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Problem beim Verbellen unter Trieb
#12
Moin Moin,

ich hatte letztens auch so einen "Klemmer", der vor lauter Trieb eine Blockade hatte. Die "Welpenmethode" klappt auch bei solchen Hunden:

Hundeführer steht mit Hund und ca. 3-5 m Leine stumm auf dem Platz. Es ist wichtig, dass hinten die Klappe gehalten wird, da wir das ja vorne öffnen wollen und dafür keine Störung von hinten brauchen können. Der HF steht lediglich da und macht ansonsten gar nichts.

Der Helfer sollte bei solchen Hunden einen ausreichend großen Abstand haben, da die Distanzverringerung die Behebung des Problems blockiert. Der Hund sollte auch nicht fixiert werden.

Ärmel, Kissen oder Lappen an der Leine auf den Boden liegend macht auch der Helfer, was er am besten kann: gar nichts. Der Hund soll ohne Zirkus drum herum bellen und er muss erkennen, dass es sein Bellen ist, dass die Aktionen des Helfers einleitet und lenkt.

Der Hund wird wie gewohnt klemmen und etwas vor sich hin pumpen. Das lassen wir ihn mal machen. Wenn der Beutetrieb ein wenig nachlässt, ist Raum für Ersatzhandlungen: ein kleiner Beller, oder Anfangs auch nur der Ansatz dazu, wird durch Beutebewegung des Helfers bestätigt. Das Kissen fliegt an der Leine durch die Luft und bleibt dann auf der anderen Seite liegen. Der Helfer bewegt sich dabei abwechselnd nach rechts/links und ein klein wenig in Richtung Hund. Ende der Aktion. Der Hund muss erneut bellen bzw. eine Aktion zeigen, die uns in diese Richtung führt, damit der Helfer wieder tätig wird.

Diese Aktionen des Hundes bringen so den Helfer langsam in seine Richtung. Er "ruft" den Helfer quasi herbei und wird dann in der Beute bestätigt. Wichtig dabei ist, genau das Bellen zu bestätigen und nicht die Pausen. Wenn man ein schlechtes Timing hat, passiert die Bestätigung genau in der Pause und das lässt den Hund eher nicht bellen.

Wenn sich das Verhalten des Hundes in die gewünschte Richtung bewegt, dann kann die tote Beute auch wieder zum Arm am Helfer werden. Ich persönlich mache den Anfang und den Übergangsteil mit dem Kissen. Der Schluss ist dann Arm am Helfer und dessen Passivität/Beutearbeit/Einstellarbeit die dem Hund die notwendigen Signale liefert, um das Verhalten entsprechend zu konditionieren. Das Einstellen darf dann auch den wehrigen Aspekt bedienen.

Der Hund soll nicht die Beute verbellen, sondern den Helfer. Wenn man das hat, dann ist das die Vorstufe zum Stellen und Verbellen. Der Hund lernt jetzt noch, den Helfer zu treiben und dann geht es langsam in das Versteck...

Schöne Grüße,

Andreas
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Nachrichten in diesem Thema
Problem beim Verbellen unter Trieb - von LosNerkos - 29-04-2009, 10:04
[Kein Betreff] - von deralex1979 - 29-04-2009, 10:04
[Kein Betreff] - von LosNerkos - 29-04-2009, 11:04
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Andere Möglichkeit - von dberensmann - 29-04-2009, 13:04
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RE: Andere Möglichkeit - von tinka - 01-05-2009, 09:05
[Kein Betreff] - von Manni - 01-05-2009, 15:05

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