhalten.
Torsten Goldbeck
http://www.goldis-dog-consulting.de
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